von Dr. Sören Auer, Sebastian Dietzold, Michael Martin, 02.12.2008

Neue Dienste ebnen den Weg vom Dokumenten- zum Daten-Web: Semantische Webapplikationen entwickeln

Aus dem
t3n Magazin Nr. 14

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RDF – Lingua Franca des Daten-Web

Mit dem RDF-Standard des W3C wurde festgelegt, wie Daten, Informationen und Wissen im Web maschineninterpretierbar kodiert werden können. Dabei werden in RDF-Dokumenten so genannte Tripel bestehend aus Subjekt, Prädikat und Objekt gespeichert. URIs kommen dabei als Subjekt, Prädikat und Objekt zum Einsatz. Ein Tripel (oft auch Statement oder Aussage genannt) stellt dann genau einen Fakt dar, zum Beispiel:

Ein einfaches Tripel (Aussage)

dbpedia:Brandenburger_Tor	rdf:type	dbpedia:Bauwerk .

Listing 1

Der Übersichtlichkeit halber haben wir hier die kompletten Namensräume vor Subjekt, Prädikat und Objekt durch die jeweiligen Präfixe abgekürzt. Die Semantik (oder auch Bedeutung) eines Tripels ist folgende: Die Entität, die durch das Subjekt referenziert wird (Brandenburger Tor), hat die Eigenschaft, die durch das Prädikat referenziert wird (Typ), mit dem Wert, der durch das Objekt referenziert wird (Bauwerk). Unser Beispiel-Tripel ist gleichbedeutend mit der natürlichsprachlichen Aussage „Das Brandenburger Tor ist ein Bauwerk“. Objekte in RDF-Tripeln können nicht nur aus URIs, sondern auch aus Literalen bestehen. Auf diese Weise kann man Entitäten mit Daten verknüpfen. Die Aussage, dass das Brandenburger Tor 1791 gebaut wurde, könnte man folgendermaßen als RDF-Tripel darstellen:

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