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CMS-Check: Ein Blick in die Zukunft von WordPress, TYPO3, Joomla und Drupal

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Aus dem
t3n Magazin Nr. 30

12/2012 - 02/2013

CMS-Check: Ein Blick in die Zukunft von WordPress, TYPO3, Joomla und Drupal

TYPO3

Die wichtigste Neuerung im TYPO3-Universum ist sicherlich die Veröffentlichung des neuen CMS Neos, das ehemals unter dem Codenamen Phoenix entwickelt wurde und langfristig die Nachfolge vom aktuellen TYPO3 CMS antreten soll. Mit Neos – was auf Griechisch soviel wie neu, frisch, revolutionär oder auch ungewöhnlich bedeutet – hat sich ein passender Name für das technologisch hochmoderne CMS gefunden, das den jetzigen Zweig von (ab November in Version 6.0) künftig ablösen soll. Neos wurde auf der achten Internationalen TYPO3-Konferenz im Oktober 2012 in Version 1.0 Alpha 1 vorgestellt und wird zügig weiterentwickelt werden.

typo3 neos frontend editing
TYPO3 Neos bringt viel Neues, unter anderem ein Frontend-Editing.

Im Zuge dessen gab es auch bei anderen TYPO3-Produkten ein Rebranding und Renaming: TYPO3 wurde zur Dachmarke erhoben. Das heißt, alle Produktnamen erhalten nun ergänzend die Bezeichnung „TYPO3“ – ähnlich wie dies auch bei der Apache Foundation mit Apache Solr, Apache Lucene, Apache Hadoop und anderen der Fall ist. FLOW3 heißt damit „TYPO3 Flow“, das Deployment-Tool „TYPO3 Surf“, die Templating Engine „TYPO3 Fluid“, das bisherige CMS „TYPO3 CMS“ – und das neue CMS konsequenterweise „TYPO3 Neos“. Will man den engen Bezug zu TYPO3 nicht besonders herausstellen, kann man aber auch weiterhin einfach nur den Produktname nutzen (also Neos, Flow oder Fluid).

Da war es nur folgerichtig, auch das TYPO3-Logo anzupassen: Das Grün fällt weg, so dass das Logo nun monochrom im klassischen TYPO3-Orange auftritt, und zwar für alle TYPO3-Produkte. Die verschiedenen Produkte der TYPO3-Familie werden nun also nicht mehr mit verschiedenen Logo-Farben geführt, wie das etwa bei FLOW3 der Fall war.

Neos-Features

So viel zum Rebranding. Doch natürlich kommen mit Neos auch etliche neue Features ins Spiel. Das wohl offensichtlichste neue Feature von Neos ist die Möglichkeit, Content extrem einfach zu bearbeiten. Ein eingeloggter Redakteur kann jetzt den Text der Website einfach anklicken und direkt mit der Bearbeitung beginnen, ohne dass sich ein externer Editor öffnet. Auch im Bereich Semantic Web kann Neos punkten, denn die wichtigsten Funktionalitäten dafür sind bereits eingebaut. Für TYPO3-CMS-Nutzer wichtig: Das CMS und Neos sollen sich immer weiter annähern, so dass ein Wechsel von TYPO3 CMS zu Neos künftig schnell und einfach zu machen sein wird.

Neues in TYPO3 6.0

TYPO3 CMS – das uns neben Neos sicher noch viele Jahre als Flagship-Produkt begleiten wird – wird am 27. November 2012 in der nächsten Version 6.0 veröffentlicht. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört der so genannte File Abstraction Layer (FAL), der eine Abstraktion zwischen File Handling aus TYPO3-Sicht versus Betriebssystemsicht bringt: Files können dann etwa in der Cloud gespeichert werden, ohne dass das für TYPO3 ein Unterschied ist. Für Amazon S3 und WebDAV gibt es bereits entsprechende Treiber. Damit liegt FAL als eine Treiberschicht zwischen TYPO3 und den Dateien und kümmert sich transparent um die Dateiverarbeitung.

Breaking Changes

Mit dem Sprung auf die Major-Release-Nummer 6.0 – die Version 5.0 wurde nach 4.7 wegen Neos ausgelassen – bringt TYPO3 auch einige sogenannte Breaking Changes mit sich. Lange Zeit war eine größtmögliche Rückwärtskompatibilität in der TYPO3-Community eine wichtige Maxime. Mit dem jetzigen Release hat sich das geändert. Vor allem die Umstellung des gesamten TYPO3 Core auf Namespaces bringt viele Umbrüche. Aber es gibt eine Kompatibilitätsschicht, mit der man auch nach der Namespace-Einführung die alten PHP-Klassennamen verwenden kann. Extensions funktionieren also auch ohne Umstellung. Das bedeutet, dass man vor dem 6.0-Release von TYPO3 keine Namespace-Integration in Extensions einbauen muss. Da sich jedoch API-Calls geändert haben, müssen langfristig viele Extensions im TER nachgerüstet werden. Dieses Upgrade auf das PHP-5.3-Feature Namespaces war jedoch aus Kompatibilitätsgründen zu Neos und Flow notwendig und wird allgemein begrüßt. Extension-Autoren sollten die nötigen Änderungen an ihren Extensions möglichst noch vor dem Release von TYPO3 6.0 vornehmen.

TYPO3 und Tablets

Mit der zunehmenden Verbreitung von und Tablets steht natürlich auch die Frage im Raum, ob und wie sich Tablet- sowie Touch-optimierte Websites mit TYPO3 erzeugen lassen. Dank exzellentem Templating-System haben Entwickler mit TYPO3 CMS und TYPO3 Neos keine Probleme. Auch das Zusammenspiel mit Responsive-Frameworks wie Foundation, YAML, Bootstrap und anderen ist mit TYPO3 möglich. Selbst für neuere Ansätze wie Responsive-Images gibt es bereits TYPO3-Extensions, die zu den verschiedenen Varianten einer Website die jeweils passende Bildversion ausliefern.

Die Autoren
dms efb3c1ac441fbbf30f7b99b3c8d19edb Søren Schaffstein (links) ist Geschäftsführer bei der dkd Internet Service GmbH in Frankfurt am Main und Pressesprecher der TYPO3 Association. Sacha Storz ist Business Developer bei der TechDivision GmbH und Mitglied des TYPO3-Editorial- und TYPO3-Certification-Teams.

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13 Antworten
  1. von DD am 07.12.2012 (18:49Uhr)

    Was soll diese Überschrift? Es steht nur was zu Dupal!! Sorry, das ist Mist!

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  2. von frank.specht am 07.12.2012 (19:07Uhr)

    Hi DD,

    schätze, Du hast die Buttons zu den weiteren Beiträgen am Artikelende übersehen.

    Gruß Frank

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  3. von Stephan Luckow am 07.12.2012 (19:48Uhr)

    Danke für den Artikel, der in die Zeit passt. Wer sich für einen direkten Vergleich von Open-Source-CMSse interessiert, merkt sich die CeBIT 2013 vor. Aktuell 10 Open-Source-CMSse planen einen Gemeinschaftsstand auf der CeBIT. Supporte dein CMS. http://www.cms-garden.org

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  4. von Alexander Sibert am 07.12.2012 (19:56Uhr)

    Ich habe so ziemlich alle gängigen Content-Management-Systeme an Kunden getestet. Wordpress ist einfach zu bedienen. Man läuft hier natürlich Gefahr, mit diversen Drittanbieter Plugins viele offene Sicherheitslücken zu präsentieren und viele Plugins sind von der Programmierung her nicht gerade fabelhaft. Ich persönlich würde Wordpress nur für reine Blogs verwenden.

    Drupal gehört zu den Enterprise CMS Systemen schlechthin und bietet schon vom Core heraus hohe Sicherheits-Standards, was die wichtigsten Module auch beibehalten. Drupal hat eine aktive weltweite Community, sehr viele brauchbare Module und das Ökosystem und Modulentwicklungsablauf sind vorbildlich. Man hat Maintainers, automatisierte Tests, Bugtracker, Issue Tracker, offene Roadmap, Dokumentationen, Statistiken und dev, alpha, rc, beta, stable Releases Unterteilung. Die Module ergänzen sich zudem einander. Man wird selten erleben, dass man doppelte Module und Funktionen vorfindet, wie es zum Beispiel bei Wordpress der Fall ist. Des Weiteren wird bei Drupal zwischen normalen und Sicherheits-Updates unterschieden. Wenn man es richtig macht, ist Drupal schon jetzt in Version 7 einfach zu bedienen. Für Blöcke wie individuelle News braucht man keine PHP Kenntnisse mehr, sondern macht dies einfach mit Views. Negative Seiten, aber es hat sich deutlich gebessert, sind verfügbare Templates für Drupal. Viele Wordpress Themes gibt es jetzt auch für Drupal. Außerdem ist die Entwicklung von Templates, mittlerweile dank Community, Forum und Dokumentationen einfach, sofern man es verstanden hat. Ich finde es sogar einfach als bei Wordpress. Zudem ist Drupal, sofern man es richtig bau, einfach zu bedienen. Ferner gibt es jetzt auch Drupal Commerce für eCommerce Lösungen. Gerade das Spark, Drupal Commerce und Symfony werden Drupal nochmal richtig stärken.

    Mit TYPO3 habe ich nicht sehr viel am Hut gehabt. Oft hört man, dass Kunden die Komplexität des Backends bemängeln, was dann aufwendige Schulungen mit sich bringt. Auch ist TYPO3 eher in Deutschland/EU bekannt und sehr selten in den USA beispielsweise vorzufinden. Die Performance von TYPO3 und Ausbaufähigkeit sollen aber exzellent sein, sofern man das Wissen dazu hat.

    Joomla kann man nur für kleine Homepages empfehlen. Ich finde das System zu statisch aufgebaut. Ich habe mit Joomla mal vor Jahren gearbeitet, aber danach nie mehr angefasst.

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  5. von david.karich am 08.12.2012 (00:02Uhr)

    Warum kaufe ich mir eigentlich noch das Print-Magazin, wenn keine zwei Wochen nach Erscheinung die Artikel schon kostenlos online veröffentlicht werden?

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  6. von Benjamin_Wagener am 08.12.2012 (00:56Uhr)

    @david.karich: Um vielleicht mit zu gewährleisten, dass diese Artikel auch weiterhin geschrieben werden?

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  7. von Benjamin_Wagener am 08.12.2012 (01:38Uhr)

    Ich fände es toll, wenn man bei diesem Vergleich auch mal weniger verbreitete CMS-Lösungen berücksichtigen würde, welche bei einigen Profis aber doch sehr beliebt sind, wie z.B. ModX oder ProcessWire.

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  8. von Thorsten Klöhn am 09.12.2012 (07:44Uhr)

    Ich finde die Artikel sehr gut schrieben.

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  9. von Micha am 10.12.2012 (10:16Uhr)

    Meiner Meinung nach fehlt im Artikel eindeutig CONTAO als aufstrebendes CMS!

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  10. von Luca Caracciolo am 10.12.2012 (11:22Uhr)

    @David Karich: Besonders bei Artikeln mit hohem Aktualitätsbezug veröffentlichen wir diese auch recht zeitnah online – macht einfach Sinn, weil sie in ein paar Monaten veraltet sind. Dies betrifft aber nur eine geringe Anzahl der Print-Artikel - der Magazinkauf lohnt also nach wie vor. ;)

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  11. von Marcus Graf am 10.12.2012 (14:41Uhr)

    Muss sagen, dass ich nach wie vor ein großer Fan von Wordpress bin. Typo3 ist viel zu komplex für Kunden, Drupal ist nicht schlecht, aber kann mit der Community von Wordpress nicht mithalten. Joomla kann ich persönlich nicht leiden, ist aber geschmackssache.

    Gerade Wordpress ist super erweiterbar, biete viele Anpassungsmöglichkeiten. Den meisten Kunden reicht Wordpress für ihre Seiten völlig. Es gibt wenige Seiten die wirklich so komplex werden, dass sich dort Typo3 oder Drupal rentiert.

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  12. von Benjamin_Wagener am 10.12.2012 (14:45Uhr)

    @Marcus Graf: Bei vielen würde aber auch so ein unkompliziertes CMS wie ProcessWire reichen, welches noch einfacher als Wordpress ist. Wenn Bloggen nicht das Kernziel ist, dann ist ProcessWire definitiv ein Blick wert.

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  13. von hexabinaer am 21.02.2013 (11:13Uhr)

    Es wurde oben schon erwähnt, aber da es offenbar ein großes Interesse am Vergleichen gibt, möchte ich nochmal auf das Projekt CMS-Garden hinweisen, das auf der CeBIT (5.-9. März 2013) einen 90-Quadratmeter-Messestand "bespielen" wird:

    CMS-Garden ist ein Non-Profit-Projekt, bei dem 13 Open-Source-CMS das gemeinsame Interesse verfolgen, Open Source einem breiten Publikum als vielfältige Alternative zu proprietärer Software vorzustellen. Dem direkten Vergleich (der ausdrücklich willkommen ist) stellen sich Drupal, Joomla!, TYPO3, Contao, Plone, WordPress, REDAXO, django CMS, OpenCMS, Scientific CMS, Papaya, Contenido, und Magnolia. MODX wird bei künftigen Aktionen auch dabei sein.

    Am Messestand stehen viele ehrenamtliche Berater/innen bereit (viele davon Entwickler, alle Anwender), Eure Fragen zu beantworten und Vorteile/Nachteile für individuelle Projekte zu bewerten.

    http://www.cebit.de/produkt/cms-garden/364109/Y215047#productDescription

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