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Suchmaschinen-Experte Alan Webb: Die zehn größten SEO-Mythen

    Suchmaschinen-Experte Alan Webb: Die zehn größten SEO-Mythen

Wer bei Google vorn steht, bekommt tausende „kostenlose Besucher“. Für viele Unternehmen hat daher Suchmaschinenoptimierung – kurz SEO für Search Engine Optimization – einen großen Einfluss auf das betriebswirtschaftliche Ergebnis. Dennoch haben Entscheidungsträger oft wenige oder sogar falsche Kenntnisse in diesem Bereich. Dieser Artikel räumt mit den zehn größten Mythen auf.

Da Google & Co. ihre Ranking-Algorithmen nicht offenlegen, gibt es viele Vermutungen darüber, wie Webmaster ihre Seiten für eine vordere Platzierung optimieren können. Hinzu kommt, dass die Unkenntnis der Entscheider von einigen „schwarzen Schafen“ der Optimierungs-Branche zum Nachteil der Kunden ausgenutzt wird. Zeit also, sich einmal mit einigen SEO-Mythen näher zu befassen.

Mythos 1: Website bei möglichst vielen Suchmaschinen anmelden

Falsch. Es gibt derzeit – zumindest in Deutschland – nur eine relevante Suchmaschine: Platzhirsch Google wickelt ca. 92 Prozent der Suchabfragen ab, MSN und Yahoo folgen mit nur je rund drei Prozent und der Rest verteilt sich auf viele kleine Anbieter.

Für die Listung bei Google benötigt man allerdings keine Anmeldung, denn die Suchmaschine findet neue Webseiten, indem sie Links von anderen Seiten folgt. Links von anderen Domains zur eigenen Website sind also der beste Weg, um schnell in den Index aufgenommen zu werden. Es schadet zwar nicht, seine Website bei kleineren Suchmaschinen einzutragen, aber der Effekt ist minimal und man sollte dafür keinesfalls Geld bezahlen.

Mythos 2: Ein hoher Google PageRank ist wichtig

Falsch. Eingehende Links werden von den Suchmaschinen als Empfehlung gewertet und beeinflussen das Ranking der eigenen Website positiv. Aus der Stärke der eingehenden Links einer Seite berechnet Google zwar den Pagerank, eine Webseite mit PageRank 3 kann aber durchaus in den Suchergebnissen vor einer Seite mit PageRank 5 platziert sein. Ein hoher PageRank ist also eher ein mittelbares Ergebnis eines guten Rankings als die Voraussetzung dafür. Google PageRank ist eigentlich eine Google-interne Bewertung und hat Einfluss darauf, wie häufig und wie intensiv Google die Website „crawlt“, also auf neue Inhalte hin untersucht. Für Rankings hat es keinen oder kaum einen Einfluss.

Mythos 3: Die „richtigen“ Metatags sorgen für ein besseres Ranking

Früher richtig, bei Google jetzt nicht mehr. In der „Suchmaschinen-Steinzeit“ halfen sinnvoll gewählte Metatags den Suchmaschinen, den Inhalt einer Webseite thematisch einzuordnen. Da dieser Mechanismus aber schnell missbraucht wurde, wertet zum Beispiel Google heutzutage den Metatag „Keywords“ nicht mehr aus. Der Metatag „Description“ sollte in ein bis zwei Sätzen und maximal 200 Zeichen den Inhalt der individuellen Seite zusammenfassen. Da er fast immer als Ausschnitt („Snippet“) in den Suchergebnissen angezeigt wird, kann eine gut gewählte Description zwar nicht das Ranking, aber durchaus die Klickrate verbessern.

Mythos 4: „Sprechende URLs“ verbessern automatisch das Google Ranking

Erst in den letzten zwei Jahren haben Suchmaschinen gelernt, Adressen nach dem Muster „www.example.com/index.php?param1=value1&param2=value2“ korrekt zu verarbeiten. Daher galt lange Zeit die Empfehlung, solche dynamisch generierten Inhalte durch serverseitige Mechanismen wie das Apache-Modul „mod_rewrite“ in eine pseudostatische URL, also beispielsweise www.example.com/value1-value2.html, umzuschreiben.

Was die Indizierung angeht, sind beide Varianten inzwischen gleichwertig, obwohl Google Links von Seiten mit mehr als zwei Parametern vermutlich nicht gern folgt. Deshalb sollte man möglichst nicht zu viele davon nutzen.

Die sprechende Variante hat bei der Verlinkung allerdings Vorteile, wenn die komplette URL als Linktext verwendet wird und wichtige Keywords darin vorkommen. Außerdem kann sie die Klickrate positiv beeinflussen: Wenn das Keyword in der Adresse erscheint, wird es in den Suchergebnissen hervorgehoben und eine sprechende URL lässt sich leichter weitergeben – etwa am Telefon.

Mythos 5: Bezahlte Werbung beeinflusst die organischen Suchergebnisse

Falsch. Laut Google beseht keinerlei Zusammenhang zwischen bezahlten Anzeigen/AdWords und den eigentlichen Ergebnissen. Der Autor kann das anhand eigener Recherchen bestätigen.

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20 Reaktionen
Johannes Schuba

Hallo suchmaschinenexperte,
vielen Dank für deinen Hinweis – wie allerdings oben rechts deutlich zu sehen ist, stammt der Artikel aus dem t3n Magazin Nr. 15. Seitdem gibt es auch schon viele neue und aktuelle Artikel zum Thema hier auf t3n.de.

Viele Grüße aus dem t3n-HQ,
Johannes

suchmaschinenexperte
suchmaschinenexperte

Hallo,

ich denke, für den unbedarften User, sollte dieser Beitrag aktualisiert werden, da sich seit dem Google Upgrade Penguin sich die Situation hinsichtlich der Backlinks bzw. Inbound Links, den eingehenden Links zu einer Website, geändert hat. Sonst ist der Beitrag Klasse.
Grüße aus Hamburg,

thInKnexTmedia
thInKnexTmedia

Schöne Liste. Stimmt vieles von. Natürlich ist der PR nicht so wichtig FÜR EINE PLATZIERUNG.Das heißt ja nicht das er generell unwichtig ist. Aber es werden nicht umsonst Seiten mit PR1 manchen PR3 Seiten vorgezogen. Ergo ist die Aussage komplett richtig.

Den Backlinkchecker mag ich nicht so.

lg

Christiane

Interessante Aufstellung, obwohl ich auch nicht mit allem konform gehen kann.

Jan

Kostenlose Besucher sind immer beliebt. Suchmaschinenoptimierung macht aber auch etwas Arbeit, so dass die Besucher nicht mehr ganz so kostenlos sind. Danke für diese SEO Mythen.

Cam Erugrul
Cam Erugrul

Ich finde der (Backlink Watch)-Tool ist ein sehr nützlicher Toolm, um zu sehen welche seiten wie auf meine Webseite verweisen. So kann ich sehen, ob der Inhalt meiner Webseite ungefär die richtige besuchergruppe anspricht.

Sascha Beele

Ich kann nur das bestätigen, was der Text an sich wiedergibt.
Guter Beitrag danke!

Mark

Also die Mythen sind top und würden jedem einsteiger im bereich SEO aufjedenfall helfen

Medyum Hoca

gute info, hilft ein bischen mehr licht ins sem zu bringen.

bo
bo

gute info, hilft ein bischen mehr licht ins sem zu bringen.

wien

sehr interessant, danke für den artikel

sponsordealer
sponsordealer

Hallo, das sind wenigstens man ein paar Aussagen zu Mythen wo man nie genau weiß was nun richtig ist oder nicht. Sehr schöner Artikel, hilft mir auf jeden Fall weiter.

Tim69

Schöne Auflistung, auch wenn ich nicht allem komplett zustimmen kann.

Martin
Martin

"Bei Grafiken ohne Link wird das Alt-Attribut überhaupt nicht im Ranking-Algorithmus bewertet."

Ähm, wenn ich eine Bilderreiche Seite habe und die 800 Besucher pro Tag die über die Google Bildersuche reinkommen verlieren will, sollte man das befolgen. Ansonsten kann man nur raten sich um gute Alt Texte für Bilder zu kümmern...

klsö
klsö

Hallo,

einige der genannten Punkte sind eher dazu da für behinderten gerechte Darstellung.
Finde den Titel recht fehlerhaft, da es fast nur um Google geht.

Gruß

Matthias Spielkamp

Reißerischer Titel, z.T. irreführende Infos. Warum z.B. nicht bei Google anmelden, wenn es die Indexierung beschleunigt (was gerade bei unbekannten Seiten der Fall ist), warum nicht beim Open Directory Project anmelden, warum nicht bei Yahoo & Bing? Wieso sich auf 92 % Marktanteil verlassen, wer will 8 % Kunden verlieren?

Ein hoher Pagerank ist nicht wichtig? Was für ein Quatsch. Natürlich ist er wichtig, oder würden Sie 1 gegen 5 tauschen wollen? Er ist vielleicht nicht so wichtig, wie manche glauben, aber das ist nicht dasselbe.

Die "richtigen" Metatags sorgen nicht für ein besseres Ranking? Doch, wenn vielleicht auch nicht bei Google oder in dem Ausmaß, in dem es viele schlechte Berater den Kunden weis zu machen versuchen.

Viele eingehende Links sind nicht gut für das Ranking? Jetzt wird es wirklich hanebüchen. Selbstverstädnlich sind sie das, auch wenn es Unterschiede in der Bewertung der eingehenden Links gibt.

Was soll perfekte "Onpage"-Optimierung sein, die bei stark umkämpften Suchbegriffen angeblich nicht mehr wichtig ist? Das Adobe-Beispiel ist doch völlig untypisch und für die übliche Website unpassend.

Grafische Links sind nicht schlecht? Doch, wenn der Alt-Text fehlt oder nicht stimmt.

Wenn man nach jeder zweiten "Mythos!"-Überschrift im Text die Relativierung nachgereicht bekommt, weiß man: Das hat ein Berater geschrieben...

multimedia garten

Sehr guter Artikel. Viele dieser Annahmen entstehen auch aus Missverständnissen. Z.B mit der "bezahlten Werbung". Google mag Linktauschprogramme etc. von irgendwelchen dubiosen Websites nicht so gerne. Das bedeutet nicht, dass man bestimme Online-Werbeangebote grundsätzlich nicht nutzen soll. Aber Vorsicht ist dennoch geboten.

Niko

Ausgezeichnete Artikel. Ich glabue es fehlt nur ein kleinikeit. Die Inhalte sind nicht so wichtig. Diese Keyword density ist Geschihte. Das ist nur fpr die Profis klar geworden. Im Internet findet man hunderte von Anzeigen "Studenten für Online Marketing- Texre verfassen nach SEO Standards und ..."
Last but not least. Google bereitet eine riesen Änderung. Sie können die neue Algorithm schon testen: www2.sandbox.google.com

Wolfram
Wolfram

Ein interessanter Artikel, ich könnte allerdings auch schreiben, dass alle 10 Mythen der Wahrheit entsprechen, da hier (mit einer Ausnahme) jeglicher Beweis oder zumindest jegliche Argumentation fehlt warum dieser Mythos denn nun nicht stimmt.

Behauptungen kann nunmal jeder aufstellen, auch wenn ich dem Autor in fast jedem Punkt zustimme könnte man wenigstens erwähnen woher die Infos stammen, dass dieser Mythos eben nicht stimmt.

Heiko Stiegert
Heiko Stiegert

Zum Thema Mythen über Suchmaschinenoptimierung, gibt es im Webstandardblog auch einen lesenswerten Beitrag, bei dem Leser die angefangene Liste durch weitere "Mythen" ersetzen.

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