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Fileserver in der Cloud: Darauf sollte man bei der Anbieterwahl achten

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t3n Magazin Nr. 30

12/2012 - 02/2013

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Vieles spricht dafür, Daten in der Cloud zu speichern: Weniger Kosten im Gegensatz zur eigenen Server-Ausstattung, große Flexibilität im Bedarfsfall, zentraler Zugriff von diversen Endgeräten. Doch die Auswahl ist groß. Wir zeigen, auf was es zu achten gilt und wie man das ideale Angebot findet.

Fileserver in der Cloud: Darauf sollte man bei der Anbieterwahl achten

Beim Thema Cloud-Speicher geht es nicht nur um die Kosten. Denn Innovationen können nur durch einen ausreichend guten Zugang zu Ressourcen entstehen. Diesen Zugriff haben in der Regel aber nur große Unternehmen mit entsprechenden Strukturen und Kapital. Allerdings sieht sich dieses Paradigma verstärkt einem Wandel ausgesetzt: Startups wie Pinterest haben gezeigt, dass sich ein Geschäftsmodell auch ohne großes Budget realisieren lässt.

Aber wie ist das auf der Ressourcenebene möglich? Das Stichwort lautet Cloud-Computing. Der Begriff steht für ein Servicemodell, bei dem Ressourcen wie Rechnerleistung, Speicherplatz, Applikationen und andere Arten von Services on Demand über eine Datenverbindung, bevorzugt das Internet, bereitgestellt werden. Aufgrund des „pay as you go“-Modells werden dabei nur jene Ressourcen verrechnet, die während eines bestimmten Zeitraums tatsächlich genutzt werden. Die Abrechnung erfolgt dabei monatlich, stündlich oder auf Basis anderer Maßeinheiten, etwa „pro Gigabyte“. Langfristige Verträge und hohe Investitionskosten in die Infrastruktur existieren hingegen nicht. Das Gleiche gilt für das Personal, das gewöhnlich über das komplexe Wissen für den Betrieb und die Wartung der eigenen Infrastruktur verfügt.

Neben Pinterest haben bereits viele andere junge Unternehmen das Potenzial von Cloud-Computing für sich erkannt und nutzen den flexiblen Bezug von Infrastruktur, um auf dieser Basis ihr Geschäftsmodell zu etablieren. Dadurch sind in den letzten Monaten und Jahren viele innovative Anwendungen entstanden, die ohne den Paradigmenwechsel des Cloud-Computing so wohl nicht möglich gewesen wären.

IaaS vs. PaaS vs. SaaS

Die oben genannten Ressourcen werden „as a Service“ zur Verfügung gestellt. Man unterscheidet dabei grundsätzlich drei Bereiche:

  • Infrastructure-as-a-Service (IaaS): Dazu gehören Rechenleistung, Speicherplatz und weitere Services, mit denen sich ein eigenes virtuelles Rechenzentrum aufbauen lässt.
  • Platform-as-a-Service (PaaS): Dabei handelt es sich um eine vollständige Umgebung für die Entwicklung und den Betrieb von Webapplikationen. Eine PaaS-Umgebung umfasst alles vom vollständigen Stack des Betriebssystems über Datenbanken bis hin zu den Laufzeitumgebungen.
  • Software-as-a-Service (SaaS): Ermöglicht den plattformunabhängigen Zugriff auf Anwendungen über einen Standard-Webbrowser. Mögliche SaaS-Applikationen sind Office und Collaboration Suites, Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM) oder Online-Billing-Anwendungen.

Public, Private oder Hybrid

Diese Services werden auf unterschiedliche Arten bereitgestellt:

  • Public Cloud: Hier befinden sich mehrere Kunden auf derselben physikalischen Infrastruktur in einer Shared-Umgebung. Die Trennung erfolgt über eine Multitenancy-Architektur. Mit dieser wird sichergestellt, dass ein gegenseitiger Einblick und Zugriff auf Daten und weitere Informationen nicht möglich ist.
  • Private Cloud: Damit werden die Methoden und Konzepte aus der Public in das eigene Rechenzentrum übertragen und die selbstverwaltete IT-Infrastruktur damit Cloud-fähig gemacht.
  • Hybrid Cloud: Sie vereint die Public Cloud mit einer klassischen IT-Infrastruktur oder Private Cloud. Unternehmen betreiben dabei in der Regel eine eigene Infrastruktur und beziehen im Bedarfsfall weitere Ressourcen aus einer Public Cloud, um zum Beispiel kurzfristige Lastspitzen auszugleichen.

Speicherplatz aus der Cloud

Für Cloud-Computing existieren viele Einsatzgebiete und Handlungsszenarien. Dennoch ist es erforderlich, die eigenen Bedürfnisse und Erfahrungswerte zu analysieren, Stichwort: Use Case. Cloud Storage Services können für Unternehmen ein guter Einstieg in das Cloud-Computing bedeuten. Aufgrund der zunehmend steigenden Datenmengen, die von einem Unternehmen zu speichern und zu verwalten sind, müssen dementsprechend stetig Investitionen in Festplatten und Speichersysteme vorgenommen werden. Das erhöht die Komplexität und die Aufwendungen hinsichtlich des Betriebs der gesamten IT-Infrastruktur.

Mit der Nutzung von Cloud Storage verändert sich der Status der Daten von verfügbar auf hochverfügbar. Das liegt an dem grundsätzlichen Design von Cloud Storage. Die Dateien werden in diesem Fall über mehrere Rechenzentren des Anbieters hinweg gespeichert. Dadurch führt der Ausfall eines Speicherbereichs beim Anbieter zu keinem Datenverlust. Ein Unternehmen hat damit zu jedem Zeitpunkt Zugriff auf seine Daten. Des Weiteren stehen Unternehmen damit Möglichkeiten zur Verfügung, Backups in Echtzeit vorzunehmen. Das geschieht durch die Synchronisation der Daten zur Laufzeit. Dafür müssen die Daten des Unternehmens initial mit dem Cloud-Storage-System des Anbieters synchronisiert werden. Alle nachfolgenden Änderungen an einer Datei werden dann zum Zeitpunkt der Speicherung mit dem Cloud-Storage-System des Anbieters aktualisiert.

Ein weiterer Vorteil von Cloud Storage besteht in der Skalierbarkeit. Benötigt ein Unternehmen heute 10 GByte, morgen aber 100, kann das ohne Probleme realisiert werden, ohne dabei in die eigenen Speichersysteme zu investieren. Darüber hinaus befinden sich die Daten an einer zentralen Stelle. Damit haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, von jedem Ort auf einen gemeinsamen Datenbestand zuzugreifen.

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Eine Antwort
  1. von Lukas Koch am 23.11.2012 (10:14Uhr)

    Danke für diese klasse Zusammenfassung. Ich bin auch noch auf der Suche nach dem richtigen Cloud Dienst. Da kommt mir der Artikel sehr gelegen.

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