Warum in die Ferne schweifen?
Manch einer fragt sich vielleicht, warum das alles eigentlich sein muss. Die Nachfrage boomt, TYPO3 ist eine Erfolgsstory mit Breitwandformat, wäre es da nicht Zeit sich entspannt zurück zu lehnen und den Autopilot aufzublasen?
Mitnichten. Die Architektur scheint ausgereizt, die Einführung neuer Mithelfer und damit die Arbeitsteilung im Kernsystem wird zunehmend schwieriger. Auch die nicht gegen unbeabsichtigte Erweiterung durch Extensions abgrenzbare Menge von Kernfunktionen steht der Weiterentwicklung strukturell entgegen, wie ein Luftschiff, das von immer mehr Halteseilen am Boden gehalten wird. Das große und wichtige Thema der Objektorientierung lässt viele Entwickler von der Nutzung der vielen Vorteile von PHP5 schwärmen.
Die Weiterentwicklung der Software-Plattform mit PHP 5.0 eröffnet aber nicht nur neue Möglichkeiten der Systemarchitektur, sie erhöht auch den Entwicklungsdruck auf das Projekt, wie der Blick in die Roadmaps konkurrierender Systeme zeigt. Die Erwartung von Entwicklern ist eine noch stabilere, sauberere und solidere Systemarchitektur, ganz nach dem Motto „schön und einfach: außen einfach und innen schön“.
Bei allem Gerede über Architektur muss jedoch klar sein, dass das Ziel einer leichter zu pflegenden und zu verstehenden technischen Basis kein Selbstzweck ist. Nicht zuletzt die Sicherheitsinteressen einer wachsenden Zahl von Unternehmen, die TYPO3 in unternehmenskritischen Anwendungsfällen vertrauen, erzwingen eine Softwarearchitektur, die durchschaubar bleibt.





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