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So kannst du Online-Marktplätze effektiv nutzen

    So kannst du Online-Marktplätze effektiv nutzen

(Bild: Shutterstock / Gajus)

Als Onlinehändler auch noch auf anderen Marktplätzen mitmischen? Viele halten das für zu aufwendig. Doch die Erfahrung zeigt, dass gerade kleine Shop-Betreiber zusätzliche Gewinne generieren können.

Große Shopping-Malls und Einkaufszentren gibt es mittlerweile in jeder Stadt. Ähnliches zeichnet sich nun auch im Internet ab: Große Marktplätze wie Amazon oder Zalando ziehen die Kunden an und verhelfen Onlinehändlern zu mehr Abverkauf. Zudem stellen die Kunden immer höhere Ansprüche an die Onlineshops, der Druck im Verdrängungswettbewerb steigt.

„Die großen Online-Marktplätze wie Amazon und Ebay sowie Unternehmen mit breitem Shop-Netzwerk wie Otto treiben dies gezielt voran. Sie haben die finanziellen, personellen und technischen Mittel, um den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Und sie bieten kleineren Händlern einen zusätzlichen Vertriebskanal mit attraktiven Möglichkeiten“, sagt Peter Höschl, Verfasser des PDF-Papers „Der einfache Einstieg in den E-Commerce“ und Betreiber des Portals Shopanbieter.de.

Der Multichannel-Spezialist plentymarkets, der mehr als 3.500 Kunden mit über 5.000 Onlineshops in Deutschland betreut, gibt an, dass rund 54 Prozent seiner Kunden aktiv Marktplätze nutzen. Um es auf den Punkt zu bringen: Den Marktplätzen gehört die Zukunft, und sie lassen sich aus der Firmenstrategie kleinerer Onlinehändler nicht mehr wegdenken.

Die Vorteile

Wegen der hohen Gebühren schrecken viele Händler davor zurück, Online-Marktplätze zu nutzen. Was sie dabei jedoch oft unterschätzen: Bei mehr als der Hälfte aller Händler, die einen Online-Marktplatz nutzen, macht dieser mehr als fünfzig Prozent ihres Gesamtumsatzes aus, wie die Zahlen des Forschungsinstituts ibi Research zeigen.

Wer gar im Ausland nach neuen Kunden suchen will, kommt an Marktplätzen fast nicht mehr vorbei. Hier müssen Shop-Betreiber die zahlreichen Herausforderungen – wie rechtliche Vorgaben, Sendungsverfolgung oder Stolpersteine der Sprache – genau kennen und sich gut an die landesspezifischen Anforderungen anpassen. Ein internationaler Marktplatz, den man schon von Zuhause aus kennt, leistet da gute Hilfe. Kein Wunder also, dass laut E-Commerce-Leitfaden 2016 bereits 67 Prozent der Händler, die einen Online-Marktplatz nutzen, auch auf ausländischen Plattformen verkaufen. Beliebt sind hier vor allem Online-Marktplätze aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich. 85 Prozent der Händler gehen zudem davon aus, dass das Auslandsgeschäft an Bedeutung gewinnt – das sind elf Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Für die Wahl des richtigen Marktplatzes sind laut E-Commerce-Leitfaden vor allem drei Kriterien wichtig: der Bekanntheitsgrad (81 Prozent), das Image (62 Prozent) und die Benutzerfreundlichkeit (53 Prozent).

Während die Platzhirsche Amazon und Ebay eigentlich für alle Online-Händler Pflicht sind, sind Special-Interest-Marktplätze wie etwa das Fashion-Portal About You etwas für Nischenanbieter. Hier können zum Beispiel Entwickler Apps bauen und am Verkauf der Kleidungsstücke teilhaben. (Screenshot: t3n)

Die Platzhirsche unter den Marktplätzen: Ebay und Amazon

Ist von Bekanntheit und Image die Rede, führt kein Weg an Amazon vorbei. Laut Statista landet der Marktplatz auf Platz eins der hundert umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland – mit deutlichem Abstand. Auch beim Ranking der beliebtesten deutschen Versandhäuser und -anbieter belegte Amazon den ersten Platz. Der US-Konzern erwirtschaftete 2015 einen Netto-Umsatz von 11,8 Milliarden US-Dollar allein in Deutschland. 107 Milliarden US-Dollar waren es weltweit.

Elektronik ist mit einem Umsatz von rund 76 Milliarden US-Dollar (2015) die stärkste Produktsparte. 22,5 Milliarden US-Dollar entfielen auf diesen Bereich. Rund 65 Prozent der Händler schenken Amazon übrigens Umsatz über dessen Logistikangebot „Fullfilment-by-Amazon“, „Amazon Payments“ oder „Amazon Webstore“. Der Marktplatz generiert also neben seinem Kerngeschäft weitere Umsätze mit seinen Serviceleistungen für Händler.

Links und Literatur

  1. PDF-Paper „Der einfache Einstieg in den…
  2. Wortfilter
  3. Local Listing Report
  4. Grey Window Shopping

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