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Box-Gründer Aaron Levie im Interview: Der Mann, der Microsoft in die Knie zwingt

Aus dem
t3n Magazin Nr. 34

12/2013 - 02/2014

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Box-Gründer Aaron Levie im Interview: Der Mann, der Microsoft in die Knie zwingt

(Foto: Dan Taylor)

Hinweis: Dieses Interview stammt aus dem t3n-Magazin Nummer 34. Wir veröffentlichen das Interview im Zuge des Börsengangs von „Box“. Einen Artikel mit Informationen zum Börsengang findet ihr unter diesem Link.

t3n Magazin: In der IT-Branche geht es gefühlt bereits seit Jahrzehnten um die Cloud. Trotzdem beschwören Sie nach wie vor das enorme Potenzial der Technologie. Denken Sie wirklich, dass die Cloud noch nicht im Markt angekommen ist?

Aaron Levie: Doch. Die Cloud ist definitiv längst im Markt angekommen. Aber das bezieht sich vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen, die die Cloud-Technologien schon komplett adaptiert haben. Der große Wandel, der nun bevorsteht, findet in den großen Konzernen statt. Die beginnen gerade erst, die Cloud für sich zu entdecken. In den nächsten Jahren werden diese Konzerne massiv dazu übergehen, ihr Business in die Cloud auszulagern.

t3n Magazin: Warum arbeiten Sie dann überhaupt für kleine und mittlere Unternehmen?

Aaron Levie: Ein breites Spektrum hat seine Vorteile. Je mehr Unternehmen deine Technologie nutzen können, desto eher schaffst du den Durchbruch. Und die Cloud ist für alle Unternehmen da, egal ob fünf oder 50.000 Mitarbeiter.

t3n Magazin: Gerade im niedrigen Preissegment hat Box unglaublich starke Konkurrenz, allen voran von Google und Dropbox. Welche Strategie fahren Sie in diesem Segment?

Aaron Levie: In diesem Segment wird der Markt immer sehr fragmentiert und umkämpft sein. Daher geht es uns auch nicht um einen dominanten Marktanteil – niemand wird hier über zehn bis zwanzig Prozent hinauskommen. Wir versuchen, uns über eine optimale User-Experience und eine gute Preispolitik zu differenzieren. Aber unsere eigentlichen Ambitionen liegen bei den Konzernen.

t3n Magazin: Wird Box das nächste Microsoft?

Aaron Levie: Es gäbe Schlimmeres, oder? Allerdings nur, was Größe und Bedeutung angeht. Ansonsten haben wir einen ganz anderen Ansatz.

t3n Magazin: Welchen denn?

Aaron Levie: Im Bereich der Enterprise-Software wurden komplexe Probleme lange mit komplexen Lösungen beantwortet. Aber das funktioniert heute nicht mehr. Die Arbeitswelt verändert sich: Die Leute nutzen verschiedene Endgeräte, teilen, kollaborieren online. Daher muss die Inspiration von den Facebooks, YouTubes und Pinterests dieser Welt kommen, aus dem Consumer Web. Heutige Konzerne brauchen einfache, intuitive Lösungen für ihre komplexen Probleme.

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