CEO-Interview mit Sebastian Heinzel, tripwolf „Das Wichtigste war es, den ersten Business Angel zu finden.“

Florian Endres, 04.01.2010 - 09:25 | 1 Kommentar |
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In unserer Reihe von CEO-Interviews haben wir diesmal ein Gespräch mit Sebastian Heinzel von Tripwolf. Das Startup ist eine Reiseführerplattform, die klassische Reiseführer-Inhalte mit Erfahrungen Reisender verknüpft. Die Nutzer können hier individuelle Reiserouten zusammenstellen und dabei Empfehlungen durch Freunde und Bekannte zurate ziehen. Im Mail-Interview mit t3n erklärt Sebastian Heinzel, welche Rolle New York bei der Gründung spielte, welches Tool für ihn unverzichtbar ist und was die größten Hürden für das noch junge Unternehmen waren und sind.

Wie ist die Idee zu tripwolf entstanden?

Sie enstand schon vor vielen Jahren gemeinsam mit Alex Trieb, nunmehr Mitgründer und Co-Geschäftsführer. Unsere ursprüngliche Frage war: Wie können wir eine Weltreise machen, die von anderen Leuten bezahlt wird? Und da lag der Gedanke eines werbefinanzierten Reise-Blogs nicht fern. Über die Jahre hat sich die Idee weiterentwickelt zu einem Reiseführer, der von tausenden Reisenden in aller Welt verfasst wird. Und vor zwei Jahren haben wir dann begonnen, aus der Idee Realität zu machen.

Woher hast Du den Mut zum Gründen genommen?

Ich lebte zu dem Zeitpunkt in New York und arbeitete als freier Journalist (für Spiegel Online, Die Zeit, das österreichische Nachrichtenmagazin profil, ...). Der Schritt zum Gründen fiel dadurch nicht schwer: Zum einen ist das Leben als freier Journalist ohnehin schon nah am Unternehmertum, zum anderen inspiriert New York zur Eigenständigkeit.

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Was waren die wichtigsten Meilensteine auf dem Weg zum Start? (z.B. rund um Finanzierung, Teamsuche, Umsetzung)

Das Wichtigste war es, den ersten Business Angel zu finden, der eine kleine Summe auf uns gewettet hat. Das hat dann die Türen zu allen möglichen anderen Investoren geöffnet. Das Zweitwichtigste war, die geeignete Team-Zusammensetzung zu finden - ein teils schwieriger, langer Prozess, bei dem man sich von Weggefährten auch wieder trennen muss.

Was war oder ist bis heute die größte Hürde (und wie habt Ihr sie überwunden oder wie wollt Ihr sie überwinden)?

Die größte Hürde ist, dass es trotz sehr gutem Traffic gar nicht so einfach ist, Werbegelder zu lukrieren. Zum einen war das Krisenjahr 2009 da nicht ideal, zum anderen ist man immer wieder überrascht, wie wenig Werbung online (im Gegensatz zu Print oder TV) geschaltet wird - nach wie vor. Da muss man einen langen Atem haben.

ceo interview tripwolf beschnitten 250x300 CEO Interview mit Sebastian Heinzel, tripwolf: „Das Wichtigste war es, den ersten Business Angel zu finden.“Deine Lieblingsaufgabe im Moment?

Mit den Chefs jener Reiseführer-Verlage, deren Bücher ich als Backpacker verehrt habe, über Content-Partnerschaften für tripwolf zu verhandeln.

Wenn Du Dir für tripwolf etwas wünschen könntest...

Dass aus dem noch kleinen Wolfsjungen ein ausgewachsener, eigenständiger Wolf wird, der auch mal allein auf die Jagd gehen kann.

Das Schönste als CEO ist...?

Dass man die CEOs von wirklich großen Unternehmen (zb. Expedia.com) anschreiben kann und ernstgenommen wird ;)

Dein aktuell liebstes Tool?

Things - ein genial-simples Tool zur Verwaltung von To-Do-Listen.

Mac oder PC?

Mac

Was wird der nächste große Hype im Netz?

Mobile, geo-aware social networking a la „Foursquare“ und „Gowalla“.

Wie heißen deine Lieblingswebsites?

Die wechseln oft. Zu den Konstanten gehören nytimes.com, news.bbc.co.uk, techcrunch.com, facebook.com.

Weitere Informationen zu tripwolf finden sich in unserem Startup-Portal.

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Eine Antwort zu “CEO-Interview mit Sebastian Heinzel, tripwolf: „Das Wichtigste war es, den ersten Business Angel zu finden.“”

  1. #1 Stefan

    Sehr schöne Website hat tripwolf da auf die Beine gestellt. Ich bin immernoch auf der Suche nach einem Online-Reiseführer mit den Hotspots der Regionen und Städte. Wikipedia kann man dafür ja nur rudimentär benutzen, z.B. nur für Sehenswürdigkeiten.

    Viel Erfolg dem tripwolf!

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