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Smart Watches im Überblick: Kleine Smartphone-Helfer

Aus dem
t3n Magazin Nr. 28

06/2012 - 08/2012

Der vernetzte Mensch besitzt ein Smartphone. E-Mails abrufen, Fotos schießen, Videos aufnehmen, im Internet surfen, Apps nutzen – eine Vielzahl von Funktionen erfüllt das Gerät in der Hosentasche heute, Tendenz steigend. Doch gibt es immer wieder Situationen im Alltag, in denen das Telefon nicht griffbereit ist – oder es einfach unhöflich wäre, das Smartphone in die Hand zu nehmen. Smart Watches sollen in diesen Fällen Abhilfe schaffen.

Smart Watches im Überblick: Kleine Smartphone-Helfer

Diese „neuen“, Smart Watches genannten Armbanduhren verbinden sich in der Regel per Bluetooth mit einem und zeigen nicht nur die Uhrzeit an, sondern zudem eine ganze Reihe einstellbarer Informationen wie beispielsweise ausgewählte RSS-Feeds, Tweets oder E-Mails – also Daten vom Telefon. Ein Blick auf die Uhr genügt, um die Infos einzusehen und gegebenenfalls darauf zu reagieren. Das Smartphone bleibt dabei in der Hosentasche – in gewissen Situationen durchaus praktisch. „Vielleicht rennt man gerade zum Bus oder schleppt unzählige Taschen. Es gibt viele Situationen, in denen es einfacher ist, kurz aufs Handgelenk zu schauen. Und außerdem ist es eine diskrete Form, auf sein Telefon zu schauen“, erklärt Eric Migicovsky, Lead-Designer der „Pebble“. Im Folgenden stellen wir die interessantesten Modelle vor.

„SmartWatch“ von Sony

Sony brachte im März dieses Jahres die „SmartWatch“ auf den Markt. [1] Für rund 100 Euro bekommt der Nutzer eine Armbanduhr mit OLED-Multitouch-Screen und einer Auflösung von 128 x 128 Pixel, der bis zu 65.536 Farben anzeigen kann. Die „SmartWatch“ misst 36 x 36 Millimeter und wiegt ohne Armband 15,5 Gramm. Das Gerät muss nicht zwingend an einem Armband getragen, sondern kann auch an einem Kleidungsstück befestigt werden. Das Gehäuse ist zudem IP54-zertifiziert und schützt die Uhr somit gegen Schmutz und Wasserspritzer.

sony smartwatch

Die „SmartWatch“ verbindet sich per Bluetooth 3.0 mit einem Android-Smartphone. Sind die beiden Geräte erstmal gekoppelt, kann der Nutzer per „SmartWatch“ beispielsweise den Musikplayer des Smartphones steuern. Statusmeldungen von Facebook lassen sich anzeigen und können über das Display der Uhr sogar geliket werden. Eine simple Anrufverwaltung zeigt Anrufe an, der Nutzer kann eingehende Anrufe auch abweisen oder stumm schalten. Die Uhr vibriert auf Wunsch bei eingehenden Telefonaten sogar. Nachteil der „SmartWatch“: Wird sie an einem Tag viel genutzt, hält die Batterieladung nur 24 Stunden. Bei geringer Nutzung kann sie bis zu einer Woche durchhalten. Nervig, dass die Bluetooth-Verbindung nicht nur am Smartphone-Akku zerrt, sondern eben auch der „SmartWatch“-Akku recht schnell den Geist aufgibt.

„i’m Watch“: kleines Smartphone

im watch italien
Die „i'm Watch“ aus Italien.

Das italienische Startup „i’m S.p.A.” bietet die „i’m Watch“ an, die bezüglich Hardware und Funktionalität fast schon einem Smartphone gleich kommt. [2] Das Farb-TFT-Display ist ein 1,54 Zoll großer, leicht gewölbter Touchscreen und verfügt über eine Auflösung von 240 x 240 Pixel. Der interne Speicher ist 4 GB groß, der RAM-Speicher 128 MB. Der Flash-Speicher lässt sich nutzen, um beispielsweise Musikstücke direkt auf der Uhr zu speichern. Ähnlich wie bei den anderen Geräten sorgt eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone für die Anzeige der entsprechenden Informationen auf der Uhr. Eine Vielzahl von lässt sich herunterladen, beispielsweise zur Anzeige von Tweets oder Statusmeldungen von Facebook.

Besonderheit der „i’m Watch“: Die Uhr verfügt über eine Freisprechanlage, die das Telefonieren über das Smartphone ohne zusätzliche Hardware ermöglicht. Beschleunigungsmesser und Magnetometer sorgen für zusätzliche Funktionen wie Schrittzähler und Kompass. Großer Nachteil des Geräts: die geringe Akkulaufzeit des eingebauten 450-mA-Lithium-Polymer-Akkus. Bei eingeschaltetem Bluetooth und Dauerkopplung mit dem Smartphone beträgt sie im Stand-by-Modus lediglich 24 Stunden, ohne Verbindung zum Smartphone soll die „i’m Watch“ immerhin 48 Stunden durchhalten. Kritisch wird es bei Telefonaten: Dann verkürzt sich die Betriebszeit der Smart Watch auf lediglich drei Stunden, Langtelefonierer sollten also unbedingt zum Smartphone greifen. Zudem ist die „i’m Watch“ recht teuer: Sie beginnt preislich bei 349 Euro. Unterstützt werden dafür sämtliche mobile Plattformen: iOS, Blackberry, Symbian, Bada und Windows Phone.

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15 Antworten
  1. von Dominik am 20.09.2012 (13:48Uhr)

    Wir haben vor ein paar Tagen passend dazu einen Beitrag über die Smartwatch gebracht: http://www.mobilelifeblog.de/sony-smartwatch-nuetzliches-gadget-oder-nur-ein-spielzeug/

    Wenn es für euch reine Werbung ist dann entfernt den Link wieder.

  2. von Melanie Schellack via facebook am 20.09.2012 (14:27Uhr)

    Also wenn es so weit ist, dann sollte man doch mal den Psychiater aufsuchen!

  3. von Patrick Levan via facebook am 20.09.2012 (14:29Uhr)

    Irgendwann gibt es einen Gehirnersatz.

  4. von Björn Aicher via facebook am 20.09.2012 (14:39Uhr)

    Noch ein hungriger Akku. Ist klar...

  5. von Marcos Duarte via facebook am 20.09.2012 (14:59Uhr)

    Nein, dafür die iPod nano Uhr!

  6. von Dennis Exner via facebook am 20.09.2012 (15:29Uhr)

    Bis auf das nervige Aufladen des Akkus ist es eigentlich interessant.
    Will nicht wissen wie oft ich mein Handy am Tag aus der Tasche krame nur um auf die Uhr zu schauen oder um beim Musik hören ein Track weiter/zurück zu gehen (lauter leiser geht meistens auch in der Hosentasche).
    Zusätzlich ist mein Handy zu 90% auf lautlos gestellt so dass ich (vor allem wenn ich zu Fuß unterwegs bin und das vibrieren nicht merke) Telefonate oder SMS nicht mitbekomme.

  7. von Christian am 20.09.2012 (15:54Uhr)

    Dazu noch die Google Brille und das kleine Kraftwerk für unterwegs im Rucksack ;) Manche Leute wären ja vor ca. 15 Jahren völlig aufgeschmissen gewesen. So ganz ohne Handy, Tablet, MP3-Player, Laptop, Smart Uhr... aber komischerweise ging es auch ohne alledem.
    So eine Armbanduhr würde ich mir jedenfalls sparen. Den Griff in die Hosentasche schaffe ich auch noch so ^^

  8. von Kian am 21.09.2012 (00:32Uhr)

    Die wichtigste fehlt leider:

    Die Pebble (mit Abstand die beste): http://getpebble.com/

    und dann gibt es noch zig schon fertig finanzierte Projekte auf kickstarter.

  9. von David am 21.09.2012 (08:59Uhr)

    @ Kian: Die Pebble wurde auf Seite 3 ausführlich behandelt :)

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