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Mobile SEO: Besonderheiten der mobilen Suchmaschinenoptimierung

Aus dem
t3n Magazin Nr. 30

12/2012 - 02/2013

postuliert das geflügelte Wort „mobile“ mittlerweile als den längst existenten, nächsten großen Hype. Wer sich mit Mobile beschäftigt, stößt auf Aussagen zur extremen Handlungsmotivation mobiler Nutzer, explodierenden mobilen Konversionsraten und dem Smartphone als Multi-Channel-Bindeglied sowie Garant für mehr Sales in der lokalen Suche. Aber wo steckt das eigentliche Potenzial von mobilen Endgeräten und was müssen Website-Betreiber beachten, um im mobilen Web erfolgreich zu sein?

Mobile SEO: Besonderheiten der mobilen Suchmaschinenoptimierung

Google öffnet Tür und Tor für den mobilen Einstieg in die organische Suche, passt einen Großteil der eigenen Dienste an und realisiert mit dem Googlebot-Mobile einen mobilen Index. Gleichzeitig steigt auch die Relevanz von mobiler Suchmaschinenoptimierung drastisch an. Mobile Nutzer legen ein anderes Suchverhalten an den Tag als herkömmliche Anwender und auch die Erwartungen an die Nutzererfahrung auf mobilen Endgeräten steigen. Auf Seite der Website-Betreiber ermöglicht Google die gesonderte Behandlung von mobilem Content, was Marketing-Experten die Möglichkeit eröffnet, die Bedürfnisse mobiler Nutzer über die organische Suche zu befriedigen. Das Potenzial des mobilen Web ist somit extrem vielversprechend, doch wie können Website-Betreiber dieses bestmöglich erschließen?

mar mobile seo Mobile Volume
Das mobile Suchvolumen verzeichnet über die vergangenen drei Jahre einen starken Anstieg.

Auf dem Weg in die Post-PC Ära?

Nachdem im Jahr 2011 erstmals mehr Smartphones als stationäre PCs weltweit verkauft wurden, steigt laut einer Studie des Bitkom auch die Mediennutzung der deutschen Gesamtbevölkerung auf mindestens 37 Prozent aller 14- bis 29- jährigen, die das mobile Internet regelmäßig nutzen. Schon allein aus diesem Grund kommt Mobile SEO ebenfalls eine wachsende Bedeutung zu, wie auch eine Studie von Google verdeutlicht.

Laut Googles Mobile Movement Studie sind sich mobile Internetnutzer in der Vorliebe Ihrer Website-Besuche einig: 77 Prozent aller Befragten gaben an, die Suchmaschine als Einstieg ins Web zu wählen. Eine Behauptung, die Google selbst durch die Angabe zum weltweiten Anstieg des mobilen Suchvolumens innerhalb der letzten drei Jahre noch übertrumpft.

Kontext und Kompatibilität

Der mobile Charakter der Smartphone-Nutzung hat einen entscheidenden Einfluss auf das Suchverhalten und den Bezug von Anfragen. Um diese zu bedienen, bietet die lokale Restaurant-Kette auf der Startseite ihrer mobilen Website beispielsweise den geosensitiven Store-Locator an. Auf der stationären Seite interessieren sich die Besucher vordergründig für die Speisekarte oder eine Bildergalerie des Interieurs; für den mobilen Nutzer ein überflüssiges Maß an Information. Während die Autoversicherung auf der regulären Website umfangreiche Tarif-Auskünfte gibt, präsentiert die mobile Variante primär den Pannenruf-Dienst. Dementsprechend unterscheiden sich mobile und stationäre Website-Varianten selbst beim Inhalt gravierend, bedienen jedoch jeden Nutzertyp optimal.

Neben der Kompatibilität der eigenen Website mit mobilen Geräten müssen Marketer demnach auch sicher stellen, dass der angebotene Content den Nutzer in einem mobilen Szenario überhaupt interessiert. Eine Situation, der sich Website-Betreiber in Bezug auf das stationäre Internet selten ausgesetzt sahen. Branchenabhängige Unterschiede in der Internetnutzung gab es immer, das Medium als Traffic-Quelle aber war stets das gleiche: der barrierefreie PC; der Nutzer stets in der stationären Situation. Mobile Endgeräte und vor allem mobile Szenarien erfordern hier eine andere Denk- und Herangehensweise. Auch die notwendigen Optimierungsmaßnahmen für mobile Websites sind zu Beginn sehr technischer Natur und erfordern eine häufig vernachlässigte Grundkonfiguration der Architekturebene, die Website-Betreiber nicht selten scheuen.

Ein Großteil mobiler Suchanfragen verfügt über einen lokalen Bezug und beeinflusst das mobile Suchvolumen dieser Keyword-Cluster massiv. Dass die eigene mobile Website sich innerhalb der SERPs an diesen orientieren sollte, ist eine logische Konsequenz. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch die enorme Präsenz der Verticals und Google-Places-Einträge auf kleinen Smartphone-Displays. Die meisten Nutzer nehmen den Unterschied zwischen einem organischen Treffer und dem Places-Eintrag oder einer Adwords-Anzeige überhaupt nicht wahr. Der Kanal, der sich im winzigen sichtbaren Bereich platzieren kann, hat mobil einen entscheidenden Vorteil.

Eine Potenzialanalyse

Abhängig vom vorhandenen Traffic sowie der Branche ist es sinnvoll, mobilen Nutzern spezialisierte, spezifische und einzigartige Inhalte oder Features bereit zu stellen, die mehr Gewicht in einer mobilen Situation haben, als auf dem heimischen PC. Initiale Fragen, die sich Webmaster und Marketer also stellen sollten, richten sich in erster Linie an die mobile Relevanz des eigenen Contents und an das Ausmaß der mobilen Nutzerzahlen.

Ein guter Ansatzpunkt bei der Analyse der mobilen Relevanz: eine Überprüfung der informationellen Mobilität der eigenen Inhalte. Website-Betreiber sollten gewährleisten, dass Besucher der mobilen Website die Inhalte einfach, schnell und wenig verschachtelt erreichen können. Zudem sollte die mobile Website stets ausreichend lokale Angaben wie Telefonnummern, Adressen, Kartenmaterial oder Öffnungszeiten umfassen. Die wichtigste Frage bei der Evaluierung der eigenen mobilen Website lautet stets: „Könnten die Informationen auf meiner Website für einen Nutzer von Vorteil sein, der sich in einer mobilen Situation befindet, in der er wenig Zeit, wenig Geduld, wenig Bedarf und gegebenenfalls eine langsame Netzanbindung hat?“ Eine Frage die branchenabhängig mit Sicherheit nicht immer einfach zu beantworten ist. Bei der Beantwortung kann es hilfreich sein, sich in die Haut des mobilen Nutzers zu versetzen und heraus zu finden, wie sich eine typische mobile Situation eines Besuchers gestaltet.

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3 Antworten
  1. von stschindel am 28.01.2013 (20:43Uhr)

    Ich habe den Artikel mit Interesse gelesen, allein bei dem Code-Beispiel komme ich ein wenig ins Schleudern:




    die Referenzierungen beginnen mit einem "xhref" und nicht mit einem "href". Ist das eine neue (unbekannte) Variante in der Notierung oder handelt es sich um ein Exzerpt aus einem Wordpress- oder Joomla-Editor?

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  2. von Chriss am 16.05.2013 (20:33Uhr)

    Ich schreibe gerade eine Abschlussarbeit zum Thema "Anforderungen und Erwartungen an Mobile Commerce" - dazu habe ich eine Umfrage entwickelt die zum einen das Nutzungsverhalten sowie zum anderen die Bedürfnisse der User identifizieren soll.
    Vielleicht kann der ein oder andere hier ja an meiner Umfrage teilnehmen, unter allen Teilnehmern die den Fragebogen komplett ausfüllen wird ein 75€ Amazon Gutschein verlost.
    Gerne würde ich die Daten nach Fertigstellung und Benotung der Arbeit auch hier veröffentlichen.

    Ich hoffe es ist nicht zu dreist und erlaubt wenn ich den Link einfach hier poste - da es aber thematisch so gut passt hoffe ich das beste :)

    Zur Umfrage: https://www.umfrageonline.com/s/01557cb

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  3. von Karsten.Peters am 17.05.2013 (10:19Uhr)

    Ich finde den Beitrag außerordentlich interessant!

    Bisher habe ich die zweigleisige Online-Präsenz immer für zu aufwendig gehalten und naiverweise angenommen, eine einzige Website mit responsive Layout reiche in jedem Fall völlig aus. Dies sehe ich jetzt allerdings unter dem Eindruck des Artikels in einigen Fällen doch erheblich anders.

    Fraglich ist nur, ob der entsprechende Mehrwert vom Kunden auch entsprechend höher budgetiert wird (wohl eher nicht, da eine Website in der" Grundausstattung" schon möglichst nichts kosten darf).

    Da ist sicher noch einiges an entsprechender Überzeugungsarbeit zu leisten ...

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