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CMS-Check: Ein Blick in die Zukunft von WordPress, TYPO3, Joomla und Drupal

Aus dem
t3n Magazin Nr. 30

12/2012 - 02/2013

Wer seine Website auf einem Open-Source-CMS aufbauen will, landet meist bei , , oder . Aber wie unterscheiden sich die aktuellen Versionen? Unterstützen sie und Tablets? Und wohin entwickeln sie sich in der Zukunft? Vier offizielle Experten geben einen Einblick.

CMS-Check: Ein Blick in die Zukunft von WordPress, TYPO3, Joomla und Drupal

Die Wahl eines Open Source CMS ist eine grundlegende Entscheidung, die gut überlegt sein will. Dabei kommt es jedoch nicht nur auf den aktuellen Stand der Entwicklungen an. Die Geschichte der Systeme und die Agilität der Entwickler-Community verraten viel über ihr künftiges Potenzial. Vier Experten geben einen Einblick in Drupal 8, Joomla 3, TYPO3 Neos und WordPress 3.5.

Drupal

Für das Major-Release Drupal 8 arbeitet die Entwickler-Community an mehreren zentralen Initiativen. Dazu gehören das Konfigurationsmanagement, der native Mobile- und HTML5-Support oder die einfachere Bedienung. Für Entwickler interessant: Drupal integriert das Symfony-Framework in den neuen Core. Das macht Drupal zu einem REST-Framework, das viele unterschiedliche Anfragen verarbeiten kann. Drupal 8 soll die Schwachpunkte voriger Versionen beseitigen und das neue Major-Release soll so zu einem extrem leistungsfähigen, an mobilen Anwendungen orientierten CMS werden. Dazu kommt die Optimierung der Sprach-Features und Autoren-Tools. Ein Beispiel: Die Autorenfunktion Spark [1] – eine Distribution von Drupal, die die Autorenprozesse für Drupal 7 verbessert und den Test auf echten Sites ermöglicht. Derlei Verbesserungen sollen direkt in Drupal 8 einfließen, vor allem bei Tools für Inline-Content-Editing und Responsive-Layout-Building.

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Die Distribution Spark soll die Autorenprozesse in Drupal deutlich verbessern und Tests direkt auf echten Sites ermöglichen.

Distributionen & Engagement Management

Ein weiterer Fokus sind Distributionen, also maßgeschneiderte Softwarepakete mit vorkonfigurierten Features und Funktionen für spezifische Site-Typen und Anwendungsfälle. Dazu zählen Drupal-Distributionen für Geschäftsanwendungen, E-Learning, Social Communities, Event-Management, Publishing und Customer-Relationship-Management. Diese vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten machen Drupal für ganz neue Zielgruppen interessant.

Ein weiterer wichtiger Trend ist das Web-Engagement-Management, vor allem für Chief Marketing Officers in Unternehmen. Mit Funktionen wie User-Tracking, Multi-Channel-Publishing und Echtzeit-Analysen können sie personalisierte Web-Erlebnisse schaffen. Das heißt, sie können das Verhalten ihrer Nutzer analysieren, Rückschlüsse auf deren Präferenzen ziehen und somit entsprechend zugeschnittene Inhalte empfehlen und anzeigen. Bisher ist dieser Trend eher bei größeren Organisationen zu sehen. Aber er wird sich auch auf kleinere Seiten übertragen. Die Integration findet über Web Services statt – ein großes Thema, das die Entwickler in Drupal 8 umsetzen.

Tablet- & Touch-optimierte Websites

Das mobile Web ist ebenfalls ein großes Thema. Deshalb will das Entwicklerteam Drupal zu einem der besten Frameworks für mobile Webanwendungen machen. Dementsprechend haben die Entwickler eine ganze Reihe von Initiativen für die Entwicklung mobiler Anwendungen (Web Services Initiative) und Websites (HTML5 Initiative, Design Initiative) auf den Weg gebracht. Die Forschungen und Prototypen münden dann in Features wie Responsive-Grid-Systeme, Responsive-Image-Support und bessere Support-Möglichkeiten für native mobile Anwendungen.

Für mobile Anwendungen kann man Drupal als unabhängige Datenquelle einsetzen. Entwickler können komplett native Anwendungen (für iOS in Objective C oder Java, für Android in Java) umsetzen oder Hybrid-Apps (Titanium oder PhoneGap). Zudem bietet Drupal vorkonfigurierte CRUD-APIs mit dem Services-Modul. Diese Funktionalität lässt sich auch ganz einfach erweitern. Im Moment können Entwickler mit Drupal 7 Touch-optimierte Interaktionen realisieren, indem sie ein Drupal-Theme überschreiben und direkt mit einem HTML5 Doctype arbeiten. Drupal 8 wird HTML5 sowie responsive Inhalte und Layouts standardmäßig unterstützen. Das neue Release wird auch für die Frontend-Entwicklung und die Entwicklung von Service-basierten Web-Applikationen optimiert sein.

Fazit

Drupal soll in den nächsten drei bis fünf Jahren an die Spitze der Web-Innovationen gebracht werden. Mobile Support, Web-Engagement-Management und spezialisierte Distributionen spielen hier eine wichtige Rolle. Und die Macher können dabei noch tatkräftige Unterstützung gebrauchen: von der Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit über die Internationalisierung (Lokalisierung) bis hin zum Support bei der mobilen Entwicklung oder dem Konfigurationsmanagement [2].

Der Autor
dms fd669daf45bb0238abcd358ac689790a Der gebürtige Belgier Dries Buytaert ist Gründer und Leiter des Drupal-Projekts und Präsident der Drupal Association. Darüber hinaus ist er der Mitbegründer und Chief Technology Officer von Acquia, dem Unternehmen hinter Drupal, das Drupal-Produkte und damit verbundene Dienstleistungen vertreibt.
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13 Antworten
  1. von DD am 07.12.2012 (18:49 Uhr)

    Was soll diese Überschrift? Es steht nur was zu Dupal!! Sorry, das ist Mist!

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  2. von frank.specht am 07.12.2012 (19:07 Uhr)

    Hi DD,

    schätze, Du hast die Buttons zu den weiteren Beiträgen am Artikelende übersehen.

    Gruß Frank

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  3. von Stephan Luckow am 07.12.2012 (19:48 Uhr)

    Danke für den Artikel, der in die Zeit passt. Wer sich für einen direkten Vergleich von Open-Source-CMSse interessiert, merkt sich die CeBIT 2013 vor. Aktuell 10 Open-Source-CMSse planen einen Gemeinschaftsstand auf der CeBIT. Supporte dein CMS. http://www.cms-garden.org

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  4. von Alexander Sibert am 07.12.2012 (19:56 Uhr)

    Ich habe so ziemlich alle gängigen Content-Management-Systeme an Kunden getestet. Wordpress ist einfach zu bedienen. Man läuft hier natürlich Gefahr, mit diversen Drittanbieter Plugins viele offene Sicherheitslücken zu präsentieren und viele Plugins sind von der Programmierung her nicht gerade fabelhaft. Ich persönlich würde Wordpress nur für reine Blogs verwenden.

    Drupal gehört zu den Enterprise CMS Systemen schlechthin und bietet schon vom Core heraus hohe Sicherheits-Standards, was die wichtigsten Module auch beibehalten. Drupal hat eine aktive weltweite Community, sehr viele brauchbare Module und das Ökosystem und Modulentwicklungsablauf sind vorbildlich. Man hat Maintainers, automatisierte Tests, Bugtracker, Issue Tracker, offene Roadmap, Dokumentationen, Statistiken und dev, alpha, rc, beta, stable Releases Unterteilung. Die Module ergänzen sich zudem einander. Man wird selten erleben, dass man doppelte Module und Funktionen vorfindet, wie es zum Beispiel bei Wordpress der Fall ist. Des Weiteren wird bei Drupal zwischen normalen und Sicherheits-Updates unterschieden. Wenn man es richtig macht, ist Drupal schon jetzt in Version 7 einfach zu bedienen. Für Blöcke wie individuelle News braucht man keine PHP Kenntnisse mehr, sondern macht dies einfach mit Views. Negative Seiten, aber es hat sich deutlich gebessert, sind verfügbare Templates für Drupal. Viele Wordpress Themes gibt es jetzt auch für Drupal. Außerdem ist die Entwicklung von Templates, mittlerweile dank Community, Forum und Dokumentationen einfach, sofern man es verstanden hat. Ich finde es sogar einfach als bei Wordpress. Zudem ist Drupal, sofern man es richtig bau, einfach zu bedienen. Ferner gibt es jetzt auch Drupal Commerce für eCommerce Lösungen. Gerade das Spark, Drupal Commerce und Symfony werden Drupal nochmal richtig stärken.

    Mit TYPO3 habe ich nicht sehr viel am Hut gehabt. Oft hört man, dass Kunden die Komplexität des Backends bemängeln, was dann aufwendige Schulungen mit sich bringt. Auch ist TYPO3 eher in Deutschland/EU bekannt und sehr selten in den USA beispielsweise vorzufinden. Die Performance von TYPO3 und Ausbaufähigkeit sollen aber exzellent sein, sofern man das Wissen dazu hat.

    Joomla kann man nur für kleine Homepages empfehlen. Ich finde das System zu statisch aufgebaut. Ich habe mit Joomla mal vor Jahren gearbeitet, aber danach nie mehr angefasst.

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  5. von david.karich am 08.12.2012 (00:02 Uhr)

    Warum kaufe ich mir eigentlich noch das Print-Magazin, wenn keine zwei Wochen nach Erscheinung die Artikel schon kostenlos online veröffentlicht werden?

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  6. von Benjamin_Wagener am 08.12.2012 (00:56 Uhr)

    @david.karich: Um vielleicht mit zu gewährleisten, dass diese Artikel auch weiterhin geschrieben werden?

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  7. von Benjamin_Wagener am 08.12.2012 (01:38 Uhr)

    Ich fände es toll, wenn man bei diesem Vergleich auch mal weniger verbreitete CMS-Lösungen berücksichtigen würde, welche bei einigen Profis aber doch sehr beliebt sind, wie z.B. ModX oder ProcessWire.

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  8. von Thorsten Klöhn am 09.12.2012 (07:44 Uhr)

    Ich finde die Artikel sehr gut schrieben.

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  9. von Micha am 10.12.2012 (10:16 Uhr)

    Meiner Meinung nach fehlt im Artikel eindeutig CONTAO als aufstrebendes CMS!

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  10. von Luca Caracciolo am 10.12.2012 (11:22 Uhr)

    @David Karich: Besonders bei Artikeln mit hohem Aktualitätsbezug veröffentlichen wir diese auch recht zeitnah online – macht einfach Sinn, weil sie in ein paar Monaten veraltet sind. Dies betrifft aber nur eine geringe Anzahl der Print-Artikel - der Magazinkauf lohnt also nach wie vor. ;)

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  11. von Marcus Graf am 10.12.2012 (14:41 Uhr)

    Muss sagen, dass ich nach wie vor ein großer Fan von Wordpress bin. Typo3 ist viel zu komplex für Kunden, Drupal ist nicht schlecht, aber kann mit der Community von Wordpress nicht mithalten. Joomla kann ich persönlich nicht leiden, ist aber geschmackssache.

    Gerade Wordpress ist super erweiterbar, biete viele Anpassungsmöglichkeiten. Den meisten Kunden reicht Wordpress für ihre Seiten völlig. Es gibt wenige Seiten die wirklich so komplex werden, dass sich dort Typo3 oder Drupal rentiert.

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  12. von Benjamin_Wagener am 10.12.2012 (14:45 Uhr)

    @Marcus Graf: Bei vielen würde aber auch so ein unkompliziertes CMS wie ProcessWire reichen, welches noch einfacher als Wordpress ist. Wenn Bloggen nicht das Kernziel ist, dann ist ProcessWire definitiv ein Blick wert.

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  13. von hexabinaer am 21.02.2013 (11:13 Uhr)

    Es wurde oben schon erwähnt, aber da es offenbar ein großes Interesse am Vergleichen gibt, möchte ich nochmal auf das Projekt CMS-Garden hinweisen, das auf der CeBIT (5.-9. März 2013) einen 90-Quadratmeter-Messestand "bespielen" wird:

    CMS-Garden ist ein Non-Profit-Projekt, bei dem 13 Open-Source-CMS das gemeinsame Interesse verfolgen, Open Source einem breiten Publikum als vielfältige Alternative zu proprietärer Software vorzustellen. Dem direkten Vergleich (der ausdrücklich willkommen ist) stellen sich Drupal, Joomla!, TYPO3, Contao, Plone, WordPress, REDAXO, django CMS, OpenCMS, Scientific CMS, Papaya, Contenido, und Magnolia. MODX wird bei künftigen Aktionen auch dabei sein.

    Am Messestand stehen viele ehrenamtliche Berater/innen bereit (viele davon Entwickler, alle Anwender), Eure Fragen zu beantworten und Vorteile/Nachteile für individuelle Projekte zu bewerten.

    http://www.cebit.de/produkt/cms-garden/364109/Y215047#productDescription

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