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Du brauchst ein Logo? Diese Design-Crowdsourcing-Plattformen machen es dir schnell und günstig

Du brauchst ein Logo? Diese Design-Crowdsourcing-Plattformen machen es dir schnell und günstig

Du benötigst ein schickes Logo für dein Unternehmen? Und das am besten noch schnell und vergleichsweise günstig? Design-Crowdsourcing-Plattformen versprechen genau das. Ein Überblick.

Du brauchst ein Logo? Diese Design-Crowdsourcing-Plattformen machen es dir schnell und günstig

(Foto: Shutterstock)

Design-Crowdsourcing-Plattformen im Überblick

Ob für die Website, den Briefkopf oder die Visitenkarte – wenn Gründer eine neue Firma an den Start bringen, braucht es für den ersten Außenauftritt ohne Frage ein ansprechend gestaltetes Logo. Auch wenn sich jetzt bei vielen Designern die Fußnägel aufrollen werden: Ja, es gibt durchaus berechtigte Gründe, sich das Logo von der Crowd erstellen zu lassen. Immerhin ist das Budget gerade bei Kleinunternehmern sehr begrenzt, was bedeutet, dass weder die Beauftragung einer Agentur noch die Anstellung eines Designers im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten liegt. Zudem muss es schnell gehen und oft fehlt auch das Know-how, das Zepter für die Gestaltung eines Logos selbst in die Hand zu nehmen.

Design-Crowdsourcing-Plattformen wie 99designs versprechen ein schnelles Unternehmenslogo zum günstigen Preis. (Screenshot: t3n)
Design-Crowdsourcing-Plattformen wie 99designs versprechen ein schnelles Unternehmenslogo zum günstigen Preis. (Screenshot: t3n)

Design-Crowdsourcing-Plattformen lösen diese Probleme geschickt. Ihr Prozedere ist dabei simpel und immer gleich: Unternehmen müssen lediglich einen öffentlichen Design-Wettbewerb unter Angabe ihrer Logowünsche ausschreiben und bekommen dann von freischaffenden Designern eine Vielzahl an Entwürfen präsentiert. Das beste Angebot erhält am Ende den Zuschlag. Während Designer so nicht nach Kunden suchen müssen, zahlen Unternehmensgründer nur einen Bruchteil des üblichen Agentur-Honorars. Unbegrenzte Revisionen und eine Geld-zurück-Garantie versprechen einen soliden Deal. Wir haben sieben Anbieter rausgesucht, die das Logo aus der Crowd möglich machen.

99designs

99design ist die mit Abstand bekannteste Plattform für crowdbasiertes Logodesign. Mehr als eine Million Designer laden nach Angaben der Plattform alle 1,5 Sekunden einen neuen Entwurf hoch. Im Vergleich zu anderen Plattformen gehört 99designs zu den teureren Vertretern: Ab 279 Euro müssen Unternehmen für eine Basis-Auswahl an Logovorschlägen investieren.

designenlassen.de

In Deutschland äußerst populär ist designenlassen.de mit Sitz in Nürnberg. Rund 45.000 Kreativschaffende treten hier im Wettbewerb um das beste Logo an. Im Schnitt sollen bis zu 97 Vorschläge pro Wettbewerb zusammenkommen. Los geht’s ab 199 Euro zuzüglich des Preisgeldes, was Auftraggeber selbst bestimmen.

designcrowd

Aus den USA stammt auch Designcrowd. Der Logo-Marktplatz hat eine über 500.000 Mitglieder starke Designer-Community im Rücken und wirbt mit mindestens 25 Logo-Entwürfen pro Ausschreibung. Je nachdem, bis wann das Logo benötigt wird und wie viele Vorschläge man erhalten möchte, ist man ab 59 Euro dabei. Sonderwünsche wie eine Verschwiegenheitserklärung kosten extra.

LogoArena

Mit Sitz in Kanada und deutschsprachiger Website bietet auch LogoArena die schwarmbasierte Logogestaltung an. Angaben zur Zahl der Designer macht die Plattform nicht, allerdings sind derzeit mehr als ein Dutzend Wettbewerbe im Gange. Das Basis-Paket bestehend aus 50 mindestens Entwürfen schlägt mit 249 US-Dollar zu Buche. Wer mehr Vorschläge bekommt, zahlt auch mehr.

Freelancer.com

Professionelle Logos werden auch auf freelancer.com durch die Crowd gestaltet. Die Freiberufler-Plattform wirbt mit 18 Millionen registrierten Mitgliedern, wobei hier nicht jeder auch aktiv sein und Logos designen dürfte. Je nachdem, wie groß das Projekt werden soll und wie viele Designer daran mitarbeiten sollen, zahlt man ab acht US-Dollar bis hin zu über 5.000 US-Dollar.

CrowdSPRING

Mehr als 180.000 Designer buhlen auch auf CrowdSPRING um Aufträge für Unternehmens- oder Projektlogos. Bis heute wurden auf der 2008 gegründeten Plattform knapp 50.000 Wettbewerbe realisiert. Für die Dienste des Schwarms verlangt CrowdSPRING von Unternehmen zwischen 199 und 299 US-Dollar.

48hours Logo

Gibt es so etwas wie einen Discounter unter den Design-Crowdsourcing-Plattformen, es wäre 48hours Logo. Für nur 29 US-Dollar kann man sich in wenigen Stunden circa 20 Logo-Entwürfe zukommen lassen, heißt es auf der Website. Über 30.000 Kunden sollen die Plattform bereits genutzt haben.

Fazit

Die vorgestellten Design-Crowdsourcing-Plattformen bieten ohne Frage einen vergleichsweise günstigen und schnellen Weg zu einem Unternehmenslogo. Angesichts der großen Preisunterschiede muss aber jedem Nutzer klar sein, dass damit auch die Qualität der eingereichten Vorschläge großen Schwankungen unterliegt. Je weniger man bereit ist zu investieren, desto weniger durchdacht und aufwändig sind in der Regel auch die Logos. Viele Entwürfe stammen naturgemäß aus Niedriglohnländern wie beispielsweise Indien.

Vor diesem Hintergrund lassen sich auch die immer wiederkehrenden Dumping-Vorwürfe von Kritikern simpel beantworten: Wer als professioneller Designer mit Anbietern konkurriert, die für maximal 250 Euro ein Logo basteln, sollte seine Zielgruppe überdenken. Anwendungsfälle, in denen diese Plattformen für Unternehmen der einzig gangbare Weg sind, gibt es jedenfalls genug.

Lies zu diesem Thema auch unseren Artikel: „Was darf gutes Design noch kosten? Licht und Schatten des Fiverr-Phänomens

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10 Antworten
  1. von Ich am 03.02.2016 (15:12 Uhr)

    Und nochmal ne Ecke günstiger ist Fiverr, da bekommt man ein Logo schon für 5 € ! Man muss nur ein bischen Glück haben und einen guten Designer erwischen. Mein erster Test war ein Reinfall, aber der zweite war super und auf diesen Designer greife ich jetzt zurück wenn ich was brauche. Ja, ist nix für Firmen, aber wenn man mal bei Freizeitprojekten ein kleines Logo braucht....

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  2. von Bernd Birnd am 03.02.2016 (15:13 Uhr)

    Mag sein, dass auf dem ersten Blick der Eindruck entsteht, das solche Designcontests eine Win-Win-Situation für Designer und Auftraggeber sind.

    Aber mal genauer betrachtet: ich halte von solchen Designcontests nicht viel. Die Qualität ist meist extrem schlecht, da wirklich jeder Hansel mit bissl Feierabend-Photoshop dutzende Vorschläge hinklatscht, nach dem Motto: "irgendwas wird schon genommen". Zudem ist derjenige auch oft bei vielen verschiedenen Platformen gleichzeitig tätig. Niemand weiß woher das Bildmaterial stammt und ob das Ergebnis nicht schon so ähnlich für Paar-Mark-Fuffzisch anderweitig verklobbt wurde. Die Briefings lassen oft sehr zu wünschen übrig. Jeder der schon mal ein Logo für ein Unternehmen designt hat weiß wie schwierig es ist. Für mich immer noch die Königsdisziplin.

    Dazu kommt noch, dass die Designer schnell viele Arbeitsstunden aufwenden und am Ende dabei nichts verdienen, weil z.T. 20 verschiedene Designer mehrfach Vorschläge hochladen und die Chance sehr gering ist zu gewinnen. Das ist also pitchen am Fließband.

    Geht es um einen Blumenladen um die Ecke, kann sowas ja durchaus für den Unternehmer hilfreich sein, aber wer wirklich ein anspruchsvolles Logo bzw. ein vernünftiges CD braucht, sollte nicht am falschen Ende sparen und die Kosten dafür im Vorfeld mit einplanen.

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  3. von Ulli am 03.02.2016 (15:22 Uhr)

    Wir hatten in der Agentur mal einen Kunden, der sich so ein "Logo" hat basteln lassen. katastrophal. Er hat das natürlich erst mal lange nciht bemerkt. Erst als er das eps-Logo auf ein großes Plakat drucken wollte und feststellen musste, dass es total verpixelt wurde (weil das eps keine Vektordaten enthielt).

    Potentiell noch schlimmer: Wir haben dann festgestellt dass das Logo geklaut war. Ein Wasserzeichen war (schlecht) "weggeshopt" worden. Als Laie hat der Kunde das gar nicht bemerkt.

    Gut für uns; das gebrannte Kind wollte zukünftig nur noch von Profis beraten werden.

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    • von Konstantin am 04.02.2016 (10:15 Uhr)

      Mit der Vektordatei liegt das aber daran, dass diese zum Beispiel bei fiverr extra kostet und nicht im Preis von 5 $ inbegriffen ist und euer Kunde wahrscheinlich nicht mehr wie 5 $ bezahlen wollte. Diese ist dann meist für 10 $ zusätzlich erhältlich...

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  4. von Konstantin am 04.02.2016 (10:18 Uhr)

    Ihr habt ganz klar fiverr vergessen. Hier bekommt man für wenig Geld Logos. Für hochwertige Projekte würde ich die Logos nicht einsetzten. Aber für Hobby Projekte der kleinere Projekte, wie zum Beispiel Nischenseiten, gehen diese voll in Ordnung. Ich bin auch gerade dabei eine Übersichtsseite zu erstellen: http://www.crowdsourcingszene.de/crowdsourcing-plattformen/

    48hours Logo und CrowdSPRING kannte ich noch nicht, werde diese zu gegebener Zeit bei mir in der Übersicht aufführen.

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  5. von Daniel Hüfner am 04.02.2016 (10:22 Uhr)

    Hallo Konstantin,

    Fiverr ist streng genommen keine Plattform für Design Crowdsourcing. Natürlich kann man darüber auch Dienstleistungen zur Gestaltung von Logos in Anspruch nehmen, richtige Wettbewerbe zwischen mehreren Designern sind aber nicht möglich. Deswegen haben wir Fiverr in der Übersicht nicht berücksichtigt.

    Beste Grüße aus dem t3n HQ

    Daniel

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  6. von Jessica am 04.02.2016 (10:44 Uhr)

    Ich finde Crowdsourcing ist ein absolutes No-Go.
    Zum einen ist die Qualität der Arbeiten nicht ausreichend und zum anderen erschwert es den Designern dem Kunden klar zu machen, wie wichtig ein professionelles Logo ist. Und ein professionelles Logo bringt ein Prozess mit sich – der nunmal auch seinen Wert hat. Kunden wollen diesen Wert immer weniger erkennen, vor allem wenn sie dann auf solchen Plattformen eine Auswahl von mehreren Designs haben und sich dann noch für wenig Geld eines aussuchen können. Man geht ja auch nicht in mehrere Restaurants, probiert in jedem ein Schnitzel und sagt " okay, ich bezahle aber nur in einem, und ich bezahle nur die Hälfte weil mir das eigentlich nichts Wert ist".
    Immerhin erhält man mit einem Logo ein Gesicht für sein Unternehmen, und genau das sollte dem Kunden etwas mehr Wert sein.
    Für Hobbygeschichten reicht das aus, für Unternehmen – Absolutes Nicht.

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  7. von Chris am 05.02.2016 (16:27 Uhr)

    Habe ich auch schon gute Erfahrungen mit gemacht; sogar über Ebay. Regionale zu beschäftigen sowie kleine Agenturen für solche Dinge halte ich aber weiterhin für sinnvoll wie http://www.freizeitcafe.info

    Sehr gute Erfahrungen mit gemacht! lg!

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  8. von SS am 05.02.2016 (19:57 Uhr)

    naja, ich würde logos von agenturen jetzt nicht unbedingt überdramatisieren. auch da kann sehr wohl käse rauskommen. und der erfolg ist letztendlich nicht unbedingt von einem logo abhängig, oder kann ich die agentur wegen gewinnausfall in regress nehmen?

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  9. von KK am 06.02.2016 (10:40 Uhr)

    designcontest.com fehlt euch hier noch! Bis wir Inhouse Mediengestalter hatten, haben wir damit mehrfach eine gute Erfahrung gemacht. (Vorallem für Projekte die schnell gelaunched werden mussten) Mit einem "guten" Budget gibt es bis zu 60-65 Einsendungen(In dem Fall für ein Logo). Meiner meinung nach sind dort auch viele professionelle Designer anzutreffen.

    Grüße

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