von Jan Tißler, 02.12.2008

Cultured Code aus Stuttgart über die Entwicklung von „Things“: „Man braucht eine gute Vorstellung vom Kern des Programms“

Aus dem
t3n Magazin Nr. 14

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Manche Features fehlen bewusst, beispielsweise Ordner und Unterordner für die Projekte. „Wenn man sich organisiert, muss man aufpassen, dass man sich nicht überorganisiert“, sagt Werner Jainek. So gab es ganz in den Anfängen des Programms durchaus die Möglichkeit, Ordner anzulegen. Man habe aber festgestellt, dass dadurch die Aufgaben schlechter wiederzufinden sind. Deshalb bleiben allein die Projekte und Bereiche, um Aufgaben wegzusortieren. „Wir haben immer wieder Anfragen von Nutzern deswegen“, sagt Werner Jainek. „Aber wenn sie Things erst einmal eine Weile ausprobiert haben, vermissen sie es nicht mehr und sind sogar froh, dass wir es genau so gemacht haben.“

Ein anderer Bereich, in den ganz sichtbar Zeit und Mühe investiert wird, ist das Design bis hin zum einzelnen Icon. Christian Krämer ist derjenige mit der kreativ-künstlerischen Ader im Team. Er erstellt zunächst handgezeichnete Entwürfe, die werden gemeinsam besprochen, verschiedene Varianten durchprobiert. Als nächstes werden die besten Ideen mit Photoshop umgesetzt. „Wir schauen drauf und fragen uns: Funktioniert das so, wie wir uns das vorgestellt haben? Ist es so übersichtlich, wie wir wollen?“ Im Zweifel geht die Diskussion wieder von vorn los.

Dabei wäre es für die Macher von Cultured Code sicher einfacher, würden sie Things einfach mit allem ausstatten, was die Nutzer wünschen und die erste Idee umsetzen. Und während andere eine halbfertige Version als 1.0 auf den Markt werfen, lassen sie sich Zeit. Viel Zeit. Fast zwei Jahre sind vergangen, seit sich die Vier mit ihrer Vision das erste Mal zusammengesetzt haben. Dank des iPhones von Apple können sie sich das inzwischen sogar leisten – im doppelten Wortsinn.

Und dann kam der AppStore

Wie hier bei der iPhone-App stehen am Anfang der Entwicklung Skizzen und Zeichnungen auf Papier.

Wie hier bei der iPhone-App stehen am Anfang der Entwicklung Skizzen und Zeichnungen auf Papier.

Als klar wurde, dass künftig jeder fürs iPhone Programme schreiben kann, war Cultured Code sofort klar, dass sie dabei sein wollten. Denn wann fallen einem viele Dinge ein? Eben: Wenn man unterwegs ist. „Gerade für einen Aufgabenmanager ist es der ideale Ort, auf dem Handy zu sein“, sagt Werner Jainek. Eine schwierige Entscheidung hatte das Team aber dennoch zu treffen: Sollte man erst die Desktop-Version fertigstellen? Oder wollte man möglichst schnell auf den iPhone-Zug aufspringen?

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