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t3n 38

Entspannung am Arbeitsplatz: So wirkt ihr dem Stress entgegen

    Entspannung am Arbeitsplatz: So wirkt ihr dem Stress entgegen

(Foto: kallejipp / Photocase)

In den letzten Jahren haben sich nicht nur die Rahmenbedingungen der Arbeit, sondern auch die Anforderungen an die Beschäftigten grundlegend geändert. Gerade die Digitalbranche ringt mit ständiger Erreichbarkeit, Multitasking und den Ablenkungen des Netzes. Wie bleiben wir trotzdem entspannt und fokussiert?

Um Herausforderungen im Beruf gut meistern zu können, brauchen wir neben fachlichen und persönlichen Kompetenzen vor allem ein gesundes Maß an Ausgeglichenheit. Denn unter Stress arbeiten wir weniger produktiv – und das wiederum erhöht früher oder später den Druck. Wer sich diesem Teufelskreis entziehen will, muss frühzeitig gegensteuern, oder besser noch: vorbeugen.

Stress: Nicht immer schädlich

Zunächst die gute Nachricht: Im Alltag ist ein gewisses Maß an Anspannung und Stress absolut notwendig und gesund! In bestimmten Situationen muss der Körper einfach schnell und hochkonzentriert funktionieren und reagieren – beispielsweise bei wichtigen Terminen mit Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden, im Straßenverkehr oder in Gefahrensituationen. Stress hat damit eine eindeutig positive Facette und bewirkt darüber hinaus, dass wir uns bestimmten Herausforderungen stellen, Neues lernen und uns weiterentwickeln können.

Wichtig ist aber, dass die Anspannung nicht dauerhaft als anstrengend oder überfordernd wahrgenommen wird. Denn wenn aus dem akuten Stress ein chronischer wird, drohen körperliche Folgen. Im schlimmsten Fall kommt es durch eine dauerhaft hohe Konzentration an Stresshormonen im Blut sogar zur Schädigung von Hirnarealen.

Wie schnell und wie stark jemand unter Stress leidet, hängt dabei übrigens auch von seiner Wahrnehmung der gegebenen Situation ab. Während die eine Person sich bereits unwohl und unter Druck gesetzt fühlt, betrachtet eine andere die identische Situation möglicherweise als Herausforderung, in der sie zeigen kann, was in ihr steckt.

Stress entsteht vor allem im Kopf. Genauer gesagt: in der Kombination aus Stressoren, also äußeren Impulsen wie Aufgaben und Terminen, und ihrer subjektiven Bewertung. Im Umkehrschluss heißt das für euch: Über die eigene Einstellung könnt ihr zumindest einen Teil des negativen Stresses vermeiden. „Das kann ich nicht, das habe ich noch nie gemacht!“ versus „Wow, eine spannende Herausforderung – toll, dass mir das zugetraut wird.“ Diese Umkehr von Sichtweisen ist allemal einen Versuch wert.

Grundsätzlich gilt: Auf die Balance kommt es an. Daueranspannung würde Überforderung und Krankheiten hervorrufen, nur Entspannung bedeutet Unterforderung und Langeweile. Was heißt das für euren Alltag? Koppelt herausfordernde Arbeitssituationen unbedingt mit Erholungsphasen. Und seid euch bewusst, dass es nach den Erholungsphasen wieder neue Herausforderungen braucht, damit Weiterentwicklung stattfinden kann.

Mittagspause mit den Kollegen im Park? Das lädt die Akkus ganz anders wieder auf, als das Sandwich vor dem Computerbildschirm. (Foto: simonthon / Photocase)
Mittagspause mit den Kollegen im Park? Das lädt die Akkus ganz anders wieder auf, als das Sandwich vor dem Computerbildschirm. (Foto: simonthon / Photocase)

Erholungsphasen im Office-Alltag

Wie können nun kleinere – oder auch größere – Erholungsphasen im Arbeitsalltag aussehen? Jeder von uns tickt hier ein wenig anders, sodass es nicht das Wundermittel gegen Stress schlechthin gibt. Die Grundlage zur Erhaltung unserer Stressresistenz ist aber allgemeingültig: Das Wissen darum, was mir persönlich gut tut und in puncto Entspannung und Erholung für mich gut funktioniert.

Natürlich sind wir im Verlauf des Arbeitstages oft fremdgesteuert durch verschiedenste interne und externe Termine. Umso wichtiger ist es, sich zu überlegen, wie und wann man Freiräume nutzen kann: Wie zeitlich flexibel kann ich zum Beispiel Arbeitsbeginn und Arbeitsende gestalten, sodass es meinem Biorhythmus als „Früher Vogel“ oder „Späte Eule“ entspricht? Wie verbringe ich längere Pausen, um bestmöglich abzuschalten und neue Energie zu tanken – allein oder mit Kollegen, draußen oder in der Kantine? Wann und wie integriere ich darüber hinaus kleine „Verschnaufpausen“ in meinen Tagesablauf, in denen ich kurz den Konzentrations-Akku aufladen kann?

Ein großer Hebel für mehr Balance im Büro-Alltag liegt auch in der körperlichen Fitness. Ohne eine gestärkte Muskulatur können geistige Anspannung und körperliche Verspannung einander schnell bedingen. Wer zu wenig trinkt oder zu schwer isst, spürt deutliche negative Auswirkungen auf seine Konzentrationsfähigkeit. Hier sorgen oftmals schon kleine Routinen für große Unterschiede: Jede sich bietende Gelegenheit zur Bewegung nutzen, Obst und Wasser bereitstellen, um nicht zur Schokolade zu greifen und so weiter.

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