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F-Commerce: 3 Wege, um Facebook als Vertriebskanal zu nutzen

Aus dem
t3n Magazin Nr. 28

06/2012 - 08/2012

bietet Unternehmen mit seinen über 800 Millionen Nutzern ein riesiges Potenzial. Da liegt es nahe, dass Shopbetreiber das soziale Netzwerk auch für den Verkauf Ihrer Produkte nutzen wollen. Wir stellen drei F-Commerce-Lösungen vor, mit denen sich Onlineshops innerhalb von Facebook betreiben lassen.

F-Commerce: 3 Wege, um Facebook als Vertriebskanal zu nutzen

Zynga ist ein Paradebeispiel dafür, wie Unternehmen Facebook für ihre Zwecke nutzen können. Die Firma nutzt Facebook als Plattform für Online-Games und generiert dort beachtliche Umsätze. Was Zynga bei den Online-Games gelungen ist, versuchen andere Unternehmen im E-Commerce zu reproduzieren, indem sie Facebook als zusätzlichen Vertriebskanal nutzen.

Was ist eigentlich F-Commerce?

Beim geht es darum, das soziale Netzwerk Facebook zu nutzen und dort den eigenen zu integrieren. Dabei können Unternehmen zum einen direkte Verkäufe generieren und abwickeln. Facebook ermöglicht hier technisch die komplette Abbildung des Verkaufsprozesses. Zum anderen können Händler den Facebook-Shop auch als eine Art Schaufenster nutzen und entsprechende Querverweise auf den eigenen Onlineshop herstellen.

Erfolgreich verkaufen auf Facebook

Die technischen Möglichkeiten für den eigenen Onlineshop auf Facebook sind zweifelsfrei gegeben. Dennoch stellen sich viele Unternehmen die Frage, ob und wie man erfolgreich Produkte innerhalb des sozialen Netzwerks verkaufen kann. Aufgrund des großen Hypes in den vergangenen Monaten haben sich viele Unternehmen für einen Facebook-Shop entschieden und diesen zum Teil auch schnell wieder geschlossen. So titelte das E-Commerce-Blog ecommerce-lounge.de kürzlich bereits „Bedeutet F-Commerce “Fail”-Commerce?“ [1], da große und nennenswerte Erfolge für viele Unternehmen bislang ausblieben.

Aus den Negativberichten per se darauf zu schließen, F-Commerce sei ein Flop, wäre allerdings vermessen. Wie so oft kommt es auch beim F-Commerce auf die Produkte und die anvisierte Zielgruppe an, denn die Rahmenbedingungen an sich stimmen. Facebook verfügt gerade in Deutschland über eine enorm hohe Verbreitung und die Nutzer verbringen täglich sehr viel Zeit in dem sozialen Netzwerk. Warum sollten sie sich in dieser Zeit nicht auch um Einkäufe kümmern? Auch wenn Unternehmen zum Teil ihr Engagement heruntergefahren haben, existieren in Deutschland weiterhin zahlreiche Unternehmen, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

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Der Shop von redcoon verwendet die F-Commerce-Lösung ShopShare.
Unabhängig davon, für welche Variante man sich entscheidet – es finden sich entsprechende Lösungen sowohl für den kompletten Onlineshop wie auch für die Schaufenster-Variante, die einem beim Aufbau des Facebook-Shops unterstützen können.

ShopShare

Bei der Lösung von ShopShare [2] handelt es sich um einen vollständigen Onlineshop, der sich nahtlos in Facebook integriert. [Update: 8. Januar 2013] Shopshare wurde im August 2012 von zadego übernommen. [/Update] Ein besonderes Merkmal ist die Möglichkeit einer Trusted-Shops-Zertifizierung, die sich positiv auf die Conversion-Rate auswirken kann.

Darüber hinaus verfügt ShopShare über alle Grundfunktionen und Möglichkeiten, die man für einen Onlineshop benötigt. So stehen verschiedene Zahlungsarten für den Bestellvorgang bereit und auch die Nutzung mehrerer Sprachen ist möglich. Das Design kann man zusätzlich an die eigene Corporate-Identity anpassen. Für die Erfolgskontrolle stehen darüber hinaus Reports zur Verfügung. Sollte man Hilfe benötigen, kann der Shopbetreiber zusätzliche Consulting-Dienstleistungen in Anspruch nehmen. ShopShare findet nach Angabe des Anbieters ohne Probleme Anschluss an weitere Systeme wie Magento oder Oxid eShop.

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Conrad Electronic setzt auf Facebook keinen vollwertigen Shop ein, sondern bildet lediglich den eigenen Produktkatalog ab.

Ondango

Eine weitere F-Commerce-Lösung bietet Ondango [3]. Die Software bildet den kompletten Verkaufsprozess von der Produktauswahl über den Bezahlvorgang komplett über Facebook ab. Für die Realisierung stehen verschiedene Bezahlmethoden, mehrere Sprachen und weitere Shop-Grundfunktionalitäten zur Verfügung. Interessant sind bei Ondango hierbei vor allem die Maßnahmen zur Verkaufsförderung. Neben Rabattierungsmöglichkeiten kann man zusätzlich Daily Deals erstellen. Bei einem Daily Deal handelt es sich um ein Angebot, das nur an einem bestimmten Tag zur Verfügung steht. Dank dieser Funktionalität können Shopbetreiber direkt auf Facebook Deals abbilden und somit zum einen neue Fans gewinnen, zum anderen zusätzliche Umsätze generieren. Einen durchaus gelungener Referenz-Shop hat das Unternehme RoQua mit Odango erstellt.

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6 Antworten
  1. von Arne am 28.12.2012 (09:52 Uhr)

    Da werden meine Kunden ja hocherfreut sein, wenn deren Kaufverhalten von einem Dritten genaustens analysiert wird. Muss man das in der AGB reinschreiben: "Bei einem Ladenbesuch sind vor dem Kauf alle Daten inklsuive Bilder an der Kasse abzuliefern!"
    Was hat der Kunde davon? Er zahlzt doppeltz: Mit Geld und mit seinen Daten!

    Pfiad Euch!

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  2. von Lars Budde am 02.01.2013 (15:58 Uhr)

    @Martin Es sind mittlerweile mehr als 1 Milliarde aktive Nutzer pro Monat, soweit die offizielle Zahl. Da es sich hier um einen Magazinartikel aus der t3n 28 handelt, ist auch die Zahl im Artikel veraltet.

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  3. von Tom_B am 08.01.2013 (10:29 Uhr)

    Schön, wieder mal was über F-Commerce zu lesen! Ich muss mich allerdings fragen, wann die Informationen zum Artikel recherchiert beziehungsweise zuletzt geprüft worden sind. ShopShare gibt es beispielsweise bereits seit August 2012 nicht mehr als eigenständiges Produkt, sondern nur noch als Teil von zadego. Auch der Screenshot des redcoon-Shops kann nicht mehr ganz taufrisch sein, da redcoon schon im Frühjahr 2012 auf ein 810 Pixel breites Shop-Template umgestellt hat.

    @Arne: von welchem "Dritten" sprichst Du? Facebook kann es kaum sein, da die Shop-Software als App unabhängig von Facebook arbeitet und keinerlei Daten an Facebook weitergibt. Dein Kaufverhalten kennt also nur der Händler - und das tat er auch bereits vor den Facebook-Shops.

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  4. von Lars Budde am 08.01.2013 (14:47 Uhr)

    @Tom_B Der Magazinartikel stammt aus der t3n 28, die im Mai 2012 erschienen ist. Wir veröffentlichen Magazinartikel grundsätzlich zeitversetzt online, dafür aber kostenlos. Ab und zu müssen wir deshalb auch veraltete Zahlen und Informationen in Kauf nehmen. Trotzdem vielen Dank für die Info, ich füge die Info zu ShopShare ein.

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  5. von Tom_B am 08.01.2013 (15:26 Uhr)

    @Lars Danke für die die Aktualisierung und den Hinweis, dass der Artikel im Original bereits ca. ein halbes Jahr alt ist. Alleine aus Gründen des Alters des Artikels fände ich als Leser, der auf News-Seiten und Blogs tendenziell eher aktuelle Informationen erwartet, es hilfreich, wenn solche älteren Artikel auch mit dem Datum der Erstveröffentlichung gekennzeichnet würden anstatt nur mit dem Datum des Online-Releases. Aber diese Entscheidung bleibt natürlich Euch überlassen! :-)

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  6. von Lars Budde am 09.01.2013 (13:55 Uhr)

    @Tom_B: Wir setzen hier im Magazinteil statt des Vorschaubildes unterhalb der Überschrift einen Verweis auf die entsprechende Ausgabe, also in diesem Fall: „Aus dem
    t3n Magazin Nr. 28“. Das wir an dieser Stelle nicht deutlich genug kommunizieren, gebe ich aber weiter. Vielleicht lässt sich da ja noch etwas drehen. Vielen Dank für dein Feedback!

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