von t3n Redaktion, 05.06.2006

KOffice 1.5

Aus dem
t3n Magazin Nr. 4

Im KOffice-Workspace können Anwender mit verschiedenen geöffneten KOffice-Anwendungen in einer einheitlichen Oberfläche arbeiten.

Wenn Linux auch im Desktopsektor erfolgreich sein soll, werden Office-Applikationen benötigt. Nun stellt auch das KDE-Team eine speziell abgestimmte Office-Suite zur Verfügung. Mit einem enormen Funktionsumfang stellt es sich selbstbewusst auf eine Stufe mit OpenOffice.org und Microsoft Office.

Von den zahlreichen verfügbaren Office-Paketen ist KOffice 1.5 eines der umfangreichsten. Zusätzlich zu den üblichen Anwendungen, wie z. B. einer Textverarbeitung, einer Tabellenkalkulation und einer Präsentations-Software, verfügt es über eine Reihe weiterer Anwendungen. Das Paket umfasst mit Krita ein Zeichenprogramm mit vielen Bildbearbeitungsfunktionen, mit Karbon14 ein Vektorgrafikprogramm und mit Kivio ein dem Microsoft-Produkt Visio ähnelndes Programm zum Erstellen von Diagrammen. Weitere Komponenten sind Kexi, eine integrierte Umgebung zum Erstellen von Datenbankanwendungen sowie ein Projektmanagementprogramm namens KPlato.

Basis aller Komponenten ist das OASIS-OpenDocument-Dateiformat (ODF). Mit dem Format lassen sich Dateien aus Officepaketen zwischen unterschiedlichen Softwaresystemen und Plattformen problemlos austauschen. Die International Organization for Standardization (ISO) hat das OpenDocument-Format erst kürzlich als Standard anerkannt. KOffice ist neben OpenOffice 2.0 das zweite Office-Paket, das vollständige Unterstützung dieses Formats bietet. Alle wichtigen Programme speichern ihre Daten standardmäßig im OpenDocument-Format, darunter KWord (.odt), KSpread (.ods) und KPresenter (.odp). Darüber hinaus unterstützen auch die KOffice-Hilfsprogramme KChart (.odc) und KFormula (.odf) das offene Format.

Version 2.0 soll voraussichtlich Ende 2006 oder Anfang 2007 veröffentlicht werden und auf derselben Basis wie KDE 4.0 gründen. Dadurch soll sich KOffice leichter auf andere Plattformen wie Windows oder MacOS X portieren lassen. Außerdem sind Verbesserungen im Umgang mit Schriften, eine Verlaufsfunktion sowie allgemeine Verbesserungen an der Integration einzelner Komponenten geplant.

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