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iPad-Tastaturen: Alternativen zum Touchscreen im Test

Aus dem
t3n Magazin Nr. 30

12/2012 - 02/2013

Ein Königreich für eine richtige Tastatur! So oder so ähnlich hat sicher schon mancher Nutzer sein angeschrien, der beim Versuch, einen längeren Text mit der On-Screen-Tastatur zu schreiben, verzweifelt ist. Was Apple bewusst versäumt und was Microsoft mit Surface als Standard proklamiert hat, versuchen diverse Dritthersteller mit externen Tastaturen für das iPad ebenfalls zu beheben. Bluetooth-Keyboards für Tablets müssen eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen, und die meisten scheitern leider kläglich daran. Ein Testbericht.

iPad-Tastaturen: Alternativen zum Touchscreen im Test

Tablets eignen sich als mobile Begleiter vortrefflich – so viel steht fest. Genau aus diesem Grund sollten auch externe Tablet-Tastaturen unter anderem über eine möglichst lange Laufzeit, ein geringes Gewicht und kleine Abmessungen verfügen. Zusätzliche positive Eigenschaften, die für eine gute externe Tastatur sprechen, ergeben sich aus ergonomischen Erwägungen. Das Keyboard sollte nicht nur über alle nötigen Tasten verfügen, sondern auch einen guten Anschlag bieten. Ein letzter, oftmals unterschätzter Aspekt besteht schließlich darin, dass eine externe Tastatur nicht viel bringt, wenn sie das iPad nicht auch stabil aufnimmt. Ein entspanntes Arbeiten mit iPad und Tastatur auf dem Schoß ermöglichen allerdings nur die wenigsten Bluetooth-Tastaturen.

Anwender, die eine externe Tastatur im Flugzeug nutzen möchten, haben in der Regel das Nachsehen. Das liegt ganz einfach daran, dass die meisten Keyboards nicht über den Dock-Connector Anschluss ans Tablet finden, sondern über Bluetooth – das sieht nicht jede Fluggesellschaft gern. In puncto Laufzeit halten alle getesten Tastaturen mindestens einen vollen Arbeitstag durch.

Externe Tastaturen fallen allgemein in eine von drei Kategorien: solche, die Teil einer verstärkten Hülle für das iPad sind, einfache Tastaturen ohne Schnickschnack und Keyboards, die wie ein Smartcover am iPad andocken. Die Auswahl des richtigen Keyboards wird nicht ausschließlich von persönlichen Vorlieben erschwert, sondern auch von der schieren Masse an erhältlichen iPad-Tastaturen.

Android und Tablets mit Windows

Auch wenn in diesem Artikel iPad-Tastaturen genannt werden, können diese auch an Android-Tablets zum Einsatz kommen. Neben den getesteten Tastaturen sind noch viele weitere wie Belkin Keyboard Folio, Kensington KeyFolio Expert, Trekstor i.Gear agent oder auch Microsoft Bluetooth Mobile Keyboard 5000 erhältlich. Apropos Microsoft – mit dem Release des Surface-Tablets zeigen die Redmonder, dass sie sehr wohl der Meinung sind, dass eine Tastatur beim produktiven Arbeiten auf dem Tablet sinnvoll ist. Zum Konzept von Surface gehört, dass Microsoft direkt zum Release der eigenen Tablets auch die entsprechende Tastatur anbietet. Ohnehin könnten die Grenzen zwischen Ultrabook und Tablet in naher Zukunft weiter verschwimmen. So zeigte Sony auf der diesjährigen IFA mit dem Vaio Duo 11 ein entsprechendes Kombi-Gerät. Auch Samsung hatte auf der Messe ein ähnliches Gerät auf Basis von Windows 8 im Gepäck. Der Ativ Smart PC verfügt über eine abnehmbare Tastatur und bietet Stiftbedienung. Toshiba hingegen hat das Kombi-Gerät Satellite U920t in sein Portfolio aufgenommen.

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Surface wird von Microsoft ab Release mit einer Tastatur ausgestattet.

Apple Wireless Keyboard

Das Apple Wireless Keyboard (ca. 65 Euro) kommt zwar typischerweise eher an iMacs zum Einsatz, lässt sich aber auch vortrefflich mit einem iPad koppeln. Aufgrund der ursprünglichen Ausrichtung kommen Mac-Anwender auch im Zusammenhang mit dem iPad gut mit der Tastatur klar. Bezüglich des Anschlags gehört sie zu den Besten, denn die einzelnen Tasten reagieren so, wie man es erwartet, und sind weit genug voneinander angeordnet, um nicht übermäßig zusammengestaucht zu wirken. Leider fehlen bei dieser Tastatur die iPad-typischen Tasten wie „Home“ oder auch „Fotogalerie-Modus“. Immerhin funktionieren die Tasten für Helligkeit, Lautstärke und Musikwiedergabe auch in Kombination mit dem iPad. Unter dem Strich bietet das Apple Wireless Keyboard auch bei langen Tipp-Sessions guten Komfort.

Zwar bringt diese Tastatur im Vergleich ein relativ hohes Gewicht auf die Waage, eignet sich mit ihren Abmessungen aber gerade noch so für den Einsatz unterwegs (eine entsprechende Tasche oder einen Rucksack vorausgesetzt). Als praktisch im mobilen Einsatz erweisen sich die benötigten AA-Batterien, die man zur Not so gut wie überall kaufen kann. Damit muss der Anwender in der Regel keine Einschränkungen bei der Laufzeit hinnehmen.

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iPad-Tastaturen: Die Kombination aus Apple Wireless Keyboard und Origami-Stand eignet sich für Vielschreiber am Schreibtisch.

Ohne Möglichkeit, ein iPad fest aufzunehmen, eignet sich das Apple Wireless Keyboard nicht dazu, auf dem Schoß zu tippen. Auch am Schreib- oder Küchentisch gestaltet sich die Kombination aus iPad und Apple Wireless Keyboard schwierig. Abhilfe schafft bei diesem Problem lediglich eine Standhilfe für das Tablet. Eine gute Möglichkeit bietet in diesem Fall das Origami von Incase (ca. 30 Euro), das nicht nur als Aufsteller, sondern auch als Schutzhülle für die Tastatur fungiert [1].

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