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t3n 25

Homepage Baukästen: Do it Yourself!

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Jimdo: Flexibles Homepage-Baukastensystem aus Deutschland

Jimdo [1] ist ein sympathisches und relativ junges Unternehmen aus Deutschland, das sich so offensiv und frisch darstellt, dass man ihm sogar alte Socken abkaufen würde. Der Dienst hat seit der Gründung in 2004 über drei Millionen Websites erstellt.

Jimdo: Der nicht mehr ganz so junge Wettbewerber aus Deutschland überzeugt mit fortschrittlichster Technik.
Jimdo: Der nicht mehr ganz so junge Wettbewerber aus Deutschland überzeugt mit fortschrittlichster Technik.

Bei Jimdo werden alle Inhalte per sogenanntem InPage-Editing erstellt. Das bedeutet, man surft die zu bearbeitende Seite an, loggt sich ins System ein und bearbeitet die Seite so, wie sie im Browser dargestellt wird. Für Anfänger ist diese Lösung besonders simpel, weil sie keinerlei Fähigkeit zur Abstraktion verlangt. Über den rechts angeordneten Toolbar lässt sich nicht nur die Seite selbst, sondern auch der gesamte Account verwalten. Jimdo kann zwar Flash einbinden, arbeitet aber auf Basis von HTML.

Jimdo punktet mit einem sehr kundenfreundlichen Preismodell, das sogar eine kostenlose Version vorsieht. Das Free-Paket beinhaltet eine Subdomain, einige Templates und 500 MB Speicherplatz. Seitenzahl sowie Traffic sind nicht limitiert und sogar der Support ist bei der kostenlosen Version inbegriffen. Sämtliche Features wie Blog- und Gästebuchmodule, Bildergalerien, OpenID-Einbindung oder die Verwendung eigener Templates können genutzt werden. Jimdos Alleinstellungsmerkmal ist aber die Integration eines kompletten Shopsystems, das mit maximal fünf Produkten ebenfalls in der kostenlosen Version zur Verfügung steht.

Wer mehr als 15 Produkte anbietet, wählt den Tarif „Jimdo Business“ für 15 Euro im Monat und freut sich über das volle Featureset. Die Unterschiede zum Free-Account sind: eigenes Logo, Zugriff auf Metatags und Statistiken, eigenes Newslettersystem und keine Werbung. Außerdem entfällt für Business-Kunden die zehn Prozent Provision von jedem Shopumsatz. Personen, die das Shopmodul nicht benötigen, aber eine eigene Domain verwenden wollen und auch nicht auf Werbeeinblendungen zwischen ihren Inhalten stehen, entscheiden sich für den Tarif „Jimdo Pro“ für schlanke fünf Euro monatlich.

Jimdo ist in zwölf Sprachen verfügbar, darunter natürlich deutsch. Mit insgesamt 120 Vorlagen, dem intuitiven InPage-Editing und dem kundenfreundlichen Preismodell bekommt Jimdo eine klare Empfehlung. Die später noch vorgestellte 1&1 Do-It-Yourself-Homepage basiert technisch übrigens auf einer älteren Version von Jimdo.

Das Jimdo-Shopmodul arbeitet derzeit zwar nur mit PayPal, kann aber gerade deshalb auch mobil genutzt werden. Alle Jimdo-Seiten bringen eine eigene, für Mobilgeräte optimierte Ansicht mit. Das PayPal-Zahlungs-Checkout funktioniert über die entsprechende Web-App. Karten von Google Maps werden auf dem Smartphone mit der entsprechenden App interpretiert. Damit ist eine Jimdo-Website sehr gut für das mobile Web gerüstet.

Leider hat Jimdo keine native Mehrsprachigkeit zu bieten. Will man mit dem System Inhalte in mehr als einer Sprache anlegen, lässt sich das nur über eine redundante Seitenarchitektur leisten. So legt man die Navigation und alle Inhalte einmal über den Menüpunkt Deutsch, ein weiteres Mal über einen Menüpunkt English an. Diese Lösung ist nur empfehlenswert, wenn es sich um nicht mehr als zwei bis drei Sprachen und extrem wenig Content handelt.

Jux: Newcomer mit Social-Media-Konzept

Schon über 30.000 Nutzer zählt der Website-Builder Jux [2], der erst im März 2011 gegründet wurde und seitdem in den internationalen Startup-Medien besprochen wird. Kein Wunder, denn Jux führt ein völlig neues Konzept in die Branche der Homepage-Baukästen ein. Es handelt sich um eine beliebte Social-Komponente: das Prinzip „Sharing“.

Hat man mit Jux eine Seite gebaut, kann man diese der Community als Startpunkt für die eigene Website zur Verfügung stellen. Die Idee dabei ist, dass die Zahl verfügbarer Vorlagen exponentiell wächst. Allerdings schaffen es auf diese Weise auch solche Websites in den Status eines potenziellen Templates, die man sich besser nicht ausgedacht hätte. Aber das ist kein Nachteil, sondern ein Prinzip der community-basierten Entwicklung.

Jux stellt also eine Plattform zur Verfügung, die von der Community nicht nur mit Templates, sondern auch mit Anwendungslogik gefüllt werden kann und soll. Für den simplen Einbau in die eigene Seite sorgt dann das Jux-Backend.

Jux, der Newcomer aus den USA, legt den Fokus klar auf den Spaßfaktor und bietet dabei ein innovatives Konzept.
Jux, der Newcomer aus den USA, legt den Fokus klar auf den Spaßfaktor und bietet dabei ein innovatives Konzept.

Dabei ist das oben genannte Prinzip kein Zwang. Im Jux-Backend lassen sich auch systemeigene Templates hernehmen, die weit weniger waghalsig gestaltet sind. Insgesamt ist das Backend aber als ziemlich spektakulär zu bezeichnen. Die gesamte Bearbeitung erfolgt innerhalb der Webseite, soweit es vorhandene Inhalte betrifft, und mittels Drag and Drop, wenn es um das Hinzufügen neuer Elemente geht. Dabei passen sich die neuen Inhaltselemente automatisch den Layoutvorgaben aus dem Template an. Das bietet in dieser Vollendung kein anderer Homepagebuilder im Testfeld. Wer möchte, kann anschließend noch in einem integrierten Sourcecode-Editor sein HTML und CSS optimieren.

Aktuell – und das soll wohl auch so bleiben – ist Jux mit dem derzeitigen Featureset komplett kostenlos. Lediglich für die Registrierung eigener Domains fallen Kosten an. Es ist davon die Rede, dass zu einem späteren Zeitpunkt für weitere „Premiumdienste“ Entgelte anfallen könnten, aber noch ist es nicht soweit.

Damit ist Jux eine klare Empfehlung für alle, die der englischen Sprache mächtig sind, denn Lokalisierungen gibt es bisher nicht. Jux ist seinen Mitbewerbern insofern voraus, als der Zugriff auf den Sourcecode möglich ist. So kann ein webdesign-affiner Mensch Änderungen vornehmen, wenn die vorgefertigten Blocks den Ansprüchen nicht mehr genügen.

Bei Jux steht der Community-Gedanke stark im Vordergrund. Es ist daher für all diejenigen nicht geeignet, die eher ein trockenes Werkzeug suchen. Dafür dürfte das Arbeiten mit Jux allen gefallen, die eine hohe Affinität zum Social Networking haben. Erzeugte Websites sind automatisch für die Ansicht auf Tablets optimiert, ansonsten hängt die Optik auf Mobilgeräten deutlich vom verwendeten Template ab.

Mehrsprachigkeit hat Jux ebenfalls nur in dem Umfang zu bieten, wie man ihn mit Jimdo erreichen kann. Wer eine umfangreichere Website mit mehr als zwei Sprachen aufbauen will, sollte eher zu Edicy greifen.

Links und Literatur

  1. Jimdo
  2. Jux
  3. Edicy
  4. Webs
  5. 1&1 Do-It-Yourself-Homepage
  6. Strato LivePages

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8 Reaktionen
web4business
web4business

Für kleine und mittelständische Unternehmen, wie Handwerker, Physiotherapeuten, Restaurants, Anwälte etc. lohnt es sich unseren Webbaukasten von http://www.web4business anzuschauen. Wir waren hier leider nicht im Test, deshalb hier eine kleine Ergänzung.
Mit web4business erhalten kleine und mittelständische Unternehmen einen Webbaukasten, der auf die Bedürfnisse ihre Branche ausgerichtet ist – Inhalte, Bildmaterial und verschiedene Widgets (Funktionen wie Terminplaner, Routenplaner, Anfragen, Rückrufbitten, Reservierungsmodule oder auch Bewertungsmodule) finden sich dort in großer Anzahl.

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Marten
Marten

Zu empfehlen ist auch der deutsche Homepage Baukasten http://www.webvisitenkarte.net welchen ich für mein Unternehmen einsetze. Hatte ein paar der anderen Anbieter hier ausprobiert aber das passte alles nicht so recht..

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Unternehmer
Unternehmer

Ich habe schon einiges probiert. Um eine Internetseite selber zu erstellen ist meiner Meinung Typo 3 gut oder auch
für einfache Anwendung für eine Firmenhomepage finde ich die
Baukästen von http://www.firma.de/homepage-baukasten.html
sehr gut, vor allem preislich sind die ganz gut. Anstatt Vorlagen gibt es hier individuelle Texte/Designs. Bei den Homepagebaukasten von firma.de muss man gar nichts machen, die machen alles. Welche Technologie dahinter steckt weiß ich aber nicht.

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Robert Brandl

Es ist ganz einfach warum Ihr Programm nicht miteinbezogen wurde. Es geht hier um die neue Generation von webbasierten Homepage-Baukästen. Eben jene, die man nicht erst auf seinem PC installieren muss.

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Almpixler

Ich verstehe nicht, warum hauptsächlich immer von ausländischen Anbietern von Homepage Baukästen bzw. den Großanbietern berichtet wird. Es gibt auch kleinere deutsche Anbieter, die gute Software und Homepage Baukästen anbieten.

Ein Beispiel: http://www.homepagefix-2012.de

Software made in Germany! Vielleicht sollte man auch diese Anbieter mal mehr in die Berichterstattung mit einbeziehen und kleineren Firmen und Softwareentwicklern auch mal die Chance auf Veröffentlichungen geben. Quantität ist nicht gleich Qualität...

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cecil

Was ist mit Open Source Plattformen?
Wie Joomla z.B.? Oder auch mit Wordpress kann man, wenn man die Blogeigenschaften wegnimmt, eine Webseite bauen.
LG Cecil

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Adrian
Adrian

1&1 macht keine Angaben zur Mobiltauglichkeit der erzeugten Websites. Da die Do-It-Yourself-Homepage auf Jimdo basiert, könnte man auf deren Funktionsumfang rückschließen.

Ich arbeite als Produktmanager für 1&1. Hier ein paar Infos zur Mobiltauglichkeit: Ja, Nutzer der 1&1 Do-It-Yourself Website können ihre Website automatisch an die Anzeige in Mobilgeräten anpassen lassen. Auch Titelbild und Farbschema der Website werden auf der Mobilversion angezeigt. Damit unterscheidet sich die Umsetzung geringfügig von Jimdo. Zum Ausprobieren können Sie die Demo-Website http://www.thai-karlsruhe.eu aufrufen. Eine Übersicht dieser und weiterer Funktionen habe ich Ihnen als Präsentation auf Slideshare geladen.
Viele Grüße
Adrian

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Robert Brandl

Hinsichtlich der Mehrsprachigkeit würde ich vielleicht noch Webnode.com ergänzen, dort kann man verschiedene Sprachversionen ganz gut verwalten und das Tool ist auch auf Deutsch verfügbar.

Webs.com würde ich für deutschsprachige Projekte eigentlich überhaupt nicht empfehlen. Scheinbar ist die Codierung dort nicht ganz ordentlich umgesetzt, wodurch in bestimmten Teilen der Website Sonderzeichen nicht korrekt dargestellt werden (gibt dazu auch einige Diskussionen unter europäischen Usern). Auch hatte ich es bei meinen Testseiten nun schon mehrmals, dass Zusatzapplikationen aus dem App-Store abgeschaltet wurden, da die externen Anbieter pleite gegangen sind.

Grüße,

Robert

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