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Google Analytics 5: Das kann die neue Version

Aus dem
t3n Magazin Nr. 29

09/2012 - 11/2012

Seit Veröffentlichung der Version 5 von hat sich bei dem Webanalyse-Tool viel getan. Neue Möglichkeiten der Datenerfassung und -auswertung stehen bereit, die wertvolle Erkenntnisse für alle Unternehmensbereiche liefern können. Im Folgenden die wichtigsten Neuerungen im Überblick.

Google Analytics 5: Das kann die neue Version

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Google verhalf dem Bereich der Web-Analyse 2005 mit dem Tool Google Analytics, dessen Technik der Konzern zuvor von der Firma Urchin übernommen hatte, zum Durchbruch. Wie Chief Business Officer Nikesh Arora im Rahmen der Quartalspressekonferenz im April 2012 bekannt gab, setzen mittlerweile über zehn Millionen Websites Google Analytics ein.

Version 5 fällt besonders durch ein verändertes Interface auf, das eine noch flüssigere Bedienung ermöglicht. Unter anderem führt eine Integration der Google Webmastertools zu einer stärkeren Verknüpfung einzelner Google-Dienste. Die neu integrierte Berichtsgruppe „Suchmaschinenoptimierung“ stellt Suchanfragen und Zielseiten der organischen Suche mit durchschnittlicher Position und Klickrate nach der Verknüpfung dar. Radar-Ereignisse, die bereits als Beta in der vorherigen Version zur Verfügung standen, informieren per E-Mail bei Abweichungen von Kennzahlen von einem aus historischen Daten berechneten, erwarteten Bereich.

Mit all diesen Änderungen bietet Version 5 von Google Analytics einen stark erweiterten Funktionsumfang. Seit der Veröffentlichung sind viele weitere Features hinzu gekommen. Im Folgenden geht es um die bedeutendsten neuen Funktionen.

Multi-Channel Trichter

Standardmäßig ordnet Google Anayltics Ziel-Conversions der zuletzt genutzten, nicht-direkten Quelle zu. Problematisch ist das beispielsweise, wenn der Erstkontakt über eine AdWords-Kampagne erfolgt, viele Conversions jedoch bei späteren Besuchen über andere Quellen, wie der organischen Suche, zustande kommen. Dann könnte man nämlich fälschlicherweise annehmen, dass die Zahl der Conversions über die Kampagne gering ist, obwohl diese viele Conversions vorbereitet hat. Eine Beurteilung der Wertbeiträge der einzelnen Kanäle über die gesamte Customer Journey eines Website-Besuchers war also bisher nicht möglich.

Mit dem Ende August 2011 eingeführten Multi-Channel-Trichter stellt Google eine wirkungsvolle Möglichkeit zur besseren Beurteilung des Return on Investment über mehrere Touchpoints (alle Berührungspunkte zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden) hinweg zur Verfügung. Multi-Channel-Trichter berücksichtigen nicht nur den zuletzt benutzten Touchpoint, sondern auch vorbereitete Conversions, Conversion-Pfade, Intervalle und Pfadlängen.

tec Google Analytics 1
Die Channel-Gruppierung des Multi-Channel-Trichter kann man in Google Analytics beliebig anpassen.

Noch einen Schritt weiter geht das Attribution Modelling in der neuen Premium Version von Google Analytics. [1] Neben dem Modell der ersten und der letzten Interaktion kann man den Conversion-Wert damit beispielsweise auch linear, aufsteigend nach der Zeit oder komplett benutzerdefiniert verteilen.

Google Analytics Premium
Attribution Modelling ist eines der Kernfeatures von Google Analytics Premium, das darüber hinaus vor allem mit Support und Training wirbt. Die Ausweitung der Limits auf eine Milliarde statt maximal zehn Millionen Hits pro Monat und die Bereitstellung von bis zu 50 benutzerdefinierten Variablen statt nur fünf in der kostenlosen Standardversion sowie der hohe Preis dürfte die Premium Version eher für Großkunden mit hohem Traffic-Aufkommen interessant machen.

Unerlässlich für die Benutzung von Multi-Channel-Trichtern ist die Definition von Zielen. Neu ist die Möglichkeit, neben URL- und Engagement-Zielen auch Events als Ziel einzusetzen.

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4 Antworten
  1. von Jens Sage am 28.08.2012 (10:26 Uhr)

    Ja, bin auch bei Piwik gelandet... Hoffe die Weiterentwicklung schreitet dort schnell voran

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  2. von Timo am 28.08.2012 (12:16 Uhr)

    Hab ich gerade etwas verpasst? Die Funktionen gibt es doch schon seit vielen Monaten?!

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  3. von Axel Fresh am 28.08.2012 (12:42 Uhr)

    Bin ebenso seit etwa 2 Monaten auf Piwik. Die Anonymisierung ist Trumph.

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  4. von Roland Pircher am 29.08.2012 (12:40 Uhr)

    Im Beispiel-Code bzgl. Social-Media-Tracking sind einige Fehler:
    1. Standard ist _gaq und nicht nur gaq
    2. push ist eine Funktion und sollte deshalb mit () und nicht mit {} versehen werden
    3. Die Anführungszeichen werden in der Form wohl auch nicht funktionieren

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