Neue Anforderungen an Intranets verlangen nach neuen Lösungen
Intranet 2.0

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Während die ersten Intranet-Lösungen der Neunzigerjahre noch Linksammlungen und Verweise im Filesystem waren, entwickelten sich daraus über die letzten zehn Jahre veritable Applikationen. Dem Web 2.0 und den stetig wachsenden Anforderungen an virtuelle Zusammenarbeit ist aber ein Intranet, das primär statische Inhalte publiziert, nicht mehr gewachsen. Neue Ansätze sind gefordert. Ein Anwendungsbeispiel bei Swisscom Hospitality Services zeigt, wie sich diese neuen Anforderungen mit Drupal umsetzen lassen.

Intranets sind intern ausgerichtete Kommunikations- und Kollaborationslösungen mit dem Ziel, Mitarbeiter in das Unternehmen und dessen Prozesse einzubinden. Lag der Fokus zu Beginn auf der Informationsvermittlung von meist zentralen Instanzen zum Mitarbeiter, wurden nach und nach immer mehr Applikationen eingebettet. Das Intranet wurde zur zentralen Anlaufstelle. Gleichzeitig wandelte sich die technologische Basis von manuell gepflegten Dateien, HTML-Fragmenten und Verlinkungen zu Content-Management-Lösungen oder Portal-Ansätzen. Geblieben sind meist der zentralistische Ansatz und relativ statische Inhalte.

Wandlung der Anforderungen

Mit der zunehmenden Globalisierung von Firmen entsteht die Notwendigkeit, ortsungebunden zusammenzuarbeiten. Die Aufgaben verschieben sich von weitgehend automatisierten oder systemunterstützten Standard-Geschäftsprozessen auf die Handhabung von Ausnahmesituationen, unstrukturierte Zusammenarbeit und Innovationsthemen. Damit haben sich die Anforderungen an das Unternehmensintranet gewandelt. Web 2.0 (und Enterprise 2.0) zeigen den Weg auf. Jüngere Mitarbeiter sind mit YouTube, Flickr, MySpace und Co. aufgewachsen und erwarten auch von Unternehmensanwendungen ähnlichen Komfort und ähnliche Features. Nach einer Studie von Marktforscher Gartner ist Enterprise 2.0 – die Anwendung von Web-2.0-Ansätzen im Rahmen der Unternehmensinformatik – nicht vermeidbar. Eine kürzlich publizierte Umfrage von Berlecon ergab, dass 90 Prozent der Unternehmen die Anforderungen an „Collaboration“ wachsen sehen. 75 Prozent der durch McKinsey 2007 befragten internationalen Unternehmen gehen von signifikanten Auswirkungen von Web 2.0 auf interne Zusammenarbeitsformen aus. „User Based/Generated Content“, also Inhalt, der von Nutzern direkt oder indirekt beigesteuert wird, ist entscheidend für den Erfolg von Unternehmensintranets. Neue Möglichkeiten im Bereich Benutzer-Interface und Integration sowie agile Entwicklungsansätze und -plattformen ermöglichen wesentlich attraktivere Lösungen, die den Nutzer ins Zentrum stellen und sich kontinuierlich an neue Anforderungen anpassen können.

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