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Startups

10 gute Gründe, warum der Businessplan noch immer unersetzlich ist

    10 gute Gründe, warum der Businessplan noch immer unersetzlich ist

Wer braucht heute eigentlich noch einen Businessplan? Die Antwort: Jeder Existenzgründer! René S. Klein, Mitgründer und Geschäftsführer von für-Gründer.de, nennt zehn Gründe, warum der Businessplan noch immer seine Daseinsberechtigung hat.

Braucht man ihn oder braucht man ihn nicht? Angesichts neuartiger Konzepte wie Canvas oder dem Pitchdeck wurde in letzter Zeit viel über Sinn und Unsinn des Businessplans diskutiert. Tatsache ist, ohne ihn gibt es für Gründer kein Geld von der Bank. Das mag schon per se viele Kritiker in ihrer Meinung bestätigen. Doch sie verkennen, dass der Businessplan in erster Linie ein Dokument für den Gründer selbst ist.

Ein Leitfaden, der Orientierung auf dem Weg ins Ungewisse gibt. Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind günstig – stellte schon Seneca fest. Und wer sich von dieser Weisheit alleine nicht beeindrucken lassen will, findet nachfolgend zehn weitere Gründe dafür, warum der Businessplan für Existenzgründer und Startups unerlässlich ist.

1. Der Businessplan reduziert das Risiko, zu scheitern

Proaktives Arbeiten hilft dabei, Risiken möglichst früh zu erkennen. (Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/de/pic-243285325/stock-photo-risk-management-flow-chart-written-on-white-paper.html?src=RURZxPB4s5-qNHDJWLnBGQ-1-109">Shutterstock</a>)
Proaktives Arbeiten hilft dabei, Risiken möglichst früh zu erkennen. (Foto: Shutterstock)

50 Prozent aller Neugründungen überleben die ersten fünf Jahre nicht. Im Startup-Bereich ist diese Quote sogar noch höher. Und nicht gerade selten hätte ein Businessplan schon vorher verraten können, ob die Geschäftsidee tatsächlich das Potenzial hat, rentabel zu sein. Die kritischen Bereiche der Geschäftsidee gehen aus einem gut ausgearbeiteten Businessplan hervor. Wenn man ein Haus baut, weiß man schon vorher, ob das prinzipiell möglich ist. Niemand würde ohne Architekten-, Bau- und Finanzierungsplan anfangen, ein Haus zu errichten.

Die Umsetzung wird durch einen solchen Plan vereinfacht und die Erfolgsaussichten steigen. Mit den Risiken des Vorhabens kann besser umgegangen werden, wenn proaktiv gearbeitet wird. Allerdings braucht man nicht direkt 50 Seiten schreiben, wenn einem die erste Idee durch den Kopf geht. Hier bietet sich zunächst ein Kurzkonzept oder beispielsweise das Business Model Canvas an, um einen ersten Überblick und eine Diskussionsgrundlage zu haben. Erst wenn hierbei alle Zeichen auf Grün stehen, legt man mit dem ausführlichen Plan los.

2. Er gibt dem Gründer Orientierung und Struktur

Der Businessplan zwingt den Unternehmer zu einer strukturierten Vorgehensweise. Manchmal kann einem selbst hierdurch klar werden, wohin die Reise gehen soll und welche Schritte nötig sind. Viele Unternehmer glauben am Anfang, dass ihr Geschäftsmodell locker umsetzbar ist. Diese Grundmotivation ist auch die Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen einmal erfolgreich wird.

„Viele Unternehmer glauben am Anfang, dass ihr Geschäftsmodell locker umsetzbar ist.“

Allerdings werden Wissenslücken, Probleme und mögliche Hürden erst durch einen Businessplan sichtbar. Dieser benennt im Vergleich zum Business Model Canvas die einzelnen Schritte der Unternehmensgründung im Detail. Es entsteht ein Gesamtbild des großen Ganzen und die Dimensionen des Unternehmertums werden deutlich. Kein, wirklich kein Unternehmer kann direkt zu Beginn alle Faktoren seiner Geschäftsidee überblicken.

3. Die Idee ist immer nur der Anfang

Viele Gründer haben einen Traum und es fehlt ihnen selten daran, das Potenzial ihrer Idee in den blumigsten Worten zu beschreiben. Wenn es aber darum geht, die Idee in zwei bis drei Sätzen zu konkretisieren, Produkte und Dienste herauszuarbeiten, hapert es häufig. Dabei zählt ein klar „nachvollziehbarer Kundennutzen“ sowie „eine Produkt- beziehungsweise Dienstleistungsinnovation mit deutlichem Alleinstellungsmerkmal“ zu den häufigsten Gründen, warum Investoren ein Vorhaben weiter verfolgen, erklärt der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften bei seinen Tipps für einen gelungenen Businessplan.

4. Kurze „Time to market“ schön und gut – aber welcher Markt ist geeignet?

Gegner des Businessplans führen oft ins Feld, dass es besonders wichtig sei, schnell in den Markt zu gehen, Produkttests zu machen und zu schauen, ob die Zielgruppe anbeißt. Die Wahrscheinlichkeit, eine der folgenden Kombinationen „richtiges Produkt, falsche Zielgruppe“ oder „falsches Produkt, richtige Zielgruppe“ zu erwischen, ist dabei sehr hoch. Gründer schätzen ihren Zielmarkt oft falsch – und vor allem – zu groß ein. Abhilfe schafft hierbei eine ausführliche Marktanalyse im Businessplan. Diese beinhaltet auch eine Marktforschung bei der Startups schon in einem sehr frühen Stadium kostenlos den direktesten Kontakt mit ihren Kunden aufnehmen können, ohne Geld zum Beispiel in AdWords-Kampagnen stecken zu müssen.

5. Konkurrenten und Wettbewerber kennenlernen

Wer ein Unternehmen gründet, muss seine Konkurrenz kennen. (Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/de/pic-67526728/stock-photo-business-man-and-woman-getting-ready-for-race-in-business.html?src=VWSh9Ed-TSzrAg1iNaB13w-4-26">Shutterstock</a>)
Wer ein Unternehmen gründet, muss seine Konkurrenz kennen. (Foto: Shutterstock)

Phrasen wie „Wir haben keine Wettbewerber“ fällt bei Gründern noch immer viel zu häufig. Wer ein Unternehmen gründet, muss die Konkurrenz kennen. Nur so ist eine erfolgsversprechende Positionierung des eigenen Unternehmens möglich. Hierfür schaut man sich nicht nur die eigenen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken an, sondern analysiert auch die Angebote der Wettbewerber sehr genau.

„Wir haben keine Wettbewerber.“

Alles dreht sich dabei um die Fragen, was man besser als die Konkurrenz macht oder ob man eine Nische besetzen und dort punkten kann, wo der Service oder das Produkt der Konkurrenz aufhört. Wichtig: Ein aus Sicht des Gründers besseres Produkt ist kein Garant für den Erfolg. Entscheidend ist, ob auch der Kunde den Vorteil erkennt und bereit ist, dies zu honorieren, etwa durch einen höheren Preis. Die Marktforschung kann hierauf eine Antwort liefern – und so schließt sich der Kreis.

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2 Reaktionen
moxi
moxi

ich wollte mit meinem eigenen Unternehmen starten. Ich wusste, dass ich ein Businessplan schreiben muss, konnte allerdings nicht. Darüber hinaus dachte ich mir, wer das überhaupt braucht. Obwohl meine Idee toll war, konnte ich keine Investoren finden... im Internet habe ich nach Hilfe gesucht, weil ich mein Projekt unbedingt umsetzen wollte. Ich bin auf http://business-and-science.de/businessplan-schreiben-lassen/ gestoßen und habe mit tollen Experten an dem Businessplan gearbeitet, sodass ich heute sorgenlos meine Ziele verfolge!

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Johannes_Pankoke
Johannes_Pankoke

Lieber René, stimme deinem Plädoyer pro Businessplan absolut zu! Gerade das Argument "Businessplan wird für die Schublade geschrieben" höre ich immer wieder - unwahr.

Wir haben hier oft genug den Fall, dass Gründer nach ein paar Monaten ihren Plan nochmal zur Hand nehmen und anpassen. Und an der Stelle haben wir schon einen guten Lerneffekt.

Der Businessplan bleibt ein prima Werkzeug, um das ganze Projekt einmal von vorn bis hinten zu durchdenken.

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