Mythos 1: Website bei möglichst vielen Suchmaschinen anmelden
Falsch. Es gibt derzeit – zumindest in Deutschland – nur eine relevante Suchmaschine: Platzhirsch Google wickelt ca. 92 Prozent der Suchabfragen ab, MSN und Yahoo folgen mit nur je rund drei Prozent und der Rest verteilt sich auf viele kleine Anbieter.
Für die Listung bei Google benötigt man allerdings keine Anmeldung, denn die Suchmaschine findet neue Webseiten, indem sie Links von anderen Seiten folgt. Links von anderen Domains zur eigenen Website sind also der beste Weg, um schnell in den Index aufgenommen zu werden. Es schadet zwar nicht, seine Website bei kleineren Suchmaschinen einzutragen, aber der Effekt ist minimal und man sollte dafür keinesfalls Geld bezahlen.
Mythos 2: Ein hoher Google PageRank ist wichtig
Falsch. Eingehende Links werden von den Suchmaschinen als Empfehlung gewertet und beeinflussen das Ranking der eigenen Website positiv. Aus der Stärke der eingehenden Links einer Seite berechnet Google zwar den Pagerank, eine Webseite mit PageRank 3 kann aber durchaus in den Suchergebnissen vor einer Seite mit PageRank 5 platziert sein. Ein hoher PageRank ist also eher ein mittelbares Ergebnis eines guten Rankings als die Voraussetzung dafür. Google PageRank ist eigentlich eine Google-interne Bewertung und hat Einfluss darauf, wie häufig und wie intensiv Google die Website „crawlt“, also auf neue Inhalte hin untersucht. Für Rankings hat es keinen oder kaum einen Einfluss.
Mythos 3: Die „richtigen“ Metatags sorgen für ein besseres Ranking
Früher richtig, bei Google jetzt nicht mehr. In der „Suchmaschinen-Steinzeit“ halfen sinnvoll gewählte Metatags den Suchmaschinen, den Inhalt einer Webseite thematisch einzuordnen. Da dieser Mechanismus aber schnell missbraucht wurde, wertet zum Beispiel Google heutzutage den Metatag „Keywords“ nicht mehr aus. Der Metatag „Description“ sollte in ein bis zwei Sätzen und maximal 200 Zeichen den Inhalt der individuellen Seite zusammenfassen. Da er fast immer als Ausschnitt („Snippet“) in den Suchergebnissen angezeigt wird, kann eine gut gewählte Description zwar nicht das Ranking, aber durchaus die Klickrate verbessern.
Mythos 4: „Sprechende URLs“ verbessern automatisch das Google Ranking
Erst in den letzten zwei Jahren haben Suchmaschinen gelernt, Adressen nach dem Muster „www.example.com/index.php?param1=value1¶m2=value2“ korrekt zu verarbeiten. Daher galt lange Zeit die Empfehlung, solche dynamisch generierten Inhalte durch serverseitige Mechanismen wie das Apache-Modul „mod_rewrite“ in eine pseudostatische URL, also beispielsweise www.example.com/value1-value2.html, umzuschreiben.
Was die Indizierung angeht, sind beide Varianten inzwischen gleichwertig, obwohl Google Links von Seiten mit mehr als zwei Parametern vermutlich nicht gern folgt. Deshalb sollte man möglichst nicht zu viele davon nutzen.
Die sprechende Variante hat bei der Verlinkung allerdings Vorteile, wenn die komplette URL als Linktext verwendet wird und wichtige Keywords darin vorkommen. Außerdem kann sie die Klickrate positiv beeinflussen: Wenn das Keyword in der Adresse erscheint, wird es in den Suchergebnissen hervorgehoben und eine sprechende URL lässt sich leichter weitergeben – etwa am Telefon.
Mythos 5: Bezahlte Werbung beeinflusst die organischen Suchergebnisse
Falsch. Laut Google beseht keinerlei Zusammenhang zwischen bezahlten Anzeigen/AdWords und den eigentlichen Ergebnissen. Der Autor kann das anhand eigener Recherchen bestätigen.





