Ähnlich machte es ein kleines Inselvolk vor rund 2.000 Jahren, das heute für seine besonderen Essgewohnheiten bekannt ist. In einem Kreis stellten die Bewohner viele große Steine auf. Auch hier ist der Zweck bis heute nicht klar. Aber das Ergebnis ist so beeindruckend, dass ihm Menschen aus der ganzen Welt Bewunderung entgegenbringen.
Rund 500 Jahre vor Christus kam ein weiteres Volk an einem ganz anderen Ende dieser Welt erneut auf die Idee, viele Steine aufeinanderzulegen, um sich gegen andere Völker zu schützen. So richtig gut hat das nicht funktioniert, aber immerhin war es ein Ausdruck der Macht und Größe des Volks. Und immer wieder wird betont, dass es das einzige Bauwerk auf Erden sei, das man aus dem Weltraum erblicken könne. Als spiele das eine Rolle, aber das tut es offensichtlich.
Knapp 80 Jahre vor Christus kam ein weiteres Volk auf die Idee – wer hätte das gedacht – viele Steine in einem sehr großen Kreis zu stapeln. Diesmal ging es um des Volkes liebste Beschäftigung: zuschauen, wie sich andere Menschen die Birnen einschlagen. An diesem blutigen Schauspiel ergötzte man sich rund 400 Jahre lang. Bis jemand feststellte, dass der Steinhaufen nicht die Ideen der Zivilisation verkörperte. So blieben die Zuschauer weg und man schlug sich außerhalb des Steinkreises die Köpfe ein.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen, doch halten wir fest: Menschen streben danach, Steine aufeinanderzustapeln. Und das über tausende Jahre hinweg. Dabei tun es keine kleinen Haufen, groß müssen sie sein. Über Sinn oder Unsinn lässt sich vorzüglich streiten, beeindruckend findet die Steinhaufen trotzdem fast jeder.





