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Minirechner im Überblick: Von Raspberry Pi bis Cotton Candy

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t3n Magazin Nr. 29

09/2012 - 11/2012

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Seit der Erfindung des Computers gibt es vor allem eine Entwicklung: Der Fortschritt macht die Technik immer kleiner. Der neueste Trend: Kleinstrechner im Kreditkarten- oder USB-Stick-Format. Sie laden nicht nur zum Basteln und Ausprobieren ein, sondern können auch als schlankes und handliches Mediacenter dienen. Wir stellen die spannendsten Geräte vor.

Minirechner im Überblick: Von Raspberry Pi bis Cotton Candy

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Als in den 1980er Jahren die ersten PCs auf den Markt kamen, musste man tief in die Tasche greifen: Preise von 3.000 D-Mark und mehr für ein mehrere Kilogramm schweres Ungetüm waren Standard. Die Rechenleistung und Speicherkapazität hielten sich dabei im Vergleich zu heutigen Computern in Grenzen. Die Daten wurden größtenteils auf 5,25 oder 3,5 Zoll großen Floppy-Disks oder Datassetten (Kassetten für Daten) gespeichert, die nicht mehr als 3MB Kapazität zuließen. Heute haben selbst günstige Notebooks interne Speicherkapazitäten von 500GB und mehr. Ein gutes Beispiel für den rasanten Fortschritt.

Die von Computern hat allerdings nicht nur bezüglich Preis, Performance und Speicherkapazität riesige Schritte gemacht: Auch die Miniaturisierung wurde vorangetrieben. Beste Beispiele hierfür sind Klein- und Kleinstrechner, die in der Hosentasche Platz finden und dennoch um ein Vielfaches rechenstärker sind als die Rechner von vor einigen Jahren.

Hosentaschenrechner gibt es bereits für deutlich unter 100 Euro. Zumeist laufen sie mit den Betriebssystemen Android oder Linux und bieten eine Reihe praktischer Einsatzzwecke. Einerseits lassen sie sich normal an Display und Keyboard anschließen und als einfacher Rechner verwenden. Andererseits besteht die Möglichkeit, die USB-Stick-großen Computer im Zusammenspiel mit dem heimischen TV als Mediacenter zu nutzen oder als Zentrale für die Heimautomation oder sogar als Homeserver.

Mehr als nur kleine Spielzeuge

Die kleinen Rechner sind jedoch nicht nur zur Unterhaltung gut. Sie können auch ein Werkzeug sein, um Schulkindern den Umgang mit Computern näher zu bringen und ihnen so die Möglichkeit zu geben, eigene Programmierkentnisse zu erwerben. So sieht es zumindest Robert Mullins, Mitentwickler des Minirechners und Dozent am Computer Science Department der Cambridge University.

Mullins beobachtet als Dozent, dass die Bewerberzahlen für Computerwissenschaften rückläufig sind. „Vielen Studierenden fehlt es außerdem an Programmiererfahrungen.“ Aus seiner Sicht ist es daher sinnvoll, die kleinen, günstigen Rechner zum Lego des digitalen Zeitalters zu machen. Kinder würden so schon früh und vor allem spielerisch an heutige Technik herangeführt.

Die Auswahl an Minirechnern ist mittlerweile recht groß. Wir stellen die spannendsten Geräte vor, die entweder als „nacktes“ Board daherkommen, oder in einer Art USB-Stick-Gehäuse stecken.

Raspberry Pi – günstiges Modell für Einsteiger und Profis

Einer der in letzter Zeit sehr bekannt gewordenen Minirechner ist der Raspberry Pi. Dieser wurde von Wissenschaftlern der Universität Cambridge entwickelt und ist von seinen Abmessungen nicht größer als eine Kreditkarte. Genauso klein wie der Computer ist auch der Preis: Lediglich 25 US-Dollar kostet der Raspberry Pi. [1]

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Der Raspberry Pi ist nicht nur aufgrund seines Preises ein sehr beliebter Minirechner.
Auf der Platine des Raspberry Pi dient ein BCM2835-700MHz-ARM11-Prozessor von Broadcom als Rechenzentrum. Dieser wird von 256 MB Arbeitsspeicher unterstützt. Um den Rechner mit Keyboard, Maus und Display zu versehen, sind USB-2.0-Anschlüsse integriert – zur Herstellung einer Internetverbindung ist auch ein Ethernet-Port vorhanden. Als Betriebssystem wird die Linux-Distribution Debian empfohlen, die auf einer SD-Karte gespeichert werden muss, denn auf der Platine befindet sich kein Platz für ein Speichermedium.

Auf dem Raspberry Pi kann allerdings auch die Software XBMC installiert werden, sodass der Rechner als Mediacenter eingesetzt werden kann. Auch lässt sich OpenELEC [2] oder Raspbian, ein von den Rasperry-Pi-Machern selbst entwickeltes Betriebssystem auf Debian-Basis, einsetzen. Einen kleinen Nachteil hat der Raspberry-Rechner: In Anbetracht des günstigen Preises fehlt ihm ein Gehäuse. Dieses muss man sich entweder per 3D-Druck bauen oder eine passende Box finden, in der der Rechner Platz findet.

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11 Antworten
  1. von Krischan Struwwelpuck via facebook am 04.09.2012 (08:30Uhr)

    artikel fand ich inspieriend. ich sehe eine große zukunft für kleinste rechner auf uns zukommen :)

  2. von Björn am 04.09.2012 (08:41Uhr)

    Toller Artikel, interessiere mich nämlich schon eine ganze Weile für diese Art von Mini-PCs.
    Ist denn der Anschluss über ein Netbook(ohne HDMI)mit Nutzung des Bildschirms & Tastatur möglich, vorzugsweise in der praktischen USB-Form?

    Mit besten Grüßen

  3. von Karl Eagle via facebook am 04.09.2012 (08:56Uhr)

    Das der Raspberry Pi 25$ kostet ist auch schon ne weile her. Im Moment kann man in Deutschland ca. 40€ inklusive Steuern und Versand hinlegen.

  4. von 10fingers am 04.09.2012 (09:43Uhr)

    Ein passendes Gehäuse gibt es hier: http://www.ip-adelt.de/shop/raspberry-pi-gehause.html

  5. von Ley am 04.09.2012 (10:30Uhr)

    geiles Teil. Wahnsinn. Wenn ich da an meinen ersten rechner denke. der war weit von den Leistungsdaten entfernt. Und heutzutage so groß wie einen Kreditkarte.

    Wird gekauft....

  6. von Markus Thomas via facebook am 04.09.2012 (12:25Uhr)

    Im Bereich der Hausautomatisierung sehr interessante "Gerätchen" ;) - Der Vorteil liegt einfach darin, dass man sich - Programmierkenntnisse vorausgesetzt - nicht an Hersteller binden muss.

  7. von Andreas Floemer am 04.09.2012 (13:59Uhr)

    @Björn: In einer virtuellen Maschine wie VirtualBox wird es sicher laufen...

  8. von Raspberry Pi: Doppelter Arbeitsspeicher… am 15.10.2012 (15:27Uhr)

    [...] Von Raspberry Pi bis Cotton Candy Minirechner im Überblick - t3n-Magazin [...]

  9. von Holzey am 08.11.2012 (12:37Uhr)

    Die Entwicklung schreitet da echt superschnell voran. Jetzt gibts sogar schon Dual Cores: http://www.myhdplayer.de/Android-TV-Box/MiniX-NEO-G4-Android-4-0-Dual-Core-Stick.html

  10. von 8 unglaubliche Raspberry-Pi-Projekte »… am 01.01.2013 (12:01Uhr)

    [...] Vielzahl an Minirechnern kämpft um die Gunst der Käufer. Doch aufgrund seines niedrigen Preises und der großen [...]

  11. von XBMC 12 ist da – jetzt auch für Andro… am 31.01.2013 (11:27Uhr)

    [...] ist allerdings noch nicht ganz abgeschlossen – sobald das geschehen ist, dürften die diversen USB-Sticks mit Android noch interessanter [...]

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