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Kundenkommunikation: Praktische Tipps für eine erfolgreiche Arbeit als Freelancer

Aus dem
t3n Magazin Nr. 28

06/2012 - 08/2012

müssen sich immer wieder auf neue Kunden und Projekte einlassen. Da jeder Auftraggeber eigene Vorstellungen von einer Zusammenarbeit hat, ist es als Webdesigner nicht immer leicht, alle Anforderungen zu erfüllen. Einige praktische sollen dabei helfen, die Zusammenarbeit mit Kunden möglichst erfolgreich zu gestalten.

Kundenkommunikation: Praktische Tipps für eine erfolgreiche Arbeit als Freelancer

Als selbstständiger Webdesigner hat man nicht selten das Gefühl, dass eher ein gutes Organisationstalent als die eigentliche Designfähigkeit gefragt ist – um neben der kreativen Arbeit auch noch die Terminplanung, Kundenbetreuung, Abrechnungen und die Akquise neuer Kunden erfolgreich unter einen Hut zu bringen. Doch mit geschickter Organisation, ein wenig Übung und einigen hilfreichen Tools ist auch diese Herausforderung zu meistern.

Klare Kommunikation ist gefragt

Kunden kommen selbst meist nicht aus der Web-Branche und können daher wenig bis gar nichts mit dem üblichen Webdesigner-Fachjargon anfangen. Daher ist es in der Kommunikation mit Kunden besonders wichtig, sich aufeinander einzulassen und dem Kunden alle Projektdetails möglichst ausführlich zu erklären. So fühlt der Kunde sich sicherer, fasst Vertrauen in seinen Webdesigner und gewinnt hoffentlich auch jede Menge Spaß an der Zusammenarbeit.

Natürlich ist es nicht möglich, immer gleicher Meinung zu sein. Dennoch sollten Webdesigner ihre Kunden als Teil eines Projektteams ansehen. Mit sinnvollen Argumenten und klarer Kommunikation lassen sich Kunden dann auch leichter von der eigenen Arbeit überzeugen und als Webdesigner hat man nicht ständig das Gefühl, gegen den Kunden arbeiten zu müssen.

Transparenter Projektverlauf und feste Termine

Um weiteres Vertrauen beim Kunden und somit die perfekte Basis für eine reibungslose Zusammenarbeit zu schaffen, ist es hilfreich, einen Projektplan mit festen Abgabeterminen zu erstellen, sobald alle Projektdetails besprochen sind. Da jeder Webdesigner etwas anders arbeitet, sollte man seinen Kunden die eigene Arbeitsweise möglichst detailliert erklären. So fühlt der Kunde sich in den Projektablauf einbezogen und Missverständnisse lassen sich leichter vermeiden. Ein praktisches Tool für einen solchen gemeinsamen Projekt-Plan ist Trello (siehe Artikel „Teamarbeit im Web“ ab Seite 148).

Ein fester Projektplan ist aber nicht nur wichtig, um dem Kunden ein Gefühl von Sicherheit und Transparenz zu vermitteln. Auch für die eigene Terminplanung ist eine feste Zeiteinteilung wertvoll. So können unterschiedliche Projekte besser eingeteilt und das eigene Freelancer-Business viel übersichtlicher organisiert werden.

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Mit Trello lässt sich leicht ein übersichtlicher Projektplan erstellen.

Ganz wichtig bei der Projekt-Organisation ist es, alle Abgabetermine wirklich einzuhalten. Man sollte sich also auf keinen Fall selbst überschätzen und seinen Kunden unrealistische Zeitangaben mitteilen. Sich von potenziellen Kunden zu einem zu knappen Termin drängen zu lassen, nur um einen Auftrag zu bekommen, ist ebenfalls wenig hilfreich. Denn wenn man die Projekt-Deadline letzlich doch nicht einhalten kann, wirkt dies unprofessionell und hinterlässt keinen guten Eindruck beim Auftraggeber.

Tools zur Zeiterfassung

Praktische Tools für die Erfassung der eigenen Arbeitszeit sind beispielsweise Toggl [1] oder Paymo [2]. Zeichnen Freelancer die gesamte Arbeitszeit für ein Projekt auf, können Kunden mitverfolgen, wie viel Zeit sie für ein Projekt tatsächlich investieren.

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Toggl lässt sich auch praktisch auf dem Smartphone nutzen.
Für den Webdesigner selbst ist das Timetracking ein wertvolles Hilfsmittel, um die eigene Arbeit zeitlich besser einschätzen zu können. Ohne die benötigte Zeit für eine Aufgabe zu erfassen, tendiert man schnell dazu, den Arbeitsaufwand für ein Projekt zu unterschätzen.

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4 Antworten
  1. von Carolina am 24.10.2012 (09:06 Uhr)

    Schöner Artikel, Ellen - Kommunikation ist eben alles. Style-Tiles ist allerdings kein Tool, auf das man bei kommerziellen Projekten nicht setzen sollte. Die Lizenz schließt das aus ("You may not use this work for commercial purposes" - und unsportlch ist es eh ...).

    Ohnehin ist meine persönliche Erfahrung, dass man mit Fireworks im Webseitenbau schneller zum Ziel kommt.

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  2. von Carolina am 24.10.2012 (09:08 Uhr)

    'ist allerdings ein Tool' ... weia ... doppelte Verneinungen morgens um 9 sind nicht mein Ding ;-)

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  3. von Andi75 am 14.05.2013 (10:32 Uhr)

    Danke für den Artikel. Natürlich steigen die Ansprüche an die Kommunikation.

    In den letzten Jahren sind, sowohl die Ansprüche als auch die Komplexität hie deutlich gestiegen- vor allem die Möglichkeiten und zahlreichen Kanäle.

    Wir benutzten ein Tool von Comindware - den Comindware Tracker, den kann ich nur empfehlen. Dieses Tool ist sehr breit gefächert und nicht auf einen wesentlichen Bereich oder Wirtschaftszweig beschränkt!

    http://www.comindware.com/de/tracker/team-collaboration/

    Lg und eine schöne Woche!

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  4. von smongnia am 25.07.2014 (13:57 Uhr)

    Hey, I definitely believe that good communication skills along with use of simple and good time tracking tools can be pretty useful as well as worth to increase overall productivity and efficiency of your project.

    Another great time management software - http://goo.gl/9sZjBG is by Replicon that I had been using for all our project requirements and its is a tool to check out for sure.

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