Anfang Juli meldete das W3C, dass die Arbeiten an XHTML 2 Ende 2009 eingestellt werden [1] und man sich stattdessen auf HTML 5 konzentrieren will. Letzter Stand dabei ist ein Entwurf vom 21. Juli 2009 [2]. Mit HTML 5 kommen einige neue Elemente ins Spiel, die einer Webseite mehr Semantik verleihen. Bisher ist es dem Browser egal, ob ein Teil der Webseite mit einem <div id="navigation"> ausgezeichnet ist. Neue Elemente wie <nav>, <article>, <aside> oder <footer> zeichnen den Abschnitt nun aber auch semantisch als Navigation, als Artikel, als Nebenspalte oder als Fußzeile aus.
Das <input>-Element wird durch neue Attribute erweitert. Das Feld erwartet beispielsweise bei type="date" ein Datum, bei type="email" eine E-Mail-Adresse und bei type="url" eine absolute URL. So kann bereits der Browser prüfen, ob die Eingabe dem gewünschten Format entspricht beziehungsweise den User bei der Eingabe unterstützen. Ein kurzer Test einiger Attribute in Opera 9 [3] zeigt etwa, dass der Browser dem Nutzer einen Kalender zur Verfügung stellt, wenn das Input-Feld ein Datum erwartet. So braucht man dem Nutzer nicht erst erklären, in welchem Format er das Datum eingegeben muss. Browser, die das neue Attribut nicht verstehen, stellen ein einfaches Textfeld zur Verfügung, das dann natürlich nicht die Vorteile von HTML 5 bietet. Charmant ist auch der Doctype von HTML 5, der sich auf ein einfaches <!DOCTYPE html> beschränkt. Bei all den neuen Elementen und Attributen ist aber auch eine Reihe von Formaten in HTML 5 nicht mehr erlaubt. Bei den Elementen sind das zum Beispiel <big>, <strike> oder <tt>, die ohnehin besser per CSS umgesetzt werden. Ebenso fallen <frame>, <frameset> und <noframe> weg – aus Gründen der Usability und Accessibility. Weil <abbr> und <acronym> immer wieder für Verwirrung sorgen, fällt nun auch das <acronym> ganz weg.





![HTML5 im Realitäts-Check [Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-378000_html5-hype-vs-reality-feat_medium.jpg)