von Kai Riasol, Markus Friedrich,
online veröffentlicht am 04.12.2006
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TYPO3 und Zertifikate: Single Sign-On

Aus dem
t3n Magazin Nr. 6

Wer kennt ihn nicht, den großen Wust an Zugangsdaten und das ständige neue Einloggen bei verschiedenen Systemen. Nicht selten geht dabei der Überblick verloren. Abhilfe verspricht das Konzept Single Sign-On.

Da häufig unterschiedlich Dinge mit Single Sign-On assoziiert, werden, ist eine Erläuterung der hier vorgestellten Methode notwenig. Das Prinzip beruht darauf, dass sich ein Benutzer nur einmal an seinem Betriebssystem anmeldet und anschließend beim Aufruf der verschiedenen Webanwendungen keine weitere Authentifizierung benötigt. Dabei ist es gleichgültig welches Betriebssystem er verwendet. Die Authentifizierung an der Webanwendung übernimmt ein Benutzerzertifikat, das im Webbrowser hinterlegt ist. Das Benutzerzertifikat kann man mit einem Personalausweis vergleichen, anhand dem der Webserver erkennt, welcher Benutzer sich gerade bei ihm anmelden möchte. Gelingt die Authentifizierung, reicht der Webserver die Benutzerinformationen an weiter. Dabei ist zu beachten, dass der Benutzer an dieser Stelle nur authentifiziert, nicht aber autorisiert wird. Die Zugangsberechtigungen steuert TYPO3 mit Hilfe der Benutzerverwaltung.

Wie funktionieren Zertifikate?

Zertifikate beruhen auf Vertrauensverhältnissen. Benutzer- und Serverzertifikaten kann man vertrauen, wenn Sie von vertrauenswürdigen Zertifizierungsstellen unterschrieben oder herausgegeben wurden. In jedem Webbrowser sind bereits einige Stammzertifikate von Zertifizierungsstellen wie GeoTrust, Thawte oder Verisign hinterlegt. Daher vertrauen Webbrowser Zertifikaten, die von diesen Zertifizierungsstellen unterschrieben wurden. Jedes Zertifikat besitzt einen öffentlichen und einen privaten Schlüssel. Der öffentliche Schlüssel kann weitergegeben werden, der private Schlüssel darf niemals weitergegeben werden.

Erstellung einer Zertifizierungsstelle

Von VeriSign [1] und anderen Anbietern unterzeichnete Zertifikate sind relativ teuer. Bei dem hier beschriebenen Szenario ist es daher sinnvoll, eine eigene Zertifizierungsstelle einzurichten. Dieser Artikel beschreibt dies exemplarisch mit OpenSSL [2] unter Linux. Dazu sind einige Vorbereitungen notwendig. Zunächst müssen die Ordner „certs“, „crl“, „newcerts“, „private“ und „p12“ angelegt werden. Außerdem wird eine leere Datei mit dem Namen „index.txt“ und eine weitere Datei namens „serial“ mit dem Inhalt „01“ benötigt. Die Datei „openssl.cnf“ kann aus dem OpenSSL-Verzeichnis in das aktuelle Verzeichnis kopiert werden. In dieser Datei werden alle wichtigen Einstellungen vorgenommen. etwa die Gültigkeitsdauer des Zertifikats. Nachdem die beschriebenen Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird der Schlüssel für die Zertifizierungsstelle mit folgender Zeile erstellt:

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