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Google for Jobs gestartet: „Wir wollen das tun, was wir am besten können: Suchen!“

    Google for Jobs gestartet: „Wir wollen das tun, was wir am besten können: Suchen!“
Bereits auf der Google I/O hat CEO Sundar Pichai das neue Google for Jobs angekündigt. (Foto: dpa)

Ganz plötzlich könnte Google die größte Jobbörse der Welt sein. Wir erklären euch, was hinter Google for Jobs steckt.

Monster. Career Builder. Glassdoor. Linkedin. Indeed. Xing. t3n-Jobbörse. Die Palette an Online-Stellenmärkten ist riesig. Und Nutzer, die einen neuen Job suchen, verbringen enorm viel Zeit damit, sie alle zu durchforsten. Ganz zu schweigen von der Suche in den Job-Reitern einzelner Unternehmenswebseiten. In die Kerbe will jetzt Google schlagen. In der US-amerikanischen Version der Suchmaschine steht ab sofort die neue Google-for-Jobs-Funktion zur gezielten Suche nach Jobangeboten zur Verfügung. Das Unternehmen hatte den Schritt bereits im Mai auf der Entwicklerkonferenz Google I/O angekündigt.

Google for Jobs unterstützt Nutzer während der Jobsuche

So sieht die Jobsuche mit Google for Jobs aus. (Grafik: Google)

Dabei ist keine gesonderte Suchmaske nötig, um den Service zu nutzen. Allein eine Suchanfrage wie etwa „Jobs in meiner Nähe“ oder „Anstellung als“ sowie die nach einer konkreten Stellenbezeichnungen reichen aus, um automatisch eine Auflistung aktueller Stellenangebote ausgerollt zu bekommen. Google fischt dafür Informationen aller relevanten Jobbörsen und Karriere-Netzwerke ab, die das Netz beherbergt. Der Suchmaschinenriese bezieht darüber hinaus Stellenangebote mit ein, die unmittelbar auf den Unternehmenswebseiten veröffentlicht werden.

Nutzer können die Ergebnisse durch weitere Kriterien und Eckdaten noch verfeinern. Filter ermöglichen die weitere Einschränkung der Ergebnisse auf bestimmte Orte und Industriezweige. Integrierte Daten von Diensten wie Glassdoor und Indeed liefern dem Jobsuchenden sogar Bewertungen der potenziellen Arbeitgeber. Leider sind bislang noch keine Gehaltsinformationen enthalten. Jedoch arbeite Google daran, wie US-Today berichtet. Wie in Jobbörsen üblich, können Anwender in Google for Jobs auch fortlaufende E-Mail-Benachrichtigungen einrichten, die über den Stellenmarkt informieren.

Jetzt revolutioniert Google auch noch den Online-Stellenmarkt

Google hat mit Google for Jobs ein unglaublich zeitsparendes Tool entwickelt, das die Jobsuche noch durch den automatisierten Abgleich identischer Jobangebote verfeinern kann. Bei Doppelungen zieht Google künftig die Ausschreibung, die am umfangreichsten ist, vor. Mark Wilson vom Wirtschaftsmagazin Fast Company sieht das Unternehmen nun sogar an der Spitze der Branche und titelt „Ganz plötzlich ist Google die größte Jobbörse der Welt geworden“. Fürchten müssen sich die Jobdienste jedoch nicht, heißt es, denn Google leitet anschließend zu den Plattformen weiter.

Gegenüber Techcrunch lässt Google-Produktmanager Nick Zakrasek wissen: „Wir wollen das tun, was wir am besten können: Suchen!“ Man schmiede angeblich keine Pläne, in Konkurrenz mit den Plattform-Betreibern zu gehen. Andererseits arbeitet Google derzeit auch an einem eigenen Job-Tool. Die „Google Hire“ genannte Plattform soll es Unternehmen ermöglichen, Stellenanzeigen auf der eigenen Webseite zu veröffentlichen und Bewerbungen zu managen. Die Frage, ob sich dadurch in Zukunft interessante Synergien entwickeln oder die Basis für ein neues Produkt geschaffen werden könnte, lädt zu Spekulationen ein.

Aktuell beschränkt sich Googles neuartige Funktion zur Jobsuche nur auf die USA. Wie das Unternehmen wissen lässt, sollen bald aber auch weitere Märkte folgen. Ob und wann eine Einführung in Deutschland geplant ist, steht noch nicht offiziell fest. Eine Expansion auf den deutschsprachigen Markt dürfte stark vom Erfolg des neuen Dienstes abhängen.

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2 Reaktionen
jaschmidtuss
jaschmidtuss

Schön formuliert: keine Konkurrenz für die Jobportale. Jedoch widerspricht sich dies gänzlich, da die Jobs dann nicht mehr auf den Jobportalen gelesen werden, sondern bei Google. Und dadurch ist es eindeutig eine Konkurrenz. Besucher werden schon vor der eigentlichen Website abgefangen. Mal sehen wann die Börsen und Marktplätze für Wohnungen, Häuser, Autos, etc. folgen. Die Daten hat Google ja eh.

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Lars
Lars

Das Geschäftsmodell der Jobportale ist der Verkauf von Reichweite/Einblendungen und nehmen dafür Geld von den Unternehmen. Imho wird das Geschäftsmodell durch Googles Dienste unterstützt.

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