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Karriere

Fehler im Job: So machst du das Beste daraus

    Fehler im Job: So machst du das Beste daraus

(Foto: Shutterstock)

Ein Fehler im Job passiert jedem Mal und es ist kaum möglich das auszuschließen. Deswegen ist es besonders wichtig, gut damit umzugehen, wenn es passiert ist. Wie das geht, liest du im Artikel.

Ist das Kind erstmal in den Brunnen gefallen, kommt es auf ein gutes Krisenmanagement an. Fehler im Job können mitunter schwer wiegen, weil selten nur eine Person betroffen ist. Gerade, wenn Kunden und Kollegen durch einen Fehler tangiert werden, oder wenn eine Menge Geld im Spiel ist, ist ein strukturiertes Vorgehen wichtig.

1. Fehler zugeben

Sollte dir dein Fehler selbst auffallen, solltest du ihn zugeben und nicht abwarten, bis es anderweitig herauskommt. Selbstverständlich, denkst du? Leider nicht. In einer Umfrage, die wir bei der App Trucify in Auftrag gegeben haben, antworteten von 1.287 Befragten 24 Prozent, dass sie einen Fehler im Job nicht zugeben würden.

Fehler zu verheimlichen oder den Versuch zu unternehmen, sie zu vertuschen, ist aus vielen Gründen kontraproduktiv. Zum einen besteht die Gefahr, dass ein Verschweigen dazu führt, dass sich das Ausmaß des Fehlers vergrößert. Denn so kann nicht angemessen darauf reagiert werden. Zum anderen setzt man sich so auch nicht mit der Ursache auseinander und erschwert es, den Fehler beim nächsten Mal zu vermeiden. Passiert zum Beispiel etwas aus Unachtsamkeit, weil man extrem unter Zeitdruck stand, kann so ein Fehler auch als gutes Argument gegenüber dem Chef für eine Entlastung dienen.

Fehler im Job
Lieber durchstreichen als ausradieren. Ein Fehler, den man später nachvollziehen kann, ist wenigstens nicht umsonst.  (Foto: Shutterstock)

2. Entschuldigen, wenn nötig, aber nicht zu sehr

Wenn du zum Beispiel einem Kollegen mit deinem Fehltritt einen Batzen Arbeit bereitet, du einen Kunden unzufrieden gemacht oder eine Anweisung des Chefs missachtet hast, dann ist eine Entschuldigung fällig. Wichtig: Eine Entschuldigung sollte nicht mit einer Rechtfertigung verwechselt werden. Das Wörtchen „aber“ kannst du also schonmal vollkommen streichen. Bringe ehrlich zum Ausdruck, dass es dir leid tut, dass du für die Unannehmlichkeiten verantwortlich bist. Dazu gehört auch manchmal, den Ärger des Chefs, des Kollegen oder des Kunden noch einen Moment auszuhalten und zu akzeptieren, dass Ärger nicht unmittelbar mit eine Entschuldigung verfliegt. Du solltest es dennoch bei einer Entschuldigung belassen und nicht immer wieder nachschieben. Besser: Lasse Taten folgen. Und damit wären wir auch schon beim nächsten Punkt.

3. Hab eine Lösung parat

Einen Fehler zu beichten, fällt um einiges leichter, wenn du bereits eine Lösung parat hast. Bevor du also in Panik verfällst und deinem Chef oder Kunden den Fehltritt beichtest, solltest du dir einen Moment Zeit nehmen und über Schadensbegrenzung nachdenken. Überlege, wie eine sinnvolle Lösung aussehen kann, was man kitten kann und wo nichts mehr zu machen ist. Überlege dir vorher, was du dem Kunden beziehungsweise dem Vorgesetzten anbieten kannst. Wenn du direkt mit einem Lösungsvorschlag aufwarten kannst, bereitest du wenigstens nur den kleinstmöglichen Kummer und die Lösung kann direkt angepackt werden.

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Biete direkt einen Lösungsvorschlag an. (Foto: Shutterstock)

4. Hab einen Plan für die Zukunft

Auf eine Entschuldigung folgt meist sehr rasch eine Rechtfertigung – das große ABER. Es ist auch ganz natürlich, dass man Gründe für seine Fehler anbringen möchte. Hier kommt es darauf an, wann und wie diese vorgebracht werden. Die reinen Gründe nützen nämlich niemandem mehr etwas. Liefere besser einen Plan, wie ein solcher Fehler in Zukunft vermieden werden kann. Im Rahmen dieses Plans ist es durchaus sinnvoll, die einzelnen Punkte mit deinen persönlichen Beweggründen zu erörtern. So ziehst du noch etwas Positives daraus. Ist dir zum Beispiel ein Fauxpas aus Unwissenheit passiert, dann überlege, wie man den Informationsfluss in dieser Angelegenheit künftig verbessern kann. Hast du eine Aufgabe versemmelt, weil du zu wenig Zeit hineingesteckt hast, dann begründe damit, warum du künftig für derlei Aufgaben mehr Zeit benötigst.

5. Hol dir das Vertrauen zurück

Ein Fehler ist kein Beinbruch, sofern du verantwortungsbewusst damit umgehst. Nachdem der Schaden also eingegrenzt und optimalerweise behoben wurde, gilt es, sich das Vertrauen zurückzuholen. Bist du jemand der üblicherweise sehr sorgfältig arbeitet, wird dazu vermutlich gar nicht so viel nötig sein. Hast du die oben genannten Punkte befolgt, wissen alle Beteiligten bereits, dass sie sich darauf verlassen können, dass du deine Arbeit trotzdem im Griff hast. Lerne aus der Situation und arbeite daran, dass du veränderst, was zu dem Fehler geführt hat. In Zukunft gilt es natürlich gerade in einer Vergleichbaren Situation besonders achtsam zu sein.

Und vergiss nicht, dir auch wieder zu vertrauen. Oft ist man selbst sein größter Kritiker und ist nach einem großen Fehler unsicher und hat an Selbstbewusstsein eingebüßt. Das kann wiederum direkt zu neuen Fehlern führen. Deswegen solltest du dir auch verzeihen können und wieder Vertrauen in deine Leistung setzen.

Fazit: Dass dir Fehler passieren, sagt erstmal nicht so viel über die Qualität deiner Arbeit aus. Es macht jedoch einen großen Unterschied, ob du zu diesen Fehlern stehst, die Verantwortung übernimmst und versuchst daraus zu lernen und Arbeitsprozesse zu optimieren. Denn so macht man die großen Fehler wenigstens nur einmal.

Die Umfrageergebnisse stammen von Trucify:

Trucify - Bequeme Wahrheit
Entwickler: Thoughtfish GmbH
Preis: Kostenlos*

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1 Reaktionen
dreuter81
dreuter81

Ich habe gestern Trucify App gestern probiert. Super tolles App!

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