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Karriereseiten in geil: Diese 10 Beispiele machen richtig Bock aufs Bewerben

Karriereseiten in geil: Diese 10 Beispiele machen richtig Bock aufs Bewerben

Karriereseiten besuchen? Oft furchtbar langweilig! Dabei kann man mit etwas kreativem Einsatz bei Bewerbern schon auf der Website bleibenden Eindruck hinterlassen. Wie das geht, zeigen diese acht handverlesenen Beispiele.

Karriereseiten in geil: Diese 10 Beispiele machen richtig Bock aufs Bewerben

(Screenshot: t3n)

Karriereseiten: Zwischen Tristesse und Floskelgewitter

Schon ihr Besuch steht häufig unter denkbar schlechten Vorzeichen: Karriereseiten von Unternehmen. Bewerber sind unzufrieden mit ihrem Job, manchmal auch mit sich selbst, oder haben vielleicht gar keine Arbeit. Dumm nur, dass es vielen Karriereseiten bis heute außerordentlich gut gelingt, die Motivation für eine neue Stelle eher im Keim zu ersticken als sie förmlich aus den Interessenten herauszukitzeln.

Verschachtelte Unterseiten wie aus den Anfängen des Webs (hat hier jemand „Responsive“ oder „Mobile first“ gesagt!?), leeres Floskelgewitter („Wir suchen Teamplayer“, „Sie passen zu uns, wenn sie eine Hands-on-Mentalität mitbringen“) oder fehlende Infos in der Jobbeschreibung (Kultur, Urlaub, Vereinbarkeit Familie und Beruf) – liebe Arbeitgeber, so wird das nichts mit den Fachkräften!

Wie man es besser macht, zeigen dagegen Firmen wie Esri, Hermès, Palantir, Carrot, BookMyShow oder MailChimp. Getreu dem Motto „Der erste Eindruck zählt“, gelingt es ihnen, potenzielle Mitarbeiter schon durch eine ungewöhnliche Karriereseite als Eisbrecher auf dem Weg zur Bewerbung zu motivieren – und vielleicht sogar als neuen Mitarbeiter zu gewinnen. Wir stellen die Beispiele vor.

1. Hermès: Hinter den Kulissen eines Modelabels

Eine Karriereseite zum Verlieben. Hauptsache, man liest auch die Informationen am Rand der Illustrationen. (Screenshot: t3n)
Eine Karriereseite zum Verlieben. Hauptsache, man liest auch die Informationen am Rand der Illustrationen. (Screenshot: Hermès)

Für ein Modeunternehmen im Familienbesitz zu arbeiten, kann sich vielleicht nicht jeder auf den ersten Blick vorstellen. Die Hermès-Gruppe aus Frankreich nimmt Jobsuchende daher wortwörtlich an die Hand und führt sie auf ihren Karriereseiten mithilfe von Parallax-Scrolling im wunderschönen Comicstil durch die Hierarchie und Firmenkultur des Unternehmens. Im Reiter „Metiér“ stellt Hermés außerdem die einzelnen Abteilungen vor und bietet Bewerbern so eine stark visuell angehauchte Orientierungshilfe für die passende Stelle. Chapeau!

2. BookMyShow: Ein Beispiel für bunte und fröhliche Karriereseiten

Auf der Karriereseite von BookMyShow scrollt man sich unterhaltsam durch den Arbeitsalltag. (Screenshot: t3n)
Auf der Karriereseite von BookMyShow scrollt man sich unterhaltsam durch den Arbeitsalltag. (Screenshot: BookMyShow)

Beim Ticketdienst BookMyShow liebt man es bunt! Der farbenfrohe Onepager drückt nicht nur die Diversität als Teil der Kultur des Unternehmens aus, sondern führt Bewerber mit witzigen Scroll-Effekten auch durch einen typischen Arbeitstag. Ergänzt wird die Karriereseite um O-Töne von Mitarbeitern und eine Übersicht zu den Mitarbeiterperks. Sieht gut aus, macht Spaß und informiert!

3. Esri: Kartographen-Jobs gehen auch sexy

Die Kartographie-Branche kommt etwas bieder daher, die Karriereseite von Esri nicht. (Screenshot: t3n)
Die Kartographie-Branche kommt etwas bieder daher, die Karriereseite von Esri nicht. (Screenshot: Esri)

„Scroll to Explore“ – das passt zu Esri, der Firma hinter der Kartographie-Software ArcGis. Mit beeindruckendem Paralax-Scrolling zeigt Esri, wie auch für gewöhnlich eher biedere Branchenumfelder attraktiv ins Szene gesetzt werden können. In dem schicken Onepager stellt Esri sich, seine Vision, die Kultur und das Netz aus Zweigstellen kurz, aber prägnant vor. Unten angekommen, gibt es einen Verweis auf die rund 300 Stellenangebote im Unternehmen. Bleiben trotzdem noch Fragen offen, hilft ein Klick auf die Links die Social-Media-Buttons.

4. Palantir: Perfekt vorbereitet zur Bewerbung

Weniger verspielt, dafür ungewöhnlich informativ: Palantir gibt Bewerbern Tipps für den Erfolg im Jobinterview. (Screenshot: t3n)
Weniger verspielt, dafür ungewöhnlich informativ: Palantir gibt Bewerbern Tipps für den Erfolg im Jobinterview. (Screenshot: Palantir)

Schon lange gehört die Softwareschmeide Palantir zu den beliebtesten Arbeitgebern in den USA. Das spiegelt sich auch auf der Karriereseite wieder. Palantir setzt den Fokus dabei weniger auf Informationen zur Firma, als vielmehr auf Hintergründe zum Bewerbungsprozess. So schildert das Unternehmen den Ablauf des Interviews für Entwickler und Designer und gibt wertvolle Tipps zur Vorbereitung. Eine Sonderseite informiert zudem über die Besonderheiten der „Engineering Culture“. Insgesamt dürfte es Besuchern also leicht fallen, einzuschätzen, was sie für eine erfolgreiche Bewerbung mitbringen müssen.

5. Carrot: Mit Memory Bewerber spielerisch überzeugen

Benefits und Perks – das interessiert die Generation Y heutzutage oft mehr als das Gehalt. Carrot informiert Bewerber deshalb im Memory-Stil über die vielen Vorteile. (Screenshot: t3n)
Benefits und Perks – das interessiert die Generation Y heutzutage oft mehr als das Gehalt. Carrot informiert Bewerber deshalb im Memory-Stil über die vielen Vorteile. (Screenshot: Carrot)

Die New Yorker Digitalagentur kommt gleich zur Sache: In welchen Bereichen gerade eine oder mehrere Stellen vakant sind, illustrieren schwebende Raketen in Startposition. Dort kann man sich dann auch schrittweise zur genauen Jobbeschreibung durchklicken. Mit den Worten „All large companies offer benefits. All startups offer perks. We offer both“, lockt man Bewerber außerdem mit einem Rundum-sorglos-Paket. Was darin enthalten ist, können Besucher der Karriereseite spielerisch durch Aufdecken von Memorykarten erfahren. Wie es hinter den Kulissen von Carrot zugeht, zeigt ein am Ende der Seite eingebettetes Video.

6. BChannels: Diese Karriereleiter kannst du nehmen

Wo geht sie lang, die Karriereleiter? Die Personalabteilung von BChannels verrät es Bewerbern. (Screenshot: t3n)
Wo geht sie lang, die Karriereleiter? Die Personalabteilung von BChannels verrät es Bewerbern. (Screenshot: t3n)

Die Frage nach zukünftigen Aufstiegschancen ist eine der häufigsten, die Bewerber im Vorstellungsgespräch stellen. Kein Wunder, möchte man doch seine Chancen ausloten und erfahren, wie man sich in dem Unternehmen selbst verwirklichen kann. Warum also diese Frage nicht schon auf der Karriereseite beantworten? Das dachte sich offenbar auch die Personalabteilung von BChannels, einer Berater-Firma für Technologieunternehmen. Auf seiner Karriereseite hat BChannels eine interaktive „Career Roadmap“ integriert, die Bewerbern transparent und im Stile einer Infografik die Aufstiegschancen aufzeigt. Ergänzt wird die Seite mit Vorstellungen von Mitarbeitern und Videobeiträgen.

7. Medallia: Follow us around

Mit ansprechenden „Follow me around“-Clips wirbt die Softwareschmiede Medallia um Nachwuchs. (Screenshot: t3n)
Mit ansprechenden „Follow me around“-Clips wirbt die Softwareschmiede Medallia um Nachwuchs. (Screenshot: t3n)

Auf YouTube hat sich das Format schon lange etabliert, dass man mit „Follow me around“-Videos aber auch künftige Bewerber ansprechen kann, belegt die US-Softwareschmiede Medallia. Sobald man die Karriereseite aufruft, startet im oberen Bereich automatisch ein Video, das durch die Büroräume des Unternehmens führt. Über ein Auswahlmenü kann man sich sogar auch durch die Räumlichkeiten an anderen Standorten führen lassen. Oben drauf gibt es Statistiken zum Unternehmen und Einblicke in Positionen und Teams.

8. Air Canada: Employer Branding at it's best

Die Karriereseite von Air Canada betreibt Employer Branding at it's best. (Screenshot: t3n)
Die Karriereseite von Air Canada betreibt Employer Branding at it's best. (Screenshot: t3n)

Früher galt Flugbegleiter noch als Traumberuf. Inzwischen hat sich das geändert, der Job hat in den letzten Jahren im Zuge von Streiks und umfassenden Sparmaßnahmen der Airlines deutlich an Glanz verloren. Der Fluggesellschaft Air Canada gelingt es trotzdem, den Charme vom beruflichen Globetrotter mit hohem Serviceanspruch zu versprühen. Die FlyRouge getaufte Karriereseite bemüht sich sehr darum, schon den Bewerber ein Gefühl von einer Mitarbeitermarke zu vermitteln. Hervorzuheben sind beispielsweise die Präsentation der Uniform und die Vorstellung der Benefits, von denen Bewerber künftig profitieren können. Ebenfalls gelungen ist der weitere Bewerbungsprozess: Durch ansprechend gestaltete Zwischenseiten wissen Bewerber immer, was sie als nächstes tun müssen, um zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

9. SoundCloud: Karriereseite versprüht familiäres Flair

Einblicke in die SoundCloud-Familie. (Screenshot: t3n)
Einblicke in die SoundCloud-Familie. (Screenshot: t3n)

Wer bei einem Startup mit mehreren Hundert Mitarbeiten einsteigen möchte, könnte sich unter Umständen über eine zu anonyme Atmosphäre sorgen. Nicht so bei SoundCloud: Das Berliner Vorzeige-Startup mit Zweigstellen in New York, London und San Francisco gibt sich alle Mühe, seinem Team das bestmögliche Gesicht zu geben. Neben einem wirklich sehr sehenswerten Video – das Einblicke in das Büro und die Arbeitsprinzipien des Unternehmens verschafft - bringen auf der Karriereseite auch zahlreiche Teammitglieder dem Leser ihre Arbeit näher.

10. Cotton On Group: So geht Karriereseiten-Design

Hübsch, informativ, nützlich: Die Karriereseite der Cotton On Group. (Screenshot: t3n)
Hübsch, informativ, nützlich: Die Karriereseite der Cotton On Group. (Screenshot: t3n)

Schon mal gefragt, wie es ist, für einen Hersteller von Jeans zu arbeiten? Eine Antwort darauf dürfte sicher schwerfallen. Umso besser, dass es die Cotton On Group aus Australien versteht, potenzielle Bewerber nicht nur inhaltlich mit allen wichtigen Informationen zu versorgen. Die Karriereseite des Unternehmens kommt als eine Art horizontale Zeitleiste daher. Angefangen bei einem Image-Video können sich Besucher über Infografiken oder interaktive Karten durch die Geschichte und Geographie der Cotton On Group klicken. Auf der Unterseite „What you can do“ bekommt man zudem einen tollen Einblick, was man persönlich mit seinen Fähigkeiten für das Unternehmen leisten kann.

Vielleicht auch interessant: So gewinnt man Aufmerksamkeit: 12 kreative Bewerbungen, die aus der Masse herausstechen

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9 Antworten
  1. von Joern am 16.02.2015 (08:18 Uhr)

    Die hier vorgestellten Unternehmen informieren alle sehr gut über sich selbst - legen dann aber genaue Anforderungen an ihre Bewerber vor. Hierzu haben wir von mehreren (sehr guten) Entwicklern gehört, dass sie vor allem abgeschreckt werden, wenn in den Voraussetzungen Erwartungen stehen, die sie (noch) nicht erfüllen. Was wir bisher von unseren Freunden in etablierteren Firmen so mitbekommen haben, scheint es relativ schwierig zu sein, über "normale Anzeigen" passende Entwickler zu finden.

    Bei unserem Startup sind wir nicht auf der Suche nach Spezialisten, sondern nach Leuten, die vor allem zu uns passen und motiviert sind, sich stetig zu verbessern. Wir müssen einerseits auffallen und andererseits sehr gut auswählen, da in dieser Phase die Leistung von wirklich jedem Angestellten zählt (wir haben keinen Investor).

    Daher haben wir unsere Seite für Bewerber etwas anders gestaltet und keine festen Vorgaben gestellt. Leute bewerben sich bei uns nicht mit Ansprachetext oder ihrem Lebenslauf, sondern nur mit ihrer E-Mailadresse und über einfache Checkboxen, die uns ansatzweise ihre Interessen vermitteln sollen.

    Wir stellen dann den Kontakt her und können direkt damit anfangen, Ängste abzubauen: Wir duzen, zeigen Interesse am Menschen (wir schauen uns die gelieferten Hinweise an) und denken darüber nach, an welcher Stelle wir diese Person einsetzen können. Am besten wird dann miteinander via Skype oder Telefon gesprochen und dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen.

    Bin mir nicht sicher, ob sie unter "geil" fällt, wie im Artikel beschrieben - aber unsere Seite ist in jedem Fall nicht Standard: http://campudus.com/recruit

    PS: Wir zählen die Vorteile, die wir Mitarbeitern bieten können, nicht noch auf der Seite auf. Wer etwas bestimmtes möchte oder braucht, kann gerne mit uns darüber sprechen - ein Startup ist schließlich flexibel :)

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    • von Nadine am 18.02.2015 (15:07 Uhr)

      @Joern: Gute Idee und schön umgesetzt! Noch ein Freifeld im Formular fänd ich trotzdem gut. z.B. falls jemand, wie ich, sich gerne bewerben würde, dazu aber einen Satz schreiben muss, wie: "Ich kann nicht programmieren, würde Euer Team aber gerne mit Design (Front-End, Icons, Illustration etc.) unterstützen."

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      • von Joern am 18.02.2015 (15:14 Uhr)

        Hi Nadine,

        Du kannst uns natürlich auch jederzeit per E-Mail erreichen, die Du auf der Webseite finden kannst :)

        Allerdings werden wir vermutlich (noch) keine Vollzeitstelle für reine Konzeption und Design besetzen können. Kontakte sind aber immer gut, von demher freue ich mich auf Deine Mail - entweder direkt an unsere info@ Adresse oder einfach als Frontend-Ninja ;)

        Viele Grüße
        Joern

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  2. von Andreas am 16.02.2015 (10:25 Uhr)

    @Joern: Ich finde die Seite richtig gut. Wäre ich Coder, hätte ich das Formular ausgefüllt :-)

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  3. von AJ am 16.02.2015 (14:33 Uhr)

    @Joern, gefällt mir richtig gut! Sehr viel Liebe zum Detail!

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  4. von Joern am 17.02.2015 (07:50 Uhr)

    Danke für die Blumen :)
    Wenn sie Euch gefällt, könnt Ihr sie gerne weiter verteilen - vielleicht kennt ja jemand jemanden der jemand kennt usw ;)

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  5. von AndyS am 15.05.2015 (10:17 Uhr)

    Kreative Karrierewebsites von deutschen IT-Unternehmen hat itjobboard.de zusammengestellt: http://blog.itjobboard.de/so-sexy-koennen-karriereseiten-sein/

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  6. von peter am 16.11.2015 (17:22 Uhr)

    @Joern:
    Warum nennst du deine typsiche Werbebutze ein Startup? Welche innovative Lösung habt ihr denn anzubieten? Warum postest du einen Link zu einer 404-Seite? Warum hat die von dir beworbene Seite 4 HTML- und 109 CSS-Fehler? Wirk sehr professionell.... Ich würde mich bei so einem Laden nicht bewerben. Man sieht hier deutlich, dass Qualität nicht Eure Stärken sind.

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