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Social Media Optimization: Warum Social Media für SEO immer wichtiger wird

Social Media – fast jeder spricht heute davon, doch den Nutzen sieht längst nicht jeder. Viele Unternehmen bewerten Social Media als Innovation, deren Rentabilität sich scheinbar kaum messen lässt und die daher von Entscheidern als irrelevant abgestempelt wird. Aktivität im Bereich Social Media bietet Unternehmen aber nicht nur für den Kundendialog enormes Potenzial, sondern sorgt zunehmend auch für die Generierung von Traffic und für ein besseres Ranking in Suchmaschinen und ist so aus der SEO-Welt kaum noch wegzudenken.

Heutzutage sind SEO und SEM bei Webprojekten ein absolutes Muss, wenn eine Website möglichst viele Besucher erreichen soll. Bedenkt man, dass Google jeden Tag über 140 Millionen Suchanfragen allein in Deutschland bearbeitet, wird einem bewusst, wie elementar Suchmaschinen für den Einstieg in das immer stärker wachsende weltweite Netzwerk geworden sind [1]. In Anbetracht dieses enormen Traffic-Potenzials, das sich durch die Suchmaschinen ergibt, wird es immer wichtiger, auch ein gutes Ranking bei den großen Suchmaschinen zu erreichen. Eine Studie von SEOresearcher zeigt, wie die Relevanz der Treffer auf einer Suchergebnisseite nach unten sehr stark abnimmt [2]. Die Klickraten der unteren Platzierungen unterscheiden sich immens von den oberen Plätzen. So hat die erste Platzierung noch 56 Prozent der Klicks – Platz 2 dagegen nur noch 13 Prozent. Die Platzierung ist also entscheidend für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen.

Die Klickraten bei Google nehmen stärker ab, je schlechter die Platzierung ist.
Die Klickraten bei Google nehmen stärker ab, je schlechter die Platzierung ist.

Um das Ranking bei Suchanfragen zu verbessern, muss die Seite für Suchmaschinen optimiert werden. Angefangen bei Meta-Tags, die auch für die Darstellung von Content innerhalb der Suchergebnisse zuständig sind, und einem validen Quelltext bis hin zu Backlinks und Keyword-optimiertem Content. Durch einige kleinere Eingriffe in die Seite kann, je nach Konkurrenz bei den unterschiedlichen Keywords, schon eine enorme Verbesserung der Platzierung erreicht werden. Doch sind für Suchmaschinen wie Google nicht nur valider Quelltext und optimierter Content wichtig, sondern auch andere Faktoren, wie der Domainname, das Surfverhalten der Besucher auf der Seite und natürlich die Anzahl der Besucher überhaupt. Weil die Besucherzahl eine große Rolle spielt, wird Suchmaschinenmarketing oft auch dazu genutzt, die Bemühungen im SEO-Bereich voranzutreiben und diese mit dem dadurch entstehenden Traffic zu verstärken.

Was hat Social Media damit zu tun?

Unter SEO-Gesichtspunkten wird es immer wichtiger, mit dem jeweiligen Projekt nicht nur auf einer eigenen Website präsent zu sein, sondern auch die unterschiedlichen Möglichkeiten im Bereich Social Media zu nutzen. Die Wikipedia definiert den Begriff „Social Media“ wie folgt:

„Social Media (auch Soziale Medien) ist ein Schlagwort, unter dem Soziale Netzwerke und Netzgemeinschaften verstanden werden, die als Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen dienen.“

Zu sozialen Medien zählen also alle Webdienste mit sozialem Charakter. Angefangen bei Blogs, Wikis und Social-Bookmarking-Diensten bis hin zu sozialen Netzwerken sowie Foto- und Video-Sharing-Plattformen.

Social Media ist unter verschiedenen Aspekten für die bessere Platzierung innerhalb der Ergebnisse auf Suchmaschinen relevant. Bei der Optimierung von Webseiten für Social Media spricht man von Social Media Optimization – kurz SMO. Ziel von SMO ist es, schneller und einfacher von Social-Media-Diensten erfasst werden zu können und deren Vorteile hinsichtlich der Verbreitung von Content und der Generierung von Traffic zu nutzen.

Mehr Content für mehr Relevanz

Ein wichtiger Aspekt für die Verwendung von SMO mit dem Ziel, ein besseres Ranking zu erreichen, ist die Generierung von Backlinks und relevantem Content. Nehmen wir beispielhaft einen Corporate Blog, auf dem ein Unternehmen über aktuelle Ereignisse der Branche und Produktneuigkeiten berichtet. Durch den sozialen Charakter von Blogs entstehen (je nach Bekanntheit) oft Diskussionen und ein Meinungsaustausch zu den einzelnen Artikeln, durch den wertvoller – für das Ranking bei Suchmaschinen berücksichtigter – Content generiert wird. Dieser Content ist meist deshalb so wertvoll, weil er viele themenrelevante Keywords enthält. Darüber hinaus können über so genannte „Pingbacks“ von anderen Bloggern wichtige Backlinks produziert werden.

Ähnlich verhält es sich bei Netzwerken wie Twitter, Facebook oder Friendfeed. Allerdings werden diese Dienste von Google seit kurzem gesondert behandelt. Seit Googles Live Search auch in Deutschland verfügbar ist, können deutsche Internetnutzer über Google den Content vieler Social Networks nach Keywords durchsuchen – und das sogar live. Google Live Search wird direkt auf der Google-Suchergebnisseite angezeigt oder ist über den Reiter „Status-Updates“, links neben den Suchergebnissen, abrufbar. Die Suchergebnisse aktualisieren sich ständig, sofern der Nutzer nicht den Pause-Button klickt. So kann suchrelevanter Content, wie zum Beispiel Tweets bei Twitter, in Echtzeit gefunden werden.

Mit Backlinks glänzen

Abgesehen von Blogs bietet die Social-Media-Landschaft noch weitere Möglichkeiten, die eigene Relevanz bei Suchmaschinen zu steigern. Backlinks können von Besuchern ganz einfach durch Social-Bookmarking-Dienste (wie Delicious oder Mister Wong) generiert werden. Der Nutzer vergibt Keywords für jedes von ihm gesetzte Lesezeichen zu Artikeln, sodass darüber andere Nutzer schnell interessante Bookmarks finden können. Wichtig ist hier, dass Google sogar die tatsächliche Anzahl der gebookmarkten Unterseiten bei diversen Diensten für das Ranking berücksichtigt und in die Bewertung der Website mit einfließen lässt. So verleiht Google dem ganzen Thema Social Bookmarking großes Gewicht. Wenn man zum Beispiel die Seite www.t3n.de bei Seitwert.de überprüft, wird einem direkt die Anzahl der Bookmarks auf verschiedenen Plattformen angezeigt [3]. Auf Mister Wong hat t3n zum Beispiel über 613 Bookmarks.

Seitwert.de zeigt die Anzahl der gesetzten Bookmarks einer Website.
Seitwert.de zeigt die Anzahl der gesetzten Bookmarks einer Website.

Doch nicht nur über Social-Bookmarking-Dienste werden Backlinks generiert, sondern auch durch die Shares über Twitter und Facebook. Um möglichst viele Backlinks zu generieren, bietet es sich also an, die wichtigsten Social-Media-Dienste auf der eigenen Seite einzubinden – möglichst zu jedem Artikel oder Beitrag.

Empfehlungen bieten enormes Potenzial

Zudem tritt bei Social Media der Effekt auf, den Experten gern „Word of Mouth“ nennen. Durch das Teilen und Bookmarken über diverse Social-Media-Dienste wird die jeweilige Seite von dem teilenden Nutzer an alle Freunde oder sogar an das gesamte Netzwerk empfohlen. Durch diese Art von Empfehlungsmarketing innerhalb der Netzwerke und Plattformen wird ebenso Traffic generiert, der das Ranking der Seite verbessert. Facebook treibt diese Art von Empfehlungen durch die Entwicklung des globalen „Like“-Buttons weiter voran. Auf mehr als 350.000 Webseiten ist der „Like“-Button bereits integriert und rund 65 Millionen Nutzer des Netzwerks klicken diesen Button – täglich [4]. Das bietet vor allem für kommerzielle Webseiten wie Online-Shops oder Video-on-Demand-Plattformen ein enormes Traffic-Potenzial.

Die Verbreitung des Like-Buttons wächst rasant.
Die Verbreitung des Like-Buttons wächst rasant.

Vom Ranking der Netzwerke profitieren

Ein weiterer Aspekt für die Relevanz von Social Media für SEO ist das Ranking der Social-Media-Plattformen selbst. So haben Netzwerke wie Facebook oder Twitter eine sehr hohe Relevanz bei der Platzierung in den Suchergebnissen. Profile innerhalb dieser Netzwerke können, sofern der jeweilige Profilinhaber das zulässt, auf einem der obersten Plätze in den Suchergebnissen aufgeführt werden. Wichtig hierfür ist die richtige Wahl des Nutzernamens oder des Namens der Facebook Fanpage. Für Facebook sollten noch einige weitere Punkte beachtet werden, um zum Beispiel eine Firmenpräsenz möglichst suchmaschinenoptimiert einzurichten. Eine Erläuterung dieser Möglichkeiten würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Wer mehr darüber wissen möchte, findet die nötigen Informationen in Fachblogs wie insidefacebook.com oder facebookmarketing.de.

Abschließend lässt sich sagen, dass SEO und Social Media mittlerweile Hand in Hand gehen müssen. SEO und SMO ergänzen sich perfekt und können mit der richtigen Mischung das eigene Webprojekt zum Erfolg führen.

Links und Literatur

  1. comScore Report
  2. SEOresearcher Studie
  3. SEO-Analyse-Features von Seitwert
  4. Aktuelle Zahlen zum „Like“-Button

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5 Reaktionen
Alexander
Alexander

Hallo Zusammen, wirklich guter Beitrag. Wieder viele Wichtige Sachen drin. Denke der Wachstum der Likes wird auch noch weiter steigen. Na warten wir es doch einfach mal ab :-) Grüße

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Caner
Caner

Zum Thema: Besseres Ranking in Suchmaschinen: http://www.ceb-seo.de/shop/werden-likes-oder-1-backlinks-ersetzen/

Das sind wie ich finde 3 gute Gründe, warum Social Media nie eine große Auswirkung auf die Rankings haben wird.

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Lars Heinemann
Lars Heinemann

Ich finde das Thema SEO und Social Media sehr spannend. Ich sehe dort als SEO viel Potenzial, arbeite selber schon mit diesen Tools.

Antworten
Tobias Becker
Tobias Becker

@domingos
da hast du recht, dass die Social Bookmarkings keine sonderlich hohe Gewichtung aufgrund des Spam-Anteils bekommen. Trotz allem spielen Sie noch (!) eine Rolle. Danke für dein Feedback!

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domingos
domingos

Social bookmarking sollte man nicht überbewerten. Google wird die Dinger wenn überhaupt nur gering gewichten, weil sie extrem zugespammt werden. Das Seitwert die in seine Bewertung einbezieht, sagt leider nichts aus.

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