von Thomas Krabichler, 01.09.2009

Online-Payment: Drei gute Gründe, einen Payment-Service-Provider zu nutzen

Aus dem
t3n Magazin Nr. 17

Jetzt kaufen

Ein Payment-Service-Provider (PSP) ist ein Unternehmen, das die technische Anbindung eines Onlineshops an Zahlungsdienstleister wie Kreditkarten-Acquirer oder Banken realisiert. So lässt sich nicht nur der Aufwand für die Integration und Abwicklung unterschiedlicher Zahlungsarten deutlich senken, Online-Händler können auch von Dienstleistungen wie Risikomanagement oder Inkasso profitieren und werden von den Sicherheitsanforderungen der Kreditkartenunternehmen entlastet.

Wer im elektronischen Handel erfolgreich sein will, muss auch sicherstellen, dass die Zahlungsabwicklung reibungslos abläuft. Dazu gehört, dass die angebotenen Zahlungsverfahren von den Kunden akzeptiert und damit Kaufabbrüche vermieden werden, dass die Kosten für die Zahlungsabwicklung so gering wie möglich gehalten werden und dass es zu möglichst wenig Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfällen kommt. Damit sich Online-Händler voll auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können, nämlich das Verkaufen, werden sie hierbei von Payment-Service-Providern unterstützt.

Mehr Zahlungsverfahren = mehr Bestellungen

Wie die Studie „Erfolgsfaktor Payment“ im Rahmen des Projekts „E-Commerce-Leitfaden“ (www.ecommerce-leitfaden.de) zeigt, wirkt sich das Angebot an Zahlungsverfahren in einem Webshop erheblich auf die Kaufabbruchsquote aus. Wird nur die Zahlung per Vorkasse angeboten, brechen vier von fünf Kunden den Kauf ab und suchen nach einem anderen Anbieter mit attraktiveren Zahlungsmöglichkeiten. Da zunehmend mehr Anbieter mit einem Webshop im Internet vertreten sind, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch fündig.

Zu den aus Kundensicht attraktiven Zahlungsmöglichkeiten gehört vor allem die Zahlung per Rechnung, Lastschrift oder Kreditkarte. So sinkt die Kaufabbruchsquote bei Integration der Zahlung per Rechnung im Durchschnitt um 80 Prozent, bei der Zahlung per Lastschrift oder Kreditkarte sind es jeweils etwa 60 Prozent. Werden zusätzlich zur Vorkasse beispielsweise auch Rechnung und Kreditkarte angeboten, so steigt die Zahl der Bestellungen der Studie „Erfolgsfaktor Payment“ zufolge um über 400 Prozent.

Integrations- und Abwicklungskosten senken

Die Integration zusätzlicher Zahlungsmöglichkeiten bedeutet jedoch immer auch zusätzlichen Aufwand, zum Beispiel für Vertragsverhandlungen und die technische Anbindung. Durch die Nutzung eines Payment-Service-Providers lässt sich dieser Aufwand deutlich senken. Quasi „auf Knopfdruck“ lassen sich neue Zahlungsmöglichkeiten zu- oder auch wieder abschalten. So kann jeder Händler selbst herausfinden, welche Zahlungsverfahren bei seiner individuellen Klientel am besten ankommen und sein Zahlungsportfolio fortlaufend optimieren. Über die Software-Lösungen der Payment-Service-Provider lassen sich zudem Prozesse wie die Einreichung von Zahlungsdaten oder die Erstellung von Berichten automatisieren und damit die Abwicklungskosten für die einzelnen Zahlungsverfahren so gering wie möglich halten.

Ein Payment-Service-Provider steht im Mittelpunkt des Zahlungsflusses und kümmert sich unter anderem um die Zahlungsverrechnung mit der Bank des Kunden und des Händlers. (Quelle: www.ecommerce-leitfaden.de)

Ein Payment-Service-Provider steht im Mittelpunkt des Zahlungsflusses und kümmert sich unter anderem um die Zahlungsverrechnung mit der Bank des Kunden und des Händlers. (Quelle: www.ecommerce-leitfaden.de)

Seite:  1 2

Empfohlene Artikel

2 Antworten

  1. von Online-Payment: Drei gute Gründe, einen… 12.02.2010 (09:10Uhr) 1.

    [...] Informationen dazu gibt es in unserem Artikel aus t3n Magazin Nr. 17, der jetzt kostenlos im Heftarchiv verfügbar ist. Zudem kann man t3n Nr. 17 für 9,80 Euro inklusive Versand in unserem Shop bestellen. Ein [...]

  2. von Payment Service Provider: gut fürs Onli… 23.08.2010 (16:35Uhr) 2.

    [...] vom Forschungs- und Beratungsinstitut ibi research an der Universität Regensburg führt auf t3n.de drei gute Gründe dafür [...]

Deine Meinung


(wird nicht veröffentlicht)