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Krankenkasse bezuschusst Fitness-Tracker – auch die Apple Watch

Krankenkasse bezuschusst Fitness-Tracker – auch die Apple Watch

Bei vielen Krankenkassen gibt es für private Gesundheitsmaßnahmen Prämien oder Zuschüsse. Pulsmesser und Fitness-Tracker – dazu gehört auch die – können so eine Maßnahme unterstützen. Deswegen zahlt eine deutsche Krankenkasse jetzt beim Kauf dazu.

Krankenkasse bezuschusst Fitness-Tracker – auch die Apple Watch

(Foto: Shutterstock)

Wird auch die Apple Watch bezuschusst?

Vorsorge-Untersuchungen, Reiseimpfungen und Fitnesskurse haben zwei Dinge gemeinsam: Zum einen werden sie von der gesetzlichen Krankenkasse meist nicht regulär übernommen, zum anderen kann man aber bei den meisten Kassen für diese gesundheitserhaltenden Maßnahmen eine Zuschuss bekommen. Die Regeln dafür sind bei allen Versicherungsanbieter unterschiedlich.

Die AOK Nordost geht jetzt einen Schritt weiter als ihre Konkurrenten. Sie bezuschusst alle zwei Jahre den Kauf eines Pulsmessers oder Fitness-Trackers mit der Hälfte des Kaufpreises – maximal aber mit 50 Euro. Die Redaktion von CHIP Online hat sich gefragt, ob das auch für Smartwatches gilt und hat bei der AOK Nordost nachgefragt.

Kurze Wörter sind ein Gewinn für eine simple Bedienbarkeit der App. (Screenshot: Apple)
Die Apple Watch erfüllt alle Bedingungen für den Zuschuss. (Screenshot: Apple)

Auf der Webseite der Krankenkasse heißt es, die AOK Nordost beteilige sich an den Kosten für Pulsmesser, Self-Tracker und andere digitale Geräte, die Mitglieder bei ihrem persönlichen Fitnessprogramm unterstützen. Auf Nachfrage von CHIP Online, ob dies auch für Smartwatches wie die Apple Watch gelte, gab es folgende Auskunft: „Dieser Zuschuss wird für sämtliche Geräte gewährt, die Herzfrequenz, Streckenlänge, Höhenmeter, Geschwindigkeit, Kalorienverbrauch und so weiter dokumentieren, also für Fitnessarmbänder und Smartwatches – auch die AppleWatch.“

Keinen Zuschuss für das Smartphone – aber für Apps

Für ein Smartphone würde der Zuschuss jedoch nicht gelten, so die AOK weiter. Auf Apps, die Daten aus den genannten Kategorien erheben, können Mitglieder aber im Rahmen des Gesundheitskontos einen Zuschuss beantragen. Bis zu 20 Euro werden hier pro Jahr für Apps, Online-Fitnessportale und andere eHealth-Angebote bezuschusst.

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Die Krankenkasse zahlt bis zu 20 Euro jährlich für Fitness-Apps dazu. (Foto: Human Teaser)

Auf Nachfrage von t3n bei den großen Versicherern Techniker Krankenkasse und IKK Classic wurde uns mitgeteilt, dass es bei ihnen keinen Zuschuss zu solchen Geräten gibt. „Uhren oder Tracker bezuschussen wir nicht. Deren Kauf wäre für sich genommen ja auch noch kein Beitrag zu einer gesünderen Lebensweise“, schreibt Michael Förstermann, Pressesprecher der IKK Classic. Man konzentriere sich auf das Bonusprogramm für Vorsorgeuntersuchungen und Präventionskurse, so Förstermann weiter. Eine Antwort der Barmer GEK und der DAK steht noch aus.

Laut einem Medienbericht sammeln die Barmer GEK und die AOK Nord schon Fitness-Daten der Mitglieder. Dass das langfristig auch Gefahren birgt, ist offensichtlich. Lest in diesen Zusammenhang auch „Warum ich manchmal doch Angst um die Zukunft meiner Daten habe“.

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10 Antworten
  1. von Tino am 04.08.2015 (11:20 Uhr)

    aktualisiert ihr den beitrag wenn antwort von der barmer kommt? bin bei denen

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  2. von Melanie Petersen am 04.08.2015 (11:29 Uhr)

    Hi Tino, ja das machen wir. Liebe Grüße, Melanie

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  3. von Steffen am 04.08.2015 (11:54 Uhr)

    Dann bin ich ja auf die Antwort der DAK gespannt. Wie ihr aber schon richtig im Beitrag schreibt, bedeutet der Kauf eines Pulsmessers ja nicht unbedingt auch gleich die Nutzung des Geräts. Auch ist die Anfangseuphorie nicht zu unterschätzen (da wird dann gern mal 4 Wochen extensiv Sport getrieben und danach wandert das Teil wieder in die Schublade). Alles Faktoren, die die Kassen hier natürlich auch mit bedenken müssen.

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  4. von Fanmade am 04.08.2015 (12:20 Uhr)

    Kann ich einen Artikel auch beobachten ohne einen Kommentar dazu zu schreiben?
    Bin übrigens auch bei der Barmer.

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  5. von E. am 04.08.2015 (13:17 Uhr)

    Eine Tagesbilanz ziehen ist gut. In Self-Tracking liegt allerdings die Gefahr zu einem Zwang zu werden und zu schlechtem Gewissen zu führen. Wenn die Tagesform schwankt oder etwas Ungeplantes passiert. Einfach rennen und auf sich hören und abends ein Tagebuch führen. Das reicht vollkommen aus, anstatt immer auf seine Uhr oder Handy zu starren.

    Das Geld sollte eher in die Hygiene von Krankenhäusern laufen. Hier kommt es im Jahr zu mehren tausenden Todesfällen durch resistente Keime.

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  6. von Gesundheit für alle am 04.08.2015 (14:35 Uhr)

    Es gibt zwar Statistiken zur Abbruchquote bei Trackern aber niemand fragt die Nutzer wieso. Ein paar sind faul und fallen ins alte Schema zurück. Andere haben sich aber vielleicht angewöhnt, Treppen zu laufen und auf 10.000 Schritte pro Tag (oder was normal ist) zu kommen so das intensives Tracking nicht mehr so wichtig ist.

    Medikamente werden auch ungern genommen und oft weggeworfen. Feedback über den QR-Code ermöglicht IBM trotz seiner TV-Werbung bis heute nicht und interessiert Krankenkassen wohl auch nicht ob und wie gut Medikamente funktionieren bzw. wieso sie nicht genommen werden.
    Manche Hilfsmittel (Krücken, Rollstühle,...) werden wohl notgedrungen genutzt. Bei Trackern oder Blutdruck-Messgeräten ist das aber nicht zwingend notwendig. Interoperable Standards (Bluetooth-Protokolle) wo jedes Gerät durch jeden Arzt und Rettungswagen und jeden Patienten mit jeder kompatiblen App/Software einheitlich ausgelesen werden kann, wäre ganz nett. Ob die entsprechenden Ausschüsse das schaffen, kann man dann ja sehen... Dann könnte man beim Arzt die Protokolle vorlegen und dem Kunden und Arzt den Payback überweisen quasi als Micro-DMPs. Anonymisierte weltweite Protokollvergleiche wären natürlich auch nett. Sowas wie Highscore-Listen für Spiele aber für Blutdruckwerte, Tägliche Schritte usw.
    Da braucht ja nicht der eigene Name dran stehen. Aber wenn man bei Facebook oder Gesundheitsbook in der Punktwolke sieht wo man im Vergleich zu ähnlich viel/wenig wiegenden Gleichaltrigen steht, ist man vielleicht mehr oder weniger motiviert.
    Sowas wäre schnell programmiert. Trivialpatente für beispielsweise Auslese-APIs und Abmahnungen halten mich davon ab. Krankenkassen kriegen 15% Eures Lohnes und die Pflegewelle hat finanziell noch gar nicht begonnen. Da sollte man sich über die Ausdünnung von Volkskrankheiten schon mal Gedanken machen.

    In Japan müssen Firmen wohl Strafzahlungen bezahlen wenn die Mitarbeiter zu schlechte Werte (Gewicht, aber vielleicht auch das böse Cholesterin und Blutdruck) haben.

    Bei Sesseljobs sind schlechte Werte leider wohl keine Leistungs-Minderer und eine Kultur freiwilliger bezahlter Zusatz-Arbeit gibts hier ja wohl eher nicht so das die Gesünderen mehr bezahlte Überstunden machen dürfen.

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  7. von Jürgen Schulze am 07.08.2015 (12:24 Uhr)

    Na, ausgezeichnet.
    Da werde ich den Kasten rooten und mal eben fix die Daten von einem 20 Jahre alten Marathonläufer angeben.
    Doping für die Fitness-Watch. Da zahlt die Kasse vielleicht noch was drauf.
    Eine bedenklich Entwicklung gegen die der Gesetzesgeber schnell stoppen sollte, denn sonst werden noch Leute versichert, die keine Versicherung benötigen.

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  8. von Minga83 am 25.03.2016 (13:46 Uhr)

    Das ist wahrscheinlich Zukunftsmusik, denn zu wenig Bewegung und zu viele Kilos auf den Rippen ist ein Problem in unserer Gesellschaft. Ein Fitness Armband bzw. auch ein einfacher Schrittzähler http://fitnezapp.de/welche-schrittzahler-sind-gut-die-besten-armbander-2014/458/ können tatsächlich helfen, sich zu etwas mehr Bewegung aufzuraffen. Zumindest kann man mit den Geräten sehen, wie viel bzw. wie wenig man sich tatsächlich am Tag bewegt und entsprechendes ändern. Mehr Bewegung heisst im Zweifel auch einfach einen länger gesünderen Körper oder sehe ich das falsch?

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