Entwicklungen wie „Geo-Targeting“ und „Web im Wohnzimmer“ werden diesen Tend zusätzlich verstärken. Suchmaschinenmarketing wird für viele Unternehmen und Institutionen quasi zur Pflichtübung.
Kaufentscheidungshilfe Internet
Viele Kauf- und Entscheidungsprozesse beginnen heute im Internet. Laut einer Studie von Nielsen/NetRatings sind für über 80 Prozent aller Internetnutzer Suchmaschinen der erste und wichtigste Anlaufpunkt, wenn es um eine Kaufentscheidung geht. Eine Studie von DoubleClick fand heraus, dass bei etwa 50 Prozent aller Online-Käufe Suchvorgänge eine Rolle spielen. Schon heute werden ganz bestimmte Käuferschichten über das Internet besser erreicht als über das Fernsehen. Wer hätte das vor zehn Jahren gedacht? Eine Differenzierung zwischen redaktionellen und bezahlten Sucheinträgen wurde bei beiden Studien jedoch nicht gemacht.
Keyword-Ads vs. organische Links
Es stellt sich also zunächst die Frage, welche Facette des Suchmaschinenmarketings die betriebswirtschaftlich relevantere ist? Diesbezüglich gibt es zwei Sichtweisen: die Sicht auf den Gesamtmarkt und die Sicht eines jeden Unternehmens.
Bezogen auf den Gesamtmarkt liegen für das Keyword-Advertising entsprechende Zahlen vor, da Anbieter wie Google, MSN und Yahoo aufgrund gesetzlicher Vorschriften veröffentlichungspflichtig sind. So meldet beispielsweise Marktführer Google für 1/2007 einen Quartalsgewinn von rund 1 Mrd. US Dollar bei 3,7 Mrd. Umsatz. Google macht über 90 Prozent seines Umsatzes mit Keyword-Anzeigen. Für das SEO kann die Größe des Gesamtmarkts nur näherungsweise bestimmt werden. Die inflationäre Entwicklung der Angebote zum Thema SEO lässt jedoch auf eine ähnlich dynamische Entwicklung schließen.
Viel interessanter für die meisten Leser wird jedoch die Frage sein, wie groß die betriebswirtschaftliche Relevanz bezogen auf das eigene Unternehmen oder zumindest die eigene Website ist?





