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Archivieren oder Aktualisieren? Die besten Strategien für alten Content

Archivieren oder Aktualisieren? Die besten Strategien für alten Content

In einer dreiteiligen Serie erklärt Reid Bandremer von lunametrics, warum man die alten Inhalte seiner Seite nicht vernächlassigen sollte und wie man mit veraltetem Content umgeht. Im besten Fall kann dabei noch ganz schön was für einen rausspringen. 

Archivieren oder Aktualisieren? Die besten Strategien für alten Content

(Foto: Shutterstock

„Ignoriere die alten Inhalte deiner Seite nicht“, mit diesem Aufruf startet die dreiteilige Serie des Senior Search Project Managers der Agentur Lunametrics Reid Bandremer. Auf dem Agenturblog erklärt er umfangreich, welche Möglichkeiten man hat, mit seinen Inhaltsleichen umzugehen und wie man sie wiederbeleben kann.

Teil 1: Grundüberlegungen anstellen

In Teil eins führt er aus, welche Überlegungen man anstellen sollte. Das Aufbereiten oder Wiederverwerten alter Inhalte kann nämlich durchaus zeitintensiv werden. Also sollte man sich einige Fragen stellen, bevor man handelt. Zum Beispiel: Wie viel Zeit, Personal und Geld steht mir für die Aktion zur Verfügung?

„Welche Auswirkungen die alten Inhalte auf das Benutzererleben haben, ist wohl die wichtigste Überlegung.“

Zudem gilt es zu klären, welche Auswirkungen der alte Content für dein SEO hat: Belastet der alte Content deine Rankings oder beeinflusst er diese positiv?

Inhaltlich solltest du untersuchen, ob deine alten Inhalte noch Relevanz haben, oder ob sie thematisch nah an den aktuellen Inhalten sind. Zu guter Letzt rät er, sich über die Auswirkungen auf die User Experience Gedanken zu machen: Schadet es? Oder werten hochwertige ältere Stücke deine Seite sogar auf, wenn man sie noch mal neu einstreuen würde? „Die Überlegung, welche Auswirkungen die alten Inhalte auf das Benutzererleben haben, ist wohl die wichtigste“, so Reid.

Teil 2: Optionen kennen

Reid beschreibt in Teil zwei sechs Wege, wie man mit altem Content umgehen kann: Nichtstun, die Seite löschen, umleiten, archivieren, updaten und zusammenführen.

Nichtstun kann man sich erlauben, wenn der alte Content noch gut läuft und nicht veraltet, beziehungsweise von schlechter Qualität ist. Eine weitere Möglichkeit mit alten Seiten zu verfahren, wäre, sie zu löschen. Sofern du sie nicht umleitest, ist das allerdings sowohl für die UX als auch für dein SEO schlecht. Zwar gibt er einen Tip, wie man wenigstens die UX durch eine nett gemachte Fehlerseite auffangen kann, aber generell gilt: „Es ist im seltensten Fall die beste Lösung, eine Seite einen 404-Fehler anzeigen zu lassen. Nur wenn du eine schnelle Lösung brauchst, der Inhalt absolut veraltet ist und kaum Pageviews erzielt, kann es eine akzeptable Lösung sein", so Reid.

alte inhalte alter content wiederbeleben
So wirbt ein Reiseportal mit einem 404-Error für sich. (Screenshot: t3n)

Eine andere Möglichkeit wäre zum Beispiel die Umleitung.  Aber auch hier gibt es einiges zu beachten:

  • Vermeide, alle gelöschten Seiten auf die Startseite zu verlinken – überlege stattdessen, ob es sinnvollere Zielseiten gibt.
  • Lass die User wissen, warum sie umgeleitet werden.
  • Verwirre deine Besucher nicht durch unsaubere Weiterleitungsketten

Die vierte Möglichkeit, den alten Content zu archivieren, vergleicht der Experte damit, seinen Merchandise in die Abstellkammer zu packen. Es ist zwar noch verfügbar, aber es macht den wertvollen Platz frei für andere, wichtigere Dinge. Das bringt einige Vorteile mit sich, sollte gegenüber dem Leser jedoch ebenfalls kommuniziert werden. Vorsicht sollte man walten lassen, bei gut rankenden Artikeln. Werden diese zu früh archiviert, können sie ihr volles Potenzial nicht mehr entfalten.

Update & Republish: aufwändig aber wirkungsvoll

Option fünf, das Aktualisieren eines Artikels, ist eine der aufwändigsten Methoden. Die Inhalte können auf viele Weisen aktualisiert werden, zum Beispiel durch das Hinzufügen von neuen Informationen oder Berichtigungen. Um etwas Zeit dabei zu sparen, empfiehlt Reid, den Prozess weitestgehend in den Workflow einzubinden und eine gewisse Regelmäßigkeit einkehren zu lassen. Zum Beispiel in dem du ein Feature in dein CMS einbaust, welches dir den Umgang mit Updates und Republishs leichter macht. Zudem kann man seine Leser wissen lassen, dass sie einen kontaktieren können, wenn ihnen auffällt, dass etwas aktualisiert werden sollte. So bekommt man nützliche Hinweise und spart Ressourcen.

Die sechste Option setzt sich aus dem Update und dem Redirect zusammen. Manchmal bietet ein alter Artikel noch gutes Hintergrundmaterial für einen aktuellen Artikel. In dem Fall könnte man diese Informationen aus dem alten Artikel nehmen und zum Aktuellen hinzufügen. Die alte Seite kann man dann auf den aktuellen Artikel umleiten. „Diese Technik ist großartig, um richtig gute Trafficzahlen zu erreichen“, so Reid. Aber sie bedarf dafür auch einiger manueller Arbeit.

Teil 3: Entscheidung treffen

Im dritten Teil der Serie geht es darum, zu entscheiden, welche Option die passende ist. Je nach evaluiertem Problem, das die alten Inhalte verursachen, sind unterschiedliche Lösungswege denkbar. Dafür hat Reid eine Tabelle erstellt, die einen ersten Überblick darüber gibt, welche Methode welche Auswirkung hat und so zur Entscheidungsfindung beitragen kann:

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Wie man mit alten Inhalten umgeht: Die Optionen und ihre Auswirkungen   (Grafik: lunametrics.com)

Zudem empfiehlt er das Entscheidungsmodell seines Kollegen Stephen Kapusta, welches dir helfen kann, eine Entscheidung zu treffen ohne jeden Content noch einmal sichten zu müssen, da dies in einigen Fällen nicht möglich ist.

Old-content-decision-alter content
(Grafik: Stephen Kapusta)

Willst du dich intensiver mit dem Thema beschäftigen, dann lies dir die dreiteilige Serie „What Should You Do With Old Content?“ von Reid Bandremer im Ganzen durch.

 

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