Jigoshop: Freemium liegt derzeit im Trend
Jigoshop ist kostenfrei im WordPress Repository erhältlich. Die Entwickler setzen dabei auf das sog. Freemium-Modell. Während also das Grund-Plugin nichts kostet, können Aufsätze hinzugekauft werden. Dabei handelt es sich derzeit um einige Themes, sowie funktionale Erweiterungen, wie ein Zahlungsmodul für PayPal, welches auch Kreditkartenzahlungen verarbeiten kann oder ein Modul für SagePay. Ebenfalls kostenpflichtig ist eine Erweiterung, mit deren Hilfe HTML-Mails aus dem System versendet werden können, sowie eine Staffelpreisverwaltung.
Jigoshop benötigt eine WordPress-Installation, PHP ab 5.2.4, MySQL ab 5.0, sowie das Modul mod_rewrite und fsockopen-Support, wenn Jigoshop an einen Zahlungsgateway angeschlossen werden soll. Bis auf die letztgenannte Voraussetzung dürfte jeder modernere Webspace die Anforderungen erfüllen. Die Entwickler empfehlen übrigens ausdrücklich, Jigoshop nicht auf einem Windows-Server laufen zu lassen. Funktionieren sollte es dennoch, soweit die genannten Anforderungen erfüllt werden können.
Jigoshop: Erste Schritte - die Konfiguration des Onlineshops
Die Installation des Jigoshop-Plugins lässt sich bequem aus dem WordPress-Backend vornehmen. Nach erfolgter Installation steht im Backend ein zusätzliches Menü namens Jigoshop bereit. Hier wird der künftige Shop verwaltet und hier müssen natürlich zunächst etliche wichtige Voreinstellungen, wie Land, Versandländer, Währung, Produkte, Versand und Versandkosten, Steuern und - soweit sie genutzt werden sollen - Zahlungsanbieterschnittstellen definiert werden.
Sehr schön gelöst ist die Anlage von Produkten. Diese werden angelegt, wie man einen Blogbeitrag schreibt. Über Custom Fields werden die speziellen Attribute, die man für den Verkauf von Produkten benötigt dem Post/Produkt mitgegeben. Direkt am Produkt lassen sich Verknüpfungen zu anderen Produkten, die im Wege des Cross- oder Up-Sellings mit annonciert werden sollen, erzeugen. Produkte, die in unterschiedlichen Varianten, etwa mit unterschiedlichen Festplattengrößen im Angebot sind, verwaltet Jigoshop als sogenannte „Gruppierte Produkte“. So müssen nicht alle Varianten als einzelne Produkte erfasst werden.
Wer sich die Arbeit sparen möchte, alle Produkte manuell zu erfassen oder auf Grund der schieren Menge darauf verzichten muss, kann den Standard-Importer in WordPress verwenden, um XML-Daten einzulesen. Da Produkte als Posts in der Standard-WP-Datenbank abgelegt werden, ist die Importmatrix recht einfach nachzuvollziehen. Hat man seine Artikel also als XML-File entsprechend der WP-Konventionen vorbereitet, ist der Import schnell erledigt.
Laufen dann die ersten Bestellungen ein, lernt man die Bestellverwaltung im Backend zu schätzen. Hier können nicht nur alle Bestellungen eingesehen, bearbeitet und gelöscht werden. Vielmehr besteht an dieser Stelle die Möglichkeit, Bestellungen manuell zu erfassen. So würde man telefonische Bestellungen weniger netzaffiner Kunden schlicht selbst systemkonform einpflegen können; eine Funktion, die zeigt, dass sich die Entwickler auch in Detailfragen Gedanken um die Usecases ihrer Anwender gemacht haben.
Jigoshops Reportingfunktionen brauchen sich vor größeren, kostenpflichtigen Lösungen nicht zu verstecken. Die wichtigsten Berichte lassen sich in das Dashboard integrieren, um sie stets direkt im Blick zu haben.
Jigoshop: Vielfältige und flexible Möglichkeiten zur Integration in das Frontend
Um den Jigoshop im Frontend zu zeigen, gibt es eine lange Liste verfügbarer Shortcodes, die einzelne Shopelemente in beliebige Seiten transportieren können. Komplexere Funktionalitäten werden im Frontend über Widgets realisiert, so unter anderem der Warenkorb, die Produktsuche, ein Preisfilter, eine Produktnavigation und einige andere.
Das Konzept zeigt, hier wird nicht eine WordPress-Installation um ein Shopmodul erweitert, hier wird eine WordPress-Installation selbst zum Shop gemacht. Durch das sich vollständig integrierende Ecommerce-Umfeld können alle WordPress-Vorteile genutzt werden. Bei anderen Shop-Erweiterungen werden zumeist nur abgekoppelte Eigenfunktionalitäten mehr oder weniger sinnvoll an die WP-Datenbank angedockt.
Jigoshop ist hervorragend dokumentiert und befindet sich in sehr aktiver Entwicklung. Support wird unter anderem über ein offenes Forum geleistet. Deutsche Sprachdateien, auch für die kostenpflichtigen Erweiterungen stellt der Jigoshop-Enthusiast David Decker zum Download bereit. Wer auf der Suche nach einer Onlineshop-Lösung ist und sich mit WordPress vielleicht sogar schon gut auskennt, findet in Jigoshop eine recht schmerzfreie Lösung.
Momentan noch stark limitiert sind jedoch die Bezahloptionen. Im Wesentlichen kann PayPal angeboten werden. Das PayPal Gateway könnte auch mit Kreditkarten umgehen, jedoch handelt es sich hier um ein Pro-Feature, das nur für PayPal-Merchants in Amerika und dem Vereinigten Königreich zugänglich ist. In Deutschland übliche Bezahlverfahren wie die klassische Überweisung, Einzug, Nachnahme oder Vorkasse stehen bislang in Jigoshop nicht zur Verfügung. Das Problem ist jedoch erkannt und verschiedene Personen arbeiten an entsprechender Abhilfe. Jigoshop ist eben noch ganz jung...
Weiterführende Links und aktuelle News zum Thema WordPress:
- WordPress 3.3 RC1 steht zum Download bereit - t3n News 01.12.2011
- WordPress 3.3: Das bringt die neue Version - t3n News 26.09.2011
- Kostenlose WordPress-Themes und ihre Gefahren - t3n News 30.06.2011
- WordPress + Dropbox: 5 Plugins für Backups in der Cloud - t3n News 10.05.2011
- SEO für WordPress - t3n News 01.02.2011
- WordPress: Kostenlose WordPress-Themes - die besten Übersichten - t3n News 22.06.2009









von Tobi 19.07.2011 (19:15Uhr) 1.
Genial das Plugin, ich habe soviele Generische Domains, auf denen ich jetzt schnell Shops platzieren kann sobald Sie gut besucht sind.
Echt klasse.
von Jigoshop: Onlineshop in 15 Minuten mit k… 19.07.2011 (20:05Uhr) 2.
[...] Weiterlesen bei t3n >> [...]
von Jigoshop: Onlineshop in 15 Minuten mit k… 20.07.2011 (03:23Uhr) 3.
[...] den Originalbeitrag weiterlesen: Jigoshop: Onlineshop in 15 Minuten mit kostenlosem WordPress … Content/ Zitat Ende Klicken Sie einfach auf den Link unter "Beitrag weiterlesen", dann gelangen [...]
von Jigoshop: Onlineshop in 15 Minuten mit k… 20.07.2011 (07:32Uhr) 4.
[...] den Originalbeitrag weiterlesen: Jigoshop: Onlineshop in 15 Minuten mit kostenlosem WordPress … Bookmarken Sie uns, Danke! Mit Klick auf diese Icons kann man diese Webseite mit anderen [...]
von Ingo 20.07.2011 (09:39Uhr) 5.
Klasse Tipp... vielen Dank dafür! Ist denn zu diesem Zeitpunkt schon bekannt, wie es um die deutsche Rechtssicherheit bei dem Plugin steht? Zum Beispiel die Möglichkeit der Kenntnisnahme und Bestätigung der AGB und der Widerrufsbelehrung, während der Bestellprozess durchlaufen wird.
von Frank 20.07.2011 (10:08Uhr) 6.
Es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass der Shop aktuell nicht für den deutschen Markt aufbereitet ist. Wir arbeiten daran und es wird in absehbarer Zeit eine Erweiterung dazu geben. Aktuell sind wir am Core des Plugins dran, um die Erweiterung für den deutschen Markt sauber zu implementieren. Daher lohnt eher ein Blick auf das Repo, wenn man den letzten Stand haben will.
von Ingo 20.07.2011 (14:48Uhr) 7.
Vielen Dank für die ausführlichen Infos, Frank. Das klingt ja alles sehr vielversprechend und ich freue mich schon auf die ersten Projekte mit dem Plugin!
von jaegerin 26.07.2011 (10:30Uhr) 8.
Schade, noch nicht für Deutschland interessant.
Wir sind gespannt.
von felix 27.07.2011 (00:07Uhr) 9.
Ich werd aus dem github-Ding leider nicht schlau.. wann wirds denn jetzt überarbeitet für Deutschland fertig gestellt sein? gibts da schon genauere Infos? :)
von Jörg 01.08.2011 (21:48Uhr) 10.
Kann das Plugin auch nur empfehlen.
von Zip 15.09.2011 (13:52Uhr) 11.
Das Forum von Jigoshop kann jetzt übrigens nur noch eingesehen werden, wenn man mindestens den "Monthly Single Domain Support" bucht und der kostet 29 $ im Monat!
von Shop-Lösungen für WordPress | WordPres… 02.02.2012 (19:00Uhr) 12.
[...] frage ich mich wie gut diese beide Lösungen mit dem deutschen Recht vereinbar sind? Zumindest bis Juli 2011 war Jigoshop es nicht. Hat jemand von euch Jigoshop oder WooCommerce im [...]