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„Erfolgsrezept TYPO3“: Deutscher Apotheker Verlag setzt auf das Open-Source-CMS

Aus dem
t3n Magazin Nr. 17

09/2009 - 11/2009

Seit 2001 versorgt der Deutsche Apotheker Verlag mit seinem Portal www.apotheken.de die Besucher mit aktuellen Notdienstplänen, einer Rezept-Vorbestellung und einem Arzneibringdienst. Nach acht Jahren sei es Zeit, frischen Wind in die Website zu bringen, so die Meinung der Betreiber. Der Relaunch setzt daher auf aktuelle Technologien, ersetzt das selbstgeschriebene PHP-Framework durch TYPO3 und integriert eine leistungsstarke Suchengine auf AJAX-Basis.

Die Startseite von apotheken.de rückt die umfangreiche Suche und den redaktionellen Content in den Mittelpunkt.
Die Startseite von apotheken.de rückt die umfangreiche Suche und den redaktionellen Content in den Mittelpunkt.

Die Website umfasst alle wichtigen Informationen von rund 21.500 Apotheken und mehr als 6.000 Fachartikel. Die komplexen Suchabfragen nutzen dabei eine Geokodierung, um den Nutzern zielgenaue Daten liefern zu können. Mit dem Relaunch im Juni 2009 wurde das Portal nicht nur auf TYPO3 umgestellt, sondern auch mit redaktionellen Inhalten aus einem zweiten Internetportal erweitert. Hierfür hat die umsetzende Münchner Internetagentur Cross Content Media komplexe XML-Parser entwickelt, die die externen Seiteninhalte samt Querverlinkungen und Spezialformaten in die tt_news-Architektur überspielen.

Zielsetzung

Bereits das alte Portal hatte einen enormen Umfang an kleinen versteckten Features, die auch im neuen Portal untergebracht werden sollten. Als Problem erwiesen sich die gewachsene Struktur und dadurch eine für die Nutzer nicht optimale Usability. Der technische Projektleiter Jörn Steinhauer (9zwanzig Consulting) nannte daher „einen Mehrwert für den Nutzer durch eine verbesserte Usability“ als erklärtes Ziel in der ersten Vorbesprechung. Der Nutzer sollte schnell und mit wenigen Klicks zu seinem Ziel gelangen.

Gleichzeitig entschloss man sich, den Magazin-Bereich, in dem aktuelle Themen rund um das Thema „Gesundheit“ präsentiert werden, weiter auszubauen und in den Mittelpunkt zu stellen. Da auch die Architektur durch den Einbau komplexer neuer Features angepasst werden musste, entschied man sich für einen Komplettrelaunch.

Nutzerzentrierter Designansatz

Das komplett überarbeitete Design präsentiert das Wichtigste an erster Stelle. Der Besucher kommt mit dem Ziel, Apotheken zu finden, also findet er diese auch an erster Stelle: Direkt unter dem Header oben im Menü und zentral links oben in der Seitenleiste sind Schnellsuchen und Links zu den Detailsuchen platziert. Dazu noch eine Volltextsuche über alle medizinischen Fachartikel samt sämtlicher in Deutschland existierenden rund 21.500 Apotheken.

Als Portal muss apotheken.de natürlich Traffic generieren. Aus diesem Grund sind die aktuellen News, um die sich ein fünfköpfiges Redaktionsteam täglich kümmert, ebenfalls zentral auf der Startseite platziert. Um möglichst viele bebilderte News platzsparend unterzubringen, wurde für „tt_news“ eine Akkordeon-Ansicht entwickelt, bei der zwei News komplett zu sehen sind und die restlichen erst bei einem Klick auf die Überschrift sichtbar werden.

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39 Antworten
  1. von Alex am 17.02.2010 (13:15 Uhr)

    @Joern

    1. Die Website einer Apotheke hat barrierefrei zu sein, sonst verfehlt sie ihre Zielgruppe. Das ist undiskutierbar. Deswegen muß ich die Projektanforderungen nicht kennen, um das zu diskutieren.

    2. Dein Flaming gegen Leute, deren Webseiten barrierefrei sind, verfehlt das Thema komplett. Barrierefreie Webseiten müssen weder design- noch funktionsfrei sein. Genauso fragwürdig ist deine Aussage "1. "Valides" (X)HTML ist diskutierbar. Was "valide" ist, entscheidet der Validator.". Das ist schlicht falsch. Was Validität ist, legt nicht der Validator, sondern der W3C-Standard fest. Daß es fehlerhaft implementierte Validatoren gibt, ist kein Geheimnis. Der vom W3C gehört übrigens leider dazu.

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  2. von Alex am 17.02.2010 (13:16 Uhr)

    @Joern

    1. Die Website einer Apotheke hat barrierefrei zu sein, sonst verfehlt sie ihre Zielgruppe. Das ist undiskutierbar. Deswegen muß ich die Projektanforderungen nicht kennen, um das zu kritisieren.

    2. Dein Flaming gegen Leute, deren Webseiten barrierefrei sind, verfehlt das Thema komplett. Barrierefreie Webseiten müssen weder design- noch funktionsfrei sein. Genauso fragwürdig ist deine Aussage "1. "Valides" (X)HTML ist diskutierbar. Was "valide" ist, entscheidet der Validator.". Das ist schlicht falsch. Was Validität ist, legt nicht der Validator, sondern der W3C-Standard fest. Daß es fehlerhaft implementierte Validatoren gibt, ist kein Geheimnis. Der vom W3C gehört übrigens leider dazu.

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  3. von Christiane am 17.02.2010 (13:19 Uhr)

    @Joern
    Dann hätte man mit der PR und dem Relaunch vielleicht warten sollen bis man wirklich fertig ist. Wie gesagt, ich bin keine Entwicklerin, aber soweit ich weiß, ist Barrierefreiheit nachträglich einzubauen immer teurer als sie von Anfang zu berücksichtigen. Ich bin mal gespannt auf Phase 2. Gibts schon einen Zeitplan bis wann man mit einer barrierefreien Seite rechnen darf?

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  4. von Joern am 17.02.2010 (13:32 Uhr)

    man hat einen Zeitvorgabe Z, ein Budget X und einen Funktionskatalog Y. diese drei Dinge muss man unter einen Hut bekommen und dabei fallen einfach einige Dinge nach hinten runter ode werden in eine Phase zwei verschoben. Insgesamt sind für den gesamten Relaunch 2 Jahre geplant, wir sind gerade mal in den ersten 3/4 davon. Was mich hier stört ist die Art und Weise wie diskutiert wird, weniger über was diskutiert wird. Dazu äussere ich mich aber nicht weiter...

    >> Die Website einer Apotheke hat barrierefrei zu sein, sonst verfehlt sie ihre Zielgruppe

    Müssen tut hier gar nix. Das entscheidet der Auftraggeber, was muss und was nicht. Zudem ist es nicht die Seite einer Apotheke sondern ein Projekt eines Verlags.

    Flaming: Das tun hier alle schon die ganze Zeit - und zwar grundlos. JA, die Seite ist derzeit nicht Barrierefrei, wie 1.000.000 andere auch. NEIN, der Zustand wird nicht so bleiben, JA, wir arbeiten schon seit einiger Zeit dran... reicht das ?

    Validator: Eben, was valide ist, entscheidet das W3C. Wenn man aber 10 Redakteure hat, die HTML Code eingeben, wie sie gerade lustig sind, hilft weder das W3C noch ein Validator... ;-)


    Und wenn hier diskutiert wird, warum auf einem Symbian Gerät die Seite nicht angzeigt wird, dann muss ich einfach sagen, das war nicht der Fokus und wird es auch in Zukunft nicht sein. Auf einem Symbian funktioniert auch Ebay nicht vernünftig.

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  5. von Philipp am 17.02.2010 (13:36 Uhr)

    Nachdem ich ein paar Postings hier gelesen habe, will nur kurz einwerfen: Barrierefreiheit für diese Seite wäre keine Hexerei gewesen und wäre wohl einer der wichtigsten Punkte auf einer vernünftig erstellten Anforderungsliste gewesen. Scheinbar hat man hier geschlampt.

    Wenn man ein Projekt startet, dann beginnt man gleich an die Barrierefreiheit zu denken und nicht erst danach. Je früher man daran denkt, umso weniger Kosten entstehen dann in weiteren Entwicklungsphasen. Aus eigener Erfahrung sind Kosten für Barrierefreiheit deutlich schneller amortisiert, als viele denken. Meist rechnet sich das ganze schon nach wenigen Entwicklungszyklen - also noch während der Entwicklung einer Webseite! Einfachere Wartung, bessere Codequalität und besseres HTML sind Folgeerscheinungen.

    @Joern: Gerade weil soviele Drittanbieter und User mit dem System arbeiten, hätte sich also die Beachtung von Barrierefreiheit schon in der Entwicklung und Konzeption positiv auf die User des Backend-Systems ausgewirkt. Barrierefreiheit HILFT Redakteuren bzw. Kunden, wenn man es richtig macht.

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  6. von Frank Vorwald am 17.02.2010 (13:38 Uhr)

    Das hier ist doch eindeutig eine "Webstandards" vs. "Normale Agenturwelt" Diskussion. Unterm Strich steht doch eines Fest, komplett Valide und perfekt barrierefrei dauert für eine Agentur bei der das Thema nicht Default gesetzt ist mehr Zeit, ergo mehr Geld. Dies wird inkl. Marge an den Kunden weitergegeben der meist sparen will. Deshalb ist eine Auslagerung solcher Themen, jedenfalls so wie ich es kennen, in Step 2, Usos in der Agenturwelt. Nebenbei auch legitim. Sollen doch Kunde und Agentur entscheiden in welcher Reihenfolge vorgegangen wird.

    Bei Webkraus und Agenturen wo das Thema Webstandards extrem groß geschrieben wird, mach das anders aussehen und vielleicht auch dem reineren Weg entsprechen. Die Realität sieht logischerweise anders aus und das Wissen wir alle.

    Warum also dieser Flamewar hier, wir wissen doch alle genau wie der Hase läuft und das Barierefreiheit und Validität Stück für Stück mehr Aufmerksamkeit im Markt bekommt.

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  7. von Philipp am 17.02.2010 (13:46 Uhr)

    Warum Flamewar? Weil sich eine Seite wie diese eigentlich nicht erlauben dürfte, nicht barrierefrei zu sein!

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  8. von ausi am 17.02.2010 (13:48 Uhr)

    @Frank Vorwald
    Zwischen "Webstandards" und "Normale Agenturwelt" sollte eigentlich kein VS stehen!

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  9. von Alex am 17.02.2010 (13:48 Uhr)

    @Joern

    "Die Website einer Apotheke hat barrierefrei zu sein, sonst verfehlt sie ihre Zielgruppe

    Müssen tut hier gar nix. Das entscheidet der Auftraggeber, was muss und was nicht."

    Das ist eine Einstellung, die ich ganz und gar nicht teile. Natürlich vergibt am Ende der Auftraggeber den Auftrag, aber ihm muß klar sein: Was muß und was nicht, muß zielgruppenorientiert entschieden werden. Auftraggeber denken oft, daß ihre Vorstellungen und Prioritäten die einzigen sind, die wirklich zählen - bis sie verstanden haben, daß es nicht so sehr darauf ankommt, was sie wollen, sondern was die Besucher der Site wollen.

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  10. von Martin Ladstätter am 17.02.2010 (13:49 Uhr)

    Ich hab mit den Verantwortlichen telefonische Interviews gemacht. Das Highlight war: "Barrierefreiheit? Das sagt mir jetzt gar nichts" Mehr unter: http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=11060

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  11. von Christian am 17.02.2010 (13:52 Uhr)

    Ich finde was man hier ganz klar merkt, ist, das hier scheinbar Leute am Werk sind die ihren Job einzig und alleine des Geldes wegen machen. Ich höre ständig "kein Budget, kein Budget". Natürlich, umsonst ist nur der Tod, aber es gibt dinge, die gehören einfach dazu, sofern man in seiner Arbeit aufgeht.

    Mal davon ab, dass wenn man ein fähiger Entwickler ist, die Einhaltung von Standards die Entwicklunszeiten sogar noch ordentlich verkürzen, ist Barrierefreiheit schon lange kein Posten mehr auf einer Rechnung, er gehört einfach zum guten Handwerk dazu.

    Das wäre ja so, als würde ich dem Kunden es in Rechnung stellen das ich die Bilder der Seite komprimiert habe und nicht als BMP in die Seite einbinde.

    Ich würde mich ehrlich gesagt schämen solch eine Seite einem Kunden zu übergeben und sie dann auch noch als meine Referenz auszuhängen.

    Das ihr mit der Seite noch so an die Öffentlichkeit geht zeigt eigentlich schon, das ihr keine Ahnung habt was aktuell der Standard ist, den ein Entwickler/eine Agentur für einen Kunden erfüllen müsste damit der Kunde (und damit meine ich nicht nur den, der euch euer Geld gibt) am Ende zufrieden ist.

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  12. von nasumi am 17.02.2010 (13:55 Uhr)

    @Frank: du solltest nicht deine Realität als Massstab für eine ganze Branche setzen! Das es in vielen Agenturen so abläuft, wie du es beschreibst, mag sein, aber genau das verursacht ja diese Diskussion und letztendlich das Problem des Kunden.
    Er kann nicht ohne weiteres unterscheiden, wer Projekte von Anfang bis Ende qualitativ hochwertig realisiert -genau darum geht es hier- und wer nicht. Der kann Kunde erwarten, dass sein Projekt nach den allgemein anerkannten technischen Standards umgesetzt wird und diese definiert nicht eine vermeintliche Mehrheit im Web.
    Wie dein Hase läuft weiß ich nicht, aber Barrierefreiheit und Webstandards erhalten nicht erst die letzen paar Monate erhöhte Aufmerksamkeit.

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  13. von Sebastian Gebhard am 17.02.2010 (14:00 Uhr)

    #55 "Wenn man aber 10 Redakteure hat, die HTML Code eingeben, wie sie gerade lustig sind, hilft weder das W3C noch ein Validator... ;-)"

    Hier könnte einer der zahlreichen zertifizierten Entwickler in Ihrem Haus sicher weiterhelfen und den RTE ordentlich konfigurieren. Das kann schlechten Redakteurscode signifikant mindern.

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  14. von Stefan Wild am 17.02.2010 (14:00 Uhr)

    Zunächst ein Disclaimer: Auch ich habe in den letzten Jahren Quellcode abgeliefert bzw. übernommen bzw. durchgehen lassen, der nicht barrierefrei ist, der nicht valide ist und mitunter auch unschön. Auch da gab es die unterschiedlichsten Gründe für, die (insbesondere heute) für den einen mehr, für den anderen weniger gültig sind.

    Was hier aber im gegenseitigen Flaming/Bashing oder was-auch-immer untergeht, ist der berechtigte Punkt, dass man sich als Agentur damit unabhängig von Kundenprojekten allgemein einmal befassen kann und sollte. Denn dann stellt man fest, dass man ein gewisses Minimum an Barrierearmut (früher hieß das mal so, weil sich alle einig waren, dass es 100% barrierefrei gar nicht gibt) ganz ohne Zusatzaufwand beim einzelnen Projekt erreichen kann, indem man einfach die wichtigsten Regeln von Anfang an in der Arbeit beachtet.

    @Joern: Auch wenn die Kritik hier für meinen Geschmack im Ton daneben ist, würde es sicher nicht schaden, wenn du dir mal die Zeit nimmst, das Thema von der Warte aus anzugehen und dich in der Richtung auf den aktuellen Stand bringst. Da liegt eine Chance drin.

    @Alle: Vielleicht gelingt es ja allen, die Emotionen ein bisschen wieder herunterzufahren und Joern (und den Rest) vielleicht mit weiteren sinnvollen Links zu der Thematik zu versorgen. Offensichtlich gibt es da ja Nachholbedarf. Wie kann ich mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen?

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  15. von Grundgesetzgütiger am 17.02.2010 (14:02 Uhr)

    @Joern Für eine ausführliche, selbstbezügliche Case Study waren aber Zeit und Mittel vorhanden? Nun stinkt Eigenlob nicht grundsätzlich, aber man darf sich heute nicht wundern, wenn das Publikum ruft, der Kaiser ist ja nackt. Willkommen im Web.

    Gut wäre es gewesen, kenntlich zu machen, dass man erst 3/4 des Weges gegangen ist. Besser wäre es gewesen, erst zu Krähen, wenn die Sonne wirklich aufgegangen ist. Und richtig Klasse wäre es gewesen, die Türen und Fenster zu mauern und nicht erst nachträglich reinzuflexen.

    @Frank Warum heißen die Webstandards wohl Webstandards und nicht Websonderumweglösungen? Und gerade bei den Webstandards stehen keine abgehobenen Funktionäre dahinter, sondern die Entwickler selbst. Daraus einen Gegensatz zwischen Standardistas und "normaler Agentur" ableiten zu wollen begrüße ich nur, wenn ersteres mit "Gut", zweiteres mit "Schlecht" gelabeled wird.

    Es gibt ein nicht gerade kleines Unternehmen namens DHL, dass genau deshalb bei seinem weltweiten Re-Launch mit 126 Länderauftritten genau deshalb die Standardisierung als Top-Priority festgelegt hat. To be seen from July on. Eben weil es Kosten spart, die Integration externer Partner sichert und die Migration bestehender Contents erleichtert. Aber klar ist auch: If all you have is a hammer, everything looks like a nail - woran wieder deutlich wird, dass gerade bei der Ausbildung der digitalen Handwerker noch viel zu tun ist.

    @All das ist keine Flamewar, sondern Ausdruck des schlechten Gewissens derer, die man mit den Fingern in der Keksdose (oder unter der Bettdecke) erwischt hat. Wenn ich mich schäme, reagiere ich auch böse.

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  16. von Alex am 17.02.2010 (14:03 Uhr)

    @Frank Vorwald eine Agentur, bei der Webstandards und Barrierefreiheit nicht default gesetzt sind, sollte den Laden dicht machen und ihre Mitarbeiter zum Arbeitsamt in die Umschulung schicken. Mangelnde Kompetenz und mangelndes Fachwissen kann nun wahrlich keine Entschuldigung dafür sein, daß die Einhaltung von Webstandards Mehrkosten verursacht - auch wenn es das in der Realität in dem Bereich oft ist. Barrierefreiheit ist übrigens seit 11 Jahren genauso ein Standard wie die Standards zu HTML oder XHTML. Daß sich das Bewußtsein dafür erst jetzt durchsetzt, ist durch nichts zu entschuldigen. Die betreffenden Agenturen und Webdesigner hatten wahrlich genug Zeit.

    Das will ich als allgemeines Statement verstanden haben, das sich explizit nicht auf die hier tätig gewordene Agentur bezieht.

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  17. von Fritz Weisshart am 17.02.2010 (14:10 Uhr)

    @Joern
    "Valides" (X)HTML ist diskutierbar.
    -> http://w7t.de/Q

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  18. von berti.vogts am 17.02.2010 (14:24 Uhr)

    Interessante Diskussion. Wie oben schon angemerkt ist es ein Streit zwischen Webstandards und der alltäglichen Agenturarbeit. Klar, das sollte sich gegenseitig ergänzen – macht es aber oft nicht. Persönlich wundert es mich aber, dass Godwin’s law bislang noch nicht erwähnt wurde ;)

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  19. von Martin Kliehm am 17.02.2010 (14:42 Uhr)

    Im voraus Entschuldigung für die Polemik, aber: Webstandards sind die Grundlage für die professionelle Arbeit einer Webagentur, was denn sonst? Als Maurer muss ich mich eben mit Steinen und Mörtel auskennen, als Webentwickler mit Webstandards, als Web-Consultant mit der Zielgruppe, als Webdesigner mit Wahrnehmbarkeit für die Zielgruppe, und als Informationsarchitekt muss ich den richtigen Inhalt auswählen (nicht einfach alle historischen Dokumente). Irgendwie haben die hier alle versagt. Und nun wird darüber diskutiert, dass es völlig OK ist, Menschen mit Behinderungen zu diskriminieren und die Reichweite der Website künstlich zu beschränken, nur weil man nicht verklagt werden kann? Das ist mir unbegreiflich.

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  20. von Sylvia Egger am 17.02.2010 (14:48 Uhr)

    Da ich zuerst nur die Kommentare gelesen habe, hatte ich erwartet, dass der Artikel inhaltlich auf Webstandards und Barrierefreiheit Bezug nimmt.

    Was er aber in keinem Fall macht. Es handelt sich mehr um die Darstellung von Features wie Solr und vor allem um das Backend. Das Frontend - etwa Templating - wird gar nicht erwähnt.

    Sieht man sich den Relaunch an, stellt sich mir aufgrund der Wichtigkeit für die Nutzer natürlich die Frage der Barrierefreiheit. Sieht man sich die quellcodetechnische Umsetzung an, ist aber klar, dass auch auf Webstandards und Semantik nur bedingt Wert gelegt wurde.

    Man kann jetzt natürlich weiter über die fehlenden Standards und Barrierefreiheit diskutieren, aber - soweit mir das jetzt durch die Seite und den Artikel erläutert wurde, war das niemals die Intention.

    Das ist schade und im Fall einer Apothekenportalseite völlig unzureichend.

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  21. von Jan Christe am 17.02.2010 (14:50 Uhr)

    Nachdem dieser Artikel hier ja nun sehr engagiert diskutiert wird, möchte ich kurz darstellen, wie unsere (t3n) Sicht der Dinge ist.

    Wir haben uns primär dafür entschieden, einen Showcase-Artikel von apotheken.de im t3n Magazin Nr. 17 zu veröffentlichen, weil bei dem Projekt die neue TYPO3-Extension Solr zum Einsatz kommt, die ziemlich neu und sehr vielversprechend ist, da sie die TYPO3-Standard-Suche extrem verbessert und beschleunigt (mehr dazu in t3n Nr. 19).

    Den Faktor Barrierefreiheit haben wir bei der Auswahl des Themas ehrlich gesagt vernachlässigt bzw. nicht beachtet. Das war ein Fehler, das kann man nicht anders sagen und da brauchen wir auch nicht drum herum zu reden. Zwar ist es grundsätzlich erstmal ein Thema, dass der Kunde mit seiner umsetzenden Agentur klären muss, aber natürlich hat t3n den Anspruch, nur Projekte vorzustellen, die technologisch fortschrittlich umgesetzt wurden. In Bezug auf das Grundsystem war das in diesem konkreten Case (TYPO3 + Solr) sicher der Fall, in Puncto Barrierefreiheit nicht. Wir hätten also zumindest im Artikel deutlich darauf hinweisen müssen, dass das Projekt keinen Fokus auf das Thema Barrierefreiheit hatte. Das haben wir versäumt.

    Im Rückblick muss ich sagen, dass wir das Thema Barrierefreiheit hätten besser checken sollen. Wir sind hier zugegebenermaßen bislang etwas schwach aufgestellt gewesen, haben mit unserem neuen Kollegen David Maciejewski mittlerweile aber einen kompetenter Verfechter von Webstandards an Bord und geloben hier Besserung.

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  22. von Grundgesetzgütiger am 17.02.2010 (16:25 Uhr)

    @Jan Christe: Das Versäumnis sehe ich weniger auf Eurer Seite. Im Gegenteil, ich finde es gut, wenn Ihr kontroverse Themen aufgreift und diesen Debatten eine Plattform bietet. Dass man sich streitet, zeigt ja zumindest, dass man über das gleiche redet, und es für relevant genug hält. Das ist auch journalistisch und ökonomisch wertvoll, denn PR-Bla-Bla gibt es genug.

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  23. von Der Caspers am 17.02.2010 (17:02 Uhr)

    Zu Kommentar #47 (»Der Grossteil der Informationen, die auf der Oberfläche zu sehen ist, wird über Code erzeugt, der 10 Jahre alt ist und wo barrierefreiheit, geschweige denn CSS ein Thema war.«):

    Auch das ist falsch und kann auch ohne Hintergrundwissen über die Innereien des Projekts widerlegt werden. Die »Informationen, die auf der Oberfläche zu sehen« sind, stehen in einem Codegerüst, das auf dem YAML-Framework aufbaut. Dieses Framework gibt es noch keine 10 Jahre. Insofern muss irgendwer beim aktuellen Relaunch Hand an den Code gelegt haben, sonst wäre da dieses Framework nicht drin. Und genau dabei hat dann irgendwer bei den Teaserboxen auf der Startseite eine hartverdrahtete Höhe in Pixeln eingebaut (.tdw {height: 200px;} in der content.css), die eine effektive Schriftskalierung verhindert. Erzähl' mir nicht dass das schon seit 10 Jahren so hartverdrahtet im Content steht.

    Und jetzt versuch' bitte nicht wieder abzukanzeln und zu behaupten dass ich keine Ahnung von nix hätte - mein Name steht bei YAML in den Credits, ich habe also ein ganz kleines bisschen Ahnung von dem was ich hier schreibe. Und ich müsste mir schon richtig Mühe geben in ein solches (von Hause aus eigentlich schon sauberes und zugängliches) Framework einen derartigen Murks einzubauen.

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  24. von Peter Rozek am 17.02.2010 (17:09 Uhr)

    Der Relaunch zeigt aus meiner Sicht vortrefflich, dass Barrierefreiheit in der deutschen Agenturlandschaft immer noch nicht angekommen ist. Offensichtlich hat es der ausführenden Agentur nicht nur an Know-how in Webstandards gefehlt. Schaut man sich die Website etwas genauer an, finden sich elementare Fehler in der Semantik. Ordentliche Semantik, Label-Elemente und Alt-Attribute sind gutes Handwerk und ein guter Frontend-Entwickler sollte dies umsetzen können. In der Summe der gemachten Fehler hat die ausführende Agentur ihre Inkompetenz offen zu schau gestellt.

    Leittragende ist der Kunde! Offensichtlich hat die Agentur eine Kuh gefunden, die man schön melken kann. Barrierefreiheit wird ja erst in der zweiten Phase umgesetzt und dass für wahrscheinlich viel Geld. Der Kunde sollte sich lieber überlegen die Agentur in Regress zu nehmen. Vermutlich ist das Pflichten- und Lastenheft ebenfalls so schlecht formuliert, dass die Agentur aus dem Schneider ist.

    Die Aussage: Barrierefreiheit war keine explizite Forderung, ist doch gelinde gesagt ein Witz. Zumal dann noch nachgeschoben wird, Barrierefreiheit wird erst in Phase 2 angegangen. Entschuldigung das ich hier anfangen muss zu lachen. Wenn ich bei http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=11060 das Zitat eines Verantwortlichen lesen kann: "Barrierefreiheit? Das sagt mir jetzt gar nichts". Die Aussagen muss nicht weiter kommentiert werden.

    Aussagen zu Budget, Zeitvorgaben und Funktionsumfang werte ich eher als peinlichen Versuch der Schadensbegrenzung.

    Barrierefreiheit ist doch kein Thema, was man nachgelagert umsetzten kann. Barrierefreiheit gehört bereits in die Konzeptionsphase. Barrierefreiheit richtig geplant und umgesetzt ist dann auch kein Kostenfaktor, der das Budget sprengt. Das ist schon lange bekannt und auch von fähigen und Kompetenten Leuten nachgewiesen.

    Auch wenn die ursprüngliche Intention des Artikels durch die vielen Kommentare eine völlig andere Wendung gekommen hat. Zeigt sich das tolle Features nicht alles sind und nicht unbedingt eine gute Website ausmachen.

    Zusammengefasst hat die Agentur in ihrer Funktion versagt und der Kunde wurde schlecht beraten.

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  25. von Grundgesetzgütiger am 17.02.2010 (17:22 Uhr)

    @ Peter Rozek: Sei nicht so streng - das ist so deutsch. Sehen wir es so: Die Welt ist schlecht, damit wir sie besser machen, und der Apotheker Verlag hat uns allen eine Chance gegeben, etwas zu lernen.

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  26. von brx am 17.02.2010 (18:16 Uhr)

    Hallo,

    Mein kleiner Beitrag zum Barrierefreiheit-Flamewar:
    Meiner direkten Erfahrung nach besitzen beeinträchtige Menschen in den meisten Fällen sehr leistungsstarke, moderne Rechner und Screenreader die sehr 'intelligent' sind. Ein fehlendes alt-Attribut ist für einen beeinträchtigten User im Internet kein Problem.
    Ich habe das Gefühl das es in der Diskussion hier um die Verteidigung eines Dogmas geht, das erinnert mich irgendwie an einen Religionskrieg. Ich denke man muss die Sache Barrierefreiheit pragmatisch sehen und nicht blind Regeln folgen die in den 90er Jahren aufgestellt wurden.

    Gruß aus Wien,
    Boris

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  27. von brx am 17.02.2010 (18:31 Uhr)

    Hallo,

    Eine Frage interessiert mich brennend:

    Ist schonmal jemand von euch gemeinsam mit einem blinden Menschen vor seinem Rechner gesessen und hat ein paar Webseiten abgesurft?

    +1 / -1 als Antwort

    Tät mich über Antworten freuen!
    Cheers!

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  28. von lab am 17.02.2010 (18:32 Uhr)

    Ohne die Grundaussage, dass hier nicht optimal gearbeitet wurde, in Frage zu stellen, halte ich nichts von Aussagen wie "Barrierefreiheit kostet nichts extra".

    Das lässt sich nur aufrecht halten, wenn man Barrierefreiheit nahezu ausschließlich auf die Quellcode-Qualität beschränkt.
    Wie sieht es denn mit den Inhalten aus? Leichte Sprache, barrierefrie PDFs oder andere Medien, Video- oder Audiomaterial? Bekommt man das auch barrierefrei ohne Kosten? Schon die sinnvolle und technisch sehr einfache Auszeichnung von Bildern mit Alternativtexte _kostet Zeit_. Für ein Bild nicht so viel aber bei einigen tausend Bildern kommen da auch ein paar Stündchen zusammen...
    Wie sieht es mit dynamischen Anwendungen aus - wie viele der hier Anwesenden können ohne Testing sicher sagen, wie sich dynamische Applikationen, die über einen simplen Slider hinausgehen in der Mehrzahl der Screenreader anhören?
    Wie gesagt, das geht vielleicht ein wenig am aktuellen Fall vorbei, weil
    a) hier tatsächlich grundlegende, einfache Dinge falsch sind und
    b) der Kunde das erforderliche Budget hätte bereit stellen sollen (notfalls auf andere Dinge hätte verzichten)
    aber wer meint, einen umfassenden Ansatz von Barrierefreiheit zu Nullkosten realisieren zu können, macht sich (und seinen Kunden) etwas vor.

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  29. von Eric Eggert am 17.02.2010 (18:37 Uhr)

    @brx, ja. Mehrmals. Und dann merkt man auch, dass selbst der modernste Screenreader ein Bild nicht interpretieren kann, wenn nicht (per alt-Attribut) dran steht was es ist. Kann dir nur empfehlen man den Accessibility-Stammtisch von Accessible Media zu besuchen, der ca. 1x pro Monat stattfindet, da gibt es immer umfangreiche Infos und Kontakt mit Leuten, die tatsächlich täglich Screenreader nutzen: http://ya.tl/cPQgcK

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  30. von Der Caspers am 17.02.2010 (19:13 Uhr)

    @Lab, du kennst die folgenden Beispiele?

    Case Study of Accessibility Benefits: Legal & General Group (L&G)
    http://www.w3.org/WAI/bcase/legal-and-general-case-study

    Case Study of Accessibility Benefits: Tesco
    http://www.w3.org/WAI/bcase/tesco-case-study

    Brinck, T. Return on Goodwill: Return on Investment for Accessibility . In Cost-Justifying Usability, Randolph G. Bias, Deborah J. Mayhew, eds. 2005. Example calculation gives a market increase of 8% and ROI of 2.4:1.
    http://www.w3.org/WAI/bcase/resources.html#roi

    Und das altbekannte Gegenbeispiel:
    Target.com Accessibility
    http://webaim.org/blog/target-com-accessibility/ ?

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  31. von lab am 17.02.2010 (19:57 Uhr)

    @brx +1

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  32. von lab am 17.02.2010 (20:56 Uhr)

    @brx
    + 1 für die Frage nach der Screenreadernutzung, ansonsten eher -1 zum Posting davor.
    Natürlich sind blinde Nutzer, die oft und viel im Netz unterwegs sind, einiges gewöhnt und kommen auch erstaunlich gut mit mangelhaften Seiten zu Recht. Das gilt aber nicht für alle Nutzer und ist absolut keine Entschuldigung, es ihnen unnötig schwer zu machen.

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  33. von Frank Vorwald am 17.02.2010 (21:25 Uhr)

    Hier groß auf Webstandards rumreiten und aber nicht wissen worum es im Artikel eigentlich geht... Im Ansatz und in Bezug auf den Apotheker-Verlag ist die Barrierefreiheitsdiskussion nicht falsch, aber für mich ist dies hier alles am Ende doch nur ein Flamewar der von validitäts Fanatikern angestoßen worden ist. Wie gesagt nicht falsch, aber ein komisches, oberlehrerhaftes Vorgehen mit dauerhaft unsympathischen unterton. Vor allem nix neues dabei, in dem ganzen Gefasel... Das die Site nich valide ist, weiß doch selbst mein Azubi im ersten Lehrjahr. Das ist hier im Artikel auch nicht der Punkt wie von Frau Egger richtig angemerkt. Darüber streiten, dass es besser wäre, wenn eine Apotheken Site besser barierefrei wäre, muß man nicht.

    Schaut Euch doch besser mal Apache Solr an, das eigentlich spannende Thema an dem Relaunch und im Vergleich zu allen anderen Suchsystematiken der Hit!

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  34. von ausi am 17.02.2010 (22:25 Uhr)

    @brx dass die meisten beeinträchtigten Menschen neueste Rechner und Software benutzen würde ich nicht unbedingt sagen (Quelle: http://blog.aperto.de/?p=635 Punkt 9)
    -1 zur Frage. Ich beschäftige mich erst seit kurzer Zeit mit Barrierefreiheit, und habe auch noch keine barrierefreie Website erstellt. Aber ich teste meine Seiten schon seit langem ohne CSS und javascript auf Funktion und Sinnhaftigkeit.

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  35. von Wolfgang Wiese am 17.02.2010 (22:56 Uhr)

    Schade.
    Da wird ein vielversprechendes T3-Plugin durch eine unprofessionelle Umsetzung einer Website mit in den Dreck gezogen.
    Mich würde nur interessieren, wer diese 4 Agenturen waren. :P


    Aber zur Sache mit Solr: "30.000" Seiten? Ich gehe mal davon aus, daß damit unique URLs gemeint sind. Das ist doch für große Webauftritte nun nicht gerade etwas besonderes?
    Wo ist diese Lösung denn besser als die Verwendung von einer "normalen" Suchmaschinenlösung wie beispielsweise MNoGoSearch?
    (Ok, mit einer Zahl von 30.000 Seiten kann man Homepagebastler und Juristen beeindrucken... Aber ich denke mal, wer schon mit Webauftritten zu tun hatte von größeren Organisationen, dürfte da nur drüber lächeln.)

    Hier aber wird noch extra TomCat benötigt um ein javabasiertes Aplet zu haben. Somit kommt es zur Nutzung von weiteren Technologien die betreut werden müssen neben der T3-Installation.
    Sprich: Die Admins müssen am Ende nur nicht Typoskript können, sondern auch Java.

    Ist das nicht etwas teuer im Unterhalt?

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  36. von ingorenner am 18.02.2010 (12:33 Uhr)

    @Wolfgang Die genauen Details der Installation kenne ich nicht, aber sicher sind 30 000 Seiten auch für Solr nicht viel. Für eine Indexed Search jedenfalls wäre da das Ende schon längst erreicht. Ob nun Solr, MNoGoSearch oder auch Sphinx, das kommt doch wie immer auf den jeweiligen Fall und das Projekt an. Soweit mir bekannt (Achtung, möglicherweise nur Halbwissen), legen MnoGo und Sphinx ihre Indexe in einer DB ab.(?)
    Solr basiert hier auf dem mächtigen Lucene Kern, ich denke auf Apache Projekte ist hier gut verlass. Als Apache Projekt gibt es auch ein großes Ökosystem von Schwesterprojekten um Lucene herum die alle super miteinander funktionieren. So stellt Solr etwa einen dedizierten Suchserver dar wie FAST oder Google Mini in den man aus verschiedenen Quellen / Anwendungen indizieren kann und aus einer zentralen Oberfläche (in diesem Fall TYPO3) durchsuchen kann. Nutch bietet die Möglichkeit Crawler auch für fremde Websites zu realisieren, Tika dient zur Metadaten und Contentextraktion.
    Ein weiteres gites Bsp ist t3n, hier werden Inhalte aus den unterschiedlichen Portalen indiziert und zentral durchsucht.
    Weitere Punkte für Solr sind vor allem die Leistungsfähigkeit und der Funktionsumfang. Facettierte Suche, Boosting, Content Elevation, Geo Search, Replikation, flexibles Indexschema...

    Zum Thema Tomcat; wer sagt das sich der gleiche Admin um TYPO3 und Tomcat kümmern muss? Zum anderen haben wir die Erfahrung gemacht, dass wenn der Tomcat einmal läuft er keines großen Pflegeaufwands bedarf.

    Das kurz zum Thema Solr, bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

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  37. von lab am 18.02.2010 (17:03 Uhr)

    @Tomas
    Zumindest die beiden W3C-Sachen kenne ich.
    Die stehen aber nicht im Gegensatz zu dem, was ich schrieb. Da ist von Kosten von £35.000 (Tesco) die Rede und im anderen Fall von ROI in 12 Monaten, was ja zumindest ein Investment voraussetzt.

    Aussage der Case Studies: Barrierefreiheit kostet Geld, lohnt sich aber auf die lange Sicht. (Gilt im übrigen generell für Qualität...)

    Genau meine Meinung.

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  38. von multimedia garten am 23.02.2010 (16:21 Uhr)

    Warum sich Webstandards, Semantik und Barrierefreiheit nicht durch setzen…

    http://www.multimedia-garten.de/pinnwand/webstandards-durchsetzen/

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