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Marketing-Automation: 7 Beispiele, wie der Einstieg gelingt

Marketing-Automation: 7 Beispiele, wie der Einstieg gelingt

Nachdem die E-Mail jahrelang totgesagt wurde, ist sie heute lebendiger denn je. Wir bringen euch sieben Tipps von der Messe mit, die euch passend zu unserer „Themenwoche Marketing: Content, , CRM“ zeigen, wie ihr bessere E-Mail-Marketing-Kampagnen aufsetzt.

Marketing-Automation: 7 Beispiele, wie der Einstieg gelingt

(Grafik: Shutterstock)

7 Beispiele für Marketing-Automation: So boostest du deinen E-Commerce

E-Mail-Marketing ist eines der Instrumente, das relativ kostengünstig dabei hilft, gesetzte Ziele zu erreichen. Neben den ganz neuen Kanälen wie Snapchat und Co. sollte der klassische Weg über die E-Mail daher nicht vernachlässigt werden. Beim Newsletter sollten Unternehmen vor allem auf Individualisierung setzen – die nicht immer so schwierig ist, wie es klingen mag. Mit relativ einfachen Mitteln lassen sich Kampagnen erstellen, die gut konvertieren und jeden Nutzer individuell ansprechen.

Zwei wichtige Punkte gibt es aber grundsätzlich zu beachten: Ihr benötigt eine ordentliche Datenbasis, die sich nach und nach weiter aufbauen lässt und eine ordentliche Anbindung an das E-Mail-System, um den Aufwand möglichst gering zu halten. Wichtig zu beachten ist natürlich auch, dass der Opt-in vom Empfänger eingeholt wird, um weitere Informationen zu verschicken, die nicht unmittelbar den Kauf des Kunden betreffen. Shop-Betreiber sollten daher darauf achten, diesen möglichst frühzeitig einzuholen.

In seinem Vortrag auf der Internet World Messe hat Jörg Arnold, Geschäftsführer des E-Mail-Marketing-Anbieters mailingwork, sieben einfache Beispiele gezeigt, die Shop-Betreiber mit wenig Aufwand zu großem Erfolg führen.

1. Willkommensserie

(Grafik: Shutterstock)
Ein guter Hebel in der Marketing-Automation: Den Empfänger beim Newsletter willkommen heißen. (Grafik: Shutterstock)

Ein Kunde freut sich über Mails, in der ihr euch für die Anmeldung bedankt. Mit dieser Mail lassen sich zudem weitere Daten für spätere automatische Individualisierung der Mails an den Kunden sammeln. Zusätzlich kann mit einem Testangebot oder einem Gutschein der erste Umsatz generiert werden. Die Empfehlung von Arnold: Die Mails könnten am Anfang alle drei Tage verschickt werden, danach seltener. Außerdem gibt er einen weiteren wichtigen Faktor an die Hand: Schon die Opt-in-E-Mail sollte schick und vor allem im Corporate-Design des Unternehmens gestaltet werden – kleiner Hebel, große Wirkung, so Arnold.

2. Produktempfehlungen im Newsletter

Das Praxisbeispiel und Tipp Nummer zwei von Arnold sind Produktempfehlungen in Newslettern. Auch hier lassen sich mit verhältnismäßig einfachen Mitteln E-Mails personalisieren, angefangen bei Empfehlungen auf Basis des Geschlechts oder weiteren Merkmalen, die man vom Kunden erhält.

3. Transaktionsmails

Besonders beliebt bei Nutzern sind die Transaktionsmails. Was passiert mit der Bestellung, wie ist der Status und wann ist sie zu erwarten? Die Öffnungsraten sind dabei enorm hoch und so haben auch diese E-Mails ein hohes Potenzial – wobei natürlich auch der doppelte Opt-in beachtet werden muss, insofern Werbung dort untergebracht werden soll. Außerdem sei laut Arnold die persönliche „Unterschrift“ ein wichtiger Faktor. E-Mails, die direkt vom Kundenberater selbst kommen, erzeugen mehr Aufmerksamkeit.

4. Warenkorb-Abbrecher-E-Mails

Immer mehr Einzug erhalten im Shop-Bereich die sogenannten Warenkorb-Abbrecher-E-Mails. Viele große Shops setzen schon darauf, Kunden an den abgebrochenen Kaufvorgang zu erinnern. Auch hier geht natürlich wieder ohne das Einverständnis des Empfängers rein gar nichts – hat man diese aber, empfiehlt Arnold den Versand innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Kaufabbruch.

5. Treue-Kampagnen

Wie die uralten Gutschein-Beileger in Bestellkatalogen bewirken auch Gutscheine für treue Kunden wahre Wunder. Dort gilt es, kreativ zu werden und passende Anlässe zu finden. Geburtstage und die Weihnachtsfeiertage sind da aber schon etwas ausgelatscht. Es lohnt sich, nach Alternativen zu suchen. Bei Geburtstagen könnte man beispielsweise schon einige Wochen vorher eine passende Mail verschicken, die Angebote zur Planung einer Geburtstagsfeier enthalten.

6. Bewertungen

(Grafik: Shutterstock)
Automatisierte Marketing-Mails sind auch ein guter Hebel für die Bewertungen. (Grafik: Shutterstock)

Bewertungen sind für Onlinehändler extrem wichtig. E-Mails sind eine sehr gute Möglichkeit, sie von den Kunden einzuholen. Auch diese Art der automatisierten Marketing-E-Mails sorgen für viel Aufmerksamkeit und dafür, bei den Kunden einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

7. Reaktivierungs-Mails

Der Großteil der eigenen Newsletter-Abonnenten ist still, von denen bekommt ihr kein Feedback und sie haben lange kein Produkt bei euch gekauft. Auch hier steckt ein Potenzial für das . Wenn ihr es mit automatisierten und personalisierten Reaktivierungs-E-Mails schafft, diese Kunden wieder zu einer Bestellung zu bewegen, habt ihr schon viel geschafft. Das klappt zum Beispiel durch verschenkte Gutscheine.

Fazit

E-Mails sind einfach umzusetzen, es gibt viele Dienste, die euch beim Newsletter-Versand unterstützen und die auch die Individualisierung ermöglichen. Diese Dienste übernehmen einen Großteil des Kampagnen-Managements und die Klick- und Conversions-Raten sind um einiges höher, wenn ihr auf Personalisierungen setzt – ein enormer Vorteil gegenüber normalen Newslettern.

Arnold gibt noch zwei gute Tipps mit auf den Weg. Auch wenn E-Mail-Kampagnen inzwischen einfach erstellt sind, sollten sie nie mal eben am Freitagnachmittag vor Feierabend verschickt werden. Passieren kann nämlich immer etwas – und dann ist kein Fachmann mehr im Haus. Und: Viele Unternehmen müssen umstrukturieren und Personal dazu gewinnen, um die Kapazitäten für gutes (automatisiertes) Newsletter-Marketing zu haben – dann zahlt sich der Erfolg erst so richtig aus.

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