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Erfolgsfaktor Usability: Worauf Online-Shops achten sollten

Aus dem
t3n Magazin Nr. 25

09/2011 - 11/2011

Usability gehört inzwischen zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren einer Website, denn neben der Auffindbarkeit in Suchmaschinen ist vor allem die Attraktivität der Website und eines Onlineshops ausschlaggebend für den Erfolg. Dazu gehört neben guten Produktpreisen auch ein umfangreiches Sortiment, eine leicht zu bedienende Navigation, eine gute Kaufberatung und hohe Zuverlässigkeit. Aber auch „weiche“ Faktoren wie ein ansprechendes Design und der Spaßfaktor sollen den Umgang mit einem Shopsystem zu einem Erlebnis werden lassen.

Erfolgsfaktor Usability: Worauf Online-Shops achten sollten

(Foto: misterQM/ photocase)

Die Erwartungen von potenziellen Käufern an Onlineshops steigen kontinuierlich. Vor allem Shops mit einem vergleichbaren Sortiment müssen sich gut positionieren – also beim Besucher mit einem guten Konzept auftreten. Das Shopdesign und der visuelle Eindruck sind dabei von entscheidender Bedeutung. Denn aus dem Shopdesign lesen potenzielle Kunden viel heraus: wirkt der Shop teuer oder eher billig, wirkt er vertrauenserweckend, hip oder gar bieder.

Ein passendes Webdesign sorgt für den passenden ersten Eindruck. Es ist zudem der Grundstein für eine gute Usability. Diese ist für den Besucher zwar nicht wirklich sichtbar, denn er merkt schnell, ob er die gesuchten Produkte leicht findet oder nicht. Die Enttäuschung bei einem gut gestalteten Shop, der umständlich zu bedienen ist, ist dabei deutlich größer als bei einem schlechten Shop, dem man ohnehin keinerlei Kompetenz zutraut.

Unterschiedliche Usertypen beachten

In einem Onlineshop gibt es viele unterschiedliche Besuchertypen, über die sich der Shopbetreiber Gedanken machen sollte. Jeder dieser Typen hat unterschiedliche Ziele, unterschiedliche E-Commerce-Erfahrungen und unterschiedliche Produktkenntnisse. Für jeden dieser Typen muss es daher bereits auf der Startseite die richtige Ansprache geben.

Der Zielkäufer ist ein Besuchertyp, der bereits exakte Vorstellungen vom Produkt hat. Er sucht ein konkretes Produkt und kennt Produktname, Hersteller oder vielleicht sogar die Artikelnummer des Herstellers. Ein Zielkäufer will nicht aufgehalten werden und möglichst schnell zum Ziel kommen. Für diese Besuchertypen werden heute aufwändig gestaltete Megadropdowns gebaut, die per Mouseover herunterklappen und verschiedene Unterkategorien aufzeigen. So kann der Zielkäufer Ebenen überspringen und gelangt schnell zur passenden Produktgruppe.

Lange war der Zielkäufer der vermeintlich einzige Käufertyp im Internet. Viele Besucher wollen aber inzwischen richtig „shoppen“. Sie brauchen Ideen, Inspirationen und Anreize – eine Herausforderung für die Startseite und an ein gutes Design. Emotion ist das Stichwort, das hinsichtlich des Designs viele Tore öffnet. Denn über gut gestaltete Teaser und ansprechende Aktionen lassen sich Besucher gezielt inspirieren.

Mit emotionalem Design – wie hier bei design 3000 – lassen sich Besucher zum Shoppen einladen.
Mit emotionalem Design – wie hier bei design 3000 – lassen sich Besucher zum Shoppen einladen.

Ein weiterer Besuchertyp ist der Schnäppchenjäger. Auch er sollte die Elemente finden, die ihn animieren und ihm bestätigen, dass er im richtigen Shop ist. Ob ein Shop eher günstig oder teuer wirkt, macht dabei einen sehr wichtigen Unterschied. Bei vielen Shops sind zudem Einstiege über Marken, Preisspannen oder bestimmte Top-Seller sinnvoll. Grundsätzlich sollte man sich über alle denkbaren Besuchertypen gedanken machen und diese so präzise wie möglich skizzieren, um die eigene Shopklientel genauer zu definieren und den Shop dahingehend zu optimieren.

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Eine Antwort
  1. von acid21 am 14.08.2013 (09:53 Uhr)

    Ja, Inspiration wird für den Onlineshop-User immer wichtiger. Aber auch für den Online-Händler - denn der freut sich über wachsende Umsätze. Ein Beispiel: Es kann eine Bewertungsfunktion eingebaut werden und das erhaltene User-Feedback für eine passende Filteroption wiederverwertet werden. So können Kunden auf Produkte aufmerksam gemacht werden, die anderen Usern auch gefallen. Eine weitere Option sind übersichtliche und freundlich designte Themenportalen innerhalb des Onlineshops. Viele Shopbetreiber könnten auch ganz einfach die meistverkauften Produkte ansprechend präsentieren.

    In punkto Usability-Optimierung, Konzeption und Wireframes/Mock-Ups beraten auch gerne erfahrene Onlineshop-Agenturen wie ACID21 in Berlin und Münster --> http://www.acid21.com

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