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Design

So gehst du ein großes Design-Projekt richtig an

    So gehst du ein großes Design-Projekt richtig an

Tipps für den perfekten Design-Workflow. (Grafik: Shutterstock.com)

Ein Design-Projekt ist nicht immer einfach zu verstehen und kann oft viel Input mitbringen, was die Arbeit in die Länge ziehen kann. Wir zeigen euch einen Weg, wie ihr solche Projekte am besten angeht, organisiert und plant.

Was macht ein Design-Projekt komplex?

Je nach Art unserer Arbeit ist ein Design-Projekt mehr oder weniger komplex. (Foto: Shutterstock.com)

Abhängig vom Job oder Projekt kann die Definition „komplex“ für jeden Designer von anderer Bedeutung sein. Im Grunde genommen ist alles komplex, was den ursprünglichen Zeit- oder Projektplan sprengt und einen erheblichen Teil deiner Ressourcen beansprucht.

In komplexen Projekten gibt es eine Menge zu erledigen: Das beginnt mit viel Inhalt – Text oder Bilder – und geht weiter über komplizierte Strukturen und undefinierte Ziele bis hin zu großen Ideen vom Kunden, die durch mangelnde Unterstützung schlecht zu realisieren sind.

Wie jedes andere Projekt sollten auch komplexe Projekte Probleme lösen. Dafür musst du wissen: Welchen Nutzen wünschen sich die Endverbraucher und welches Problem besteht auf ihrer Seite? Anschließend musst du festlegen, auf welche Weise dieses Problem gelöst werden soll.

Selbstorganisation und Rücksprache mit dem Kunden

Bei einem komplexen Projekt sind eine gute Selbstorganisation und Rücksprachen mit dem Kunden extrem wichtig. Eine kontinuierliche Rücksprache – via Telefon, Mail und weiteren  Tools zur digitalen Zusammenarbeit – ermöglichen dir, Schritt für Schritt zu einem funktionierenden Design zu kommen.

Es gibt eine große Auswahl an Tools, die dir helfen dich selbst zu organisieren und Mockups oder Wireframes zu erstellen. Um aber nicht in Frust und Chaos auszubrechen oder in Zeitverzug zu kommen, sollten alle Handgriffe der Tools sitzen. Je komplexer ein Projekt ist, desto wichtiger ist die ständige Rücksprache mit dem Kunden.

Der Kommunikationsdesigner Simon Kondermann von „Created by Monkeys“ setzt zusätzlich immer auf eine schriftliche Zusammenfassung: Diese sei für beide Seiten extrem wichtig – vor allem, um Klarheit zu schaffen: „Ich schicke nach jedem Gespräch eine Art Rebriefing.“

Content prüfen

Oft – nicht immer – bestehen Projekte aus einem Redesign. Das hat den Vorteil, dass du schon über bestehenden Content verfügst – aber auch den Nachteil, dass der vorhandene Content genauer sortiert und strukturiert werden muss.

Bevor du deinen Content sortierst, solltest du dir überlegen, welcher Content behalten wird, welcher weg kann und was eventuell noch einmal überarbeitet werden muss. Neben der Überprüfung der Content-Qualität gehört zu diesem Schritt auch die Frage, ob der Design-Rhythmus stimmt: Stehen alle Elemente miteinander in Einklang?

Sobald der Content aufgeräumt ist, zerlegst du die Aufgaben, die mit den einzelnen Elementen zusammenhängen, in kleinere Tasks und erstellst einen Style-Guide, damit für die nächsten Schritte im Design und gegebenenfalls in der Entwicklung keine verschiedenen Styles aufkommen.

Optik entwerfen

(Foto: Shutterstock)
(Foto: Shutterstock)

Im nächsten Schritt erstellst du die Grundrisse und Anordnung von Text, Bild, Farbe, Typografie und Markenrichtlinien. Diese von dir erstellen Vorgaben umfassen alle Styles für das komplette Projekt und legen einen Rahmen für die nächsten Schritte der Umsetzung fest.

Grundlagen

Auch wenn es um ein komplexes Projekt geht, ist es wichtig, auf die Grundlagen des Designs zurückzugreifen. Abstände oder „White-Space“ beispielsweise sind dein Freunde. Man muss nicht alles zusammenquetschen oder umrahmen – ganz im Gegenteil. Viel Platz und luftiger Content sehen oft anschaulicher aus.

Alle Elemente sollten eine Bedeutung haben, klar und einfach verständlich sein. Jede neue Seite kann also immer wieder eine neue Botschaft aussagen und zum entscheidenden Element oder zu einer Aktion führen.

Man darf Informationen verstecken und sie als „Pop-Up“ oder im Print erst am Seitenende zeigen, das lässt keine Verwirrung aufkommen und ermöglicht eine einfache Bedienung.

Verwende einen Hingucker: Du hast eine coole, passende Animation oder einen außergewöhnlichen Font? Dann verwende sie und lass dein Design rausstechen. Aber: Nicht übertreiben.

Contentpflege und Auswertung

Das Feedback anderer hilft dabei, die Idee weiter zu verbessern und zu merken, ob es das Produkt vielleicht schon gibt. (Foto: Rawpixel / Shutterstock)
Das Feedback anderer hilft dabei, die Idee weiter zu verbessern. (Foto: Shutterstock.com)

Zwischen der Erstellung des Gerüstes und dem endgültigen Design vergehen noch weitere Schritte und viel Zeit. Aber wenn das Gerüst steht, ist es Zeit, Content einzupflegen. Sortiere alles aus, was nicht zum neuen Gerüst passt oder doppelt ist – den Rest baust du ein.

Anschließend präsentierst du das Design den potenziellen Endnutzern. Agieren sie mit dem Projekt, so wie du es dir vorgestellt hast? Wenn nein, wo ist der Unterschied und tauchen eventuell negative Reaktionen auf? Je mehr Feedback, desto besser.

Und wenn das Projekt fast abgeschlossen ist, fragst du dich am besten schon einmal, wie es sich am besten weiterentwickeln lässt.

Fazit

Bei großen und komplexen Projekten wird man irgendwann müde und ist dankbar, wenn das Ende in Sicht ist. Um solche Projekte zu überstehen, benötigt man eine Menge an Planung und Selbstdisziplin.

Jedes Projekt sollte mit einem klaren Kopf gestartet werden, große Steps sollten in viele kleine Tasks aufgeteilt werden. Das ermöglicht ein einfaches Verständnis von Design und Content und erlaubt, Probleme besser zu lösen und somit auch ein besseres Ergebnis zu erzielen.

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1 Reaktionen
lrrm
lrrm

Nach etwas wie einer CI als Grundlage für ein (Re-)Design zu fragen ist nie ganz verkehrt.

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