Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Kolumne

Algorithmen kontrollieren: Heiko Maas möchte Daten in „gut” und „böse” teilen

Seite 2 / 2

Algorithmen spielen bei vielen Vorwürfen die kleinste Rolle

Ebenfalls oft am Pranger: Startups und Konzerne wie Uber oder Airbnb. Da liegt das Problem aber ebenfalls nicht in den verwendeten Algorithmen sondern darin, dass diese Firmen gezielt gesetzliche Lücken etwa im Arbeitsrecht missbrauchen und Gehälter und Margen bei ihren Zulieferern drücken. Derlei kann auf vielen anderen Ebenen reguliert werden und wird es oft auch schon. Die Analyse der eingesetzten Algorithmen spielt dabei aber nur eine untergeordnete Rolle. Oder um auf meinen Reiseanbieter zurückzukommen: Eine Untersuchung des Algorithmus bringt gar nichts. Entweder gilt Preisfreiheit oder eben nicht. Das rührt an unangenehme Fragen, die gesellschaftlich und politisch viel tiefer gehen als Kontrolle von Algorithmen.

Zunächst einmal muss das Knäuel aufgedröselt werden: Was für Algorithmen werden eigentlich wo eingesetzt? Wann wirken sie diskriminierend? Wo verstoßen sie eventuell gegen gesetzliche Reglungen? Ist es nicht vielleicht sinnvoll, auf ein „digitales Antidiskriminierungsgesetz“ zu verzichten und dafür Gesetze in ganz anderen Bereichen zu reformieren, etwa im Arbeitsrecht? Dafür ist vor allem erst einmal Forschung notwendig. Mehr Transparenz kann da helfen. Aber spätestens wenn künstliche Intelligenz und selbstlernende Systeme eingesetzt werden, entstehen Systeme, die viel zu komplex sind, als dass sie sich noch mit vertretbarem Aufwand von irgendwelchen Kontrollinstanzen oder Behörden analysieren und überwachen ließen. Es sollte also nicht darum gehen, Algorithmen zu kontrollieren, sondern diejenigen, die sie einsetzen. Dass diese Systeme auch Vorurteile enthalten, lässt sich gar nicht verhindern, wenn sie anhand einer Datenbasis lernen, die von Menschen mit (oftmals unbewussten) Vorurteilen geschaffen wurden. Wo Menschen diskriminiert werden, muss es Anlaufstellen geben, bei denen diese Menschen Widerspruch einlegen können – ganz unabhängig davon, ob ein Mensch, eine Maschine oder ein unüberschaubares System aus beidem hinter einer Entscheidung steckt.

Heiko Maas kann einem ein wenig leidtun. Jahrelang beschwerten sich Menschen über Hatespeech, worauf er mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz reagierte. Gut gemeint ist eben nicht gut gemacht. Mit seinen neuen Vorschlägen zur Kontrolle von Algorithmen läuft er Gefahr, erneut ein teilweise kafkaeskes System durch ein noch kafkaeskeres zu ersetzen. Was fehlt: Ein sinnvoller Vorschlag, wie sich die schädliche Effekte bestimmter Algorithmen vermindern lassen. Den liefert Heiko Maas nicht.

Startseite
  • Seite:
  • 1
  • 2

Finde einen Job, den du liebst

Eine Reaktion
lola
lola

Heiko Maasz möchte alle bitte Ihre Algorithmen per Email an seine Postfach zu mailen
Adresse auf http://www.heiko-maas.de/index.php?id=11263
bitte den gesamten Quellcode damit er sich persönlich ein Bild machen kann.
Alle guten bekommen einen Fleißpunkt und die Bösen Ärger.

Bitte beachten das er leider bis 2145 im Februar beschäftigt ist. Daher dauert es länger.

Die bösen brauchen auch keine Angst haben, denn außerhalt Deutschland passiert nichts. Denn den meisten Staatsanwälten ist es eh zu doof Amtshife zu beantragen. Es sind eh alle mit der Terroristenjagt beschäftigt und daraugf bestrebt endlich mal einen zu fangen

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Hinweis

Du hast gerade auf einen Provisions-Link geklickt und wirst in Sekunden weitergeleitet.

Bei Bestellung auf der Zielseite erhalten wir eine kleine Provision – dir entstehen keine Mehrkosten.


Weiter zum Angebot