Frank Westphal über deutsche Blogs, Rivva und Extreme Programming
„Robert Basic ist eine Linkschleuder“

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T3N Magazin: Das heißt, neue Websites kommen vollautomatisch hinzu oder treffen Sie hier eine gezielte Auswahl?

Frank Westphal: Im Grunde genommen automatisch, aber nicht einfach nur durch eine Verlinkung. Rivva merkt sich, welche Themen durch die thematische Kalibrierung der Seed-Feeds auf der Startseite gelandet sind. Neue Sites werden daran gemessen, wie viel sie in der Vergangenheit zu Rivva hätten beitragen können. Entscheidend ist die Antwort auf die Frage: „Schreiben die auch über etwas, das Rivva in der Vergangenheit interessiert hat". So bleibt das Gesamtgebilde einigermaßen in der Bahn. Nichts desto trotz ist das Themenspektrum mit der Zeit deutlich breiter geworden. Mittlerweile sind es nicht nur technische Neuerungen, neue Web-Startups, Web-Technologien und ähnliche Themen, sondern auch zahlreiche Medienschwerpunkte hinzugekommen, weil es viele Medien-Watch-Blogs gibt. Problematisch sind trotz oder gerade wegen der Automatisierung die vielen Blog-Paraden, die innerhalb eines oder weniger Blogpostings hunderte von Links zu anderen Blogs erzeugen. Darin Relevanz zu erkennen ist ziemlich schwierig.

T3N Magazin: Apropos Relevanz und Qualität: Wie stellen Sie sicher, dass Rivva nicht misbraucht oder zumindest getäuscht wird?

Frank Westphal: Qualität ist schwer zu definieren, da sie für jeden etwas anderes ist. Das sieht man gut beim Musik- und Filmgeschmack. Was der eine Freund super findet, findet der andere vielleicht ganz schrecklich. Meine liebste Definition des Begriffs Qualität stammt von einem IT-Guru namens Gerald Weinberg. Der hat mal gesagt „Quality is value to some person". Insofern will ich mir nicht anmaßen, die Qualität von Blogs zu quantifizieren. Man könnte allerdings themenspezifisch Autoritäten definieren, also beispielsweise festlegen, wer besonders gut über Social Networks schreibt. Das Problem dabei ist aber eine gewisse Innovationsfeindlichkeit, weil es den Kanal zu schmal macht und Neulinge es dann schwer haben, reinzukommen. Außerdem gibt es Blogs, die keinen klar abgesteckten Themenfokus haben und zu vielen verschiedenen Themen schreiben, wie Robert Basic zum Beispiel. Der ist in diesem Konstrukt dann keine Autorität, sondern nur eine Linkschleuder. Es wäre zwar sicher interessant mal auszuprobieren, den Faktor Autorität in Rivva zu integrieren. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das viel ändern würde. Die deutsche Blogosphäre ist eben nicht besonders groß.

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Eine Antwort zu “Frank Westphal über deutsche Blogs, Rivva und Extreme Programming: „Robert Basic ist eine Linkschleuder“”

  1. #1 Web 2.0: Deutscher Memetracker Rivva wird „eingemottet“ » t3n Magazin

    [...] auf die Ankündigung im Rivva-Blog kann man (natürlich) auf Rivva verfolgen. Im t3n Magazin Nr. 12 gab es übrigens ein interessantes Interview mit Frank Westphal zu lesen. « vorheriger [...]

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