Magento ist bekanntermaßen ein vergleichsweise junges System: Im Frühjahr 2008 wurde die erste produktive Version veröffentlicht, womit es im Vergleich zu etablierteren Shopsystemen wie xt:Commerce oder Oxid eShop einiges aufzuholen hat. Ein wichtiger Bestandteil der Aufholstrategie ist dabei der Marktplatz Magento Connect [1]. Dieser sorgt sukzessive dafür, dass sich rund um die Entwicklung von Zusatzmodulen ein reges Treiben entwickelt. Zu den bisher bereits verfügbaren Erweiterungen – zurzeit sind es circa 1.000 – kommen täglich neue hinzu, die sich größtenteils kostenlos, teils zu überschaubaren Kosten herunterladen und auf einfache Weise installieren lassen.
Ein Nachteil dieses Marktplatzes ist die nur sehr unzureichende Suche: Möchte man eine bestimmte Funktionalität suchen, bleibt nur der Weg über die Hauptsuche von magentocommerce.com, die neben den Ergebnissen für Magento Connect auch Treffer in anderen Bereichen wie Foren und Wiki anzeigt. Abhilfe schafft hier oft eine Google-Suche mit dem Parameter „site:“, beispielsweise „site:http://www.magentocommerce.com/magento-connect/ afterbuy“.
Im- und Exporte mit Magento Dataflow
Bevor der Blick auf die verschiedenen externen Schnittstellen fällt, ist es sinnvoll, sich kurz mit Magentos Bordwerkzeugen zu beschäftigen. Dataflow heißt die Funktionalität, mit der Shopbetreiber Datenimporte und -Exporte in Magento erzeugen und anpassen können. So flexibel diese Schnittstelle auch ist – immerhin können beispielsweise CSV-Dateien unterschiedlichster Machart mit so genannten Profilen importiert beziehungsweise erzeugt werden – so schnell werden leider auch ihre Einschränkungen sichtbar.
Importiert und exportiert werden können beispielsweise nur Produkt- und Kundendaten. Um Bestellungen zu exportieren, bedarf es zusätzlicher Module. Die Produktimporte und -exporte sind außerdem dadurch begrenzt, dass nur elementare Produktdaten wie Titel, Artikelnummern oder Preise übertragen werden können. Für Shopbetreiber zusätzlich interessante Merkmale wie Produktverknüpfungen (z. B. Up- und Cross-Selling) oder der Import von konfigurierbaren Produkten (Configurable Products) werden von Dataflow nicht berücksichtigt. Dies ist vor allem deswegen bedauerlich, weil es in Magento sechs verschiedene Produkttypen gibt, die das System bei der Produktdarstellung enorm flexibel machen, von Magento Connect jedoch erst in Ansätzen unterstützt werden.






4 Antworten
von Bei ShopTrainer.de 3 Ausgaben des aktuel… 28.08.2009 (10:52Uhr) 1.
[...] Schnittstellen für Magento Wie sich das Shop-System an externe Systeme anbinden lässt [...]
von Stef 25.01.2010 (09:50Uhr) 2.
Danke für die nützlichen Artikel zu Magento, die immer wieder im Magazin und im Web erscheinen. Leider vermisse ich dabei immer Hinweise, ob es sich bei den beschriebenen Features um die Community oder kommerzielle Version handelt. Kann ich bei T3N davon ausgehen, dass immer das Open Source Produkt gemeint ist?
von Jan Christe 28.01.2010 (16:03Uhr) 3.
Hallo Stef,
freut mich dass Dir die Artikel gefallen. Zu Deiner Frage: Wenn sich etwas explizit nur auf die Closed-Source bzw. kommerzielle Version bezieht, schreiben wir es auch dazu. Ansonsten liegt unser Fokus klar auf Open Source.
von Robin Meyer 18.09.2010 (13:37Uhr) 4.
Mich wundert es, daß die Schnittstelle dmConnector hier nicht erwähnt wird, mit dem sich über 10 verschiedene Warenwirtschaftssysteme mit Magento verbinden lassen...