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t3n 28

ERP für Shopsysteme: Mehr als nur Warenwirtschaft

ERP-Systeme sind weit mehr als nur Warenwirtschaftssysteme, sondern eignen sich auch zur Kundenbindung und Finanzbuchhaltung. Die Nutzung von ERP lohnt sich prinzipiell für Onlineshops – egal ob klein oder groß. Allerdings sollten Onlinehändler Shopsystem und ERP nicht unabhängig voneinander betreiben, sondern beide Lösungen miteinander verschmelzen.

Eine Begriffserklärung außerhalb von Wikipedia und Walldorf zu den drei Buchstaben ERP ist durchaus sinnvoll. Der Begriff Enterprise Ressource Planning (Unternehmensweite Ressourcenplannung) nützt in dieser Form dem deutschen Familienunternehmer genauso wenig, wie dem Startup aus der Uni. Allerdings ist die meist genutzte deutsche Übersetzung, dass WWS (also das Warenwirtschaftssystem) auch nicht umfassend genug. Ein klassisches Warenwirtschaftssystem kennt sich eigentlich nicht mit Kundenbindung und Finanzbuchhaltung aus. Vielmehr vereint ERP ein Auftrags-, Artikel-, Lager-, Kunden-, Lieferanten, Mitarbeiter-, Einkaufs-, Finanzbuchhaltungs- und Controllingsystem mit umfassenden Anpassungsmöglichkeiten.

Diese Art von System zu finden, mit dem Händler ihre gesamten Warenflüsse vom Einkauf bis zum Verkauf steuern, das die nötige Lagerverwaltung und das richtige Kundenmanagement mitbringt, und das am Ende eine vernünftige Abschlussbilanz bildet, ist eine Herkulesaufgabe.

Old Economy vs. Startup

Integrierte Shop- und ERP-Lösungen finden sich immer noch selten. Die wenigen, die funktionieren, sind meist voneinander unabhängige Systeme, die mittels rudimentärer Schnittstellen aller Art irgendwie zusammenarbeiten. Da gibt es den Shop, der seine Aufträge an ein Warenwirtschaftssystem übergibt, das Warenwirtschaftssystem, das Lagerbestände an den Webserver weitergibt und da gibt es Sachbearbeiter, die die Aufträge vom Websystem ins Warenwirtschaftssystem abtippen (auch das ist eine Schnittstelle). Wie man diese Ansätze sinnvoll verbessern und optimieren kann, muss man mit Hilfe einer intensiven Beratung ermitteln.

Besteht eine Firma seit langem und verkaufte diese ihre Produkte über die damals üblichen Vertriebswege wie Kataloge, Vertreter oder Ladengeschäft, verfügt das Unternehmen in den meisten Fällen auch über ein ERP-/Warenwirtschaftssystem – ob nun ein professionelles Standardprodukt, ein branchentypisches Nischenprodukt oder gar die selbsterstellte Lösung aus Visual Basic, Access, Excel und Word. Basiert die Gründung des Geschäfts auf einer Startup-Idee, kann man davon ausgehen, dass am Anfang das Web war. Erst eBay, dann Amazon, parallel die eigene Website und das erste kleine Shopsystem bis hin zum großen Shop inklusive Clustern.

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Eine Reaktion
Pintiles
Pintiles

Ich würde den Artikel von 2012 gerne lesen! Die Ausgabe 28 kann ich leider nicht kaufen, der Onlineshop scheint defekt (Fehler 500). Können Sie den Artikel bitte veröffentlichen?

Ich würde mich sehr darüber freuen!

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