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Karriere

Soziale Netzwerke: So schreibt ihr die perfekte Kurzbiografie

    Soziale Netzwerke: So schreibt ihr die perfekte Kurzbiografie

Kurzbiografien schreiben. (Flickr-starmanseries / CC-BY-2.0)

Eine Kurzbiografie auf Twitter, Facebook und Co. soll darüber informieren, welche Person und Interessen sich hinter einem Account verbergen. Wir sagen euch, wie ihr die Informationen optimal textet.

Eine nichtssagende Kurzbiografie verfehlt ihr Ziel

Ein immer wiederkehrendes Problem: Jemand folgt mir auf Twitter und ich würde gerne zurückfolgen, allerdings nur, wenn der Twitter-Account für mich spannende Tweets und Links bereithält. Das allerdings, ist nicht immer auf dem ersten Blick erkennbar. Unter dem Profilbild stehen oft nur zusammenhanglose Wörter: „Experte“, „Kreativ“, „Enthusiast“! Klingt erst einmal gut, sagt aber grundsätzlich wenig bis gar nichts über die Person aus. Um den Account also einigermaßen bewerten zu können, bin ich gezwungen mich durch die Timeline des Followers zu scrollen – doch das ist müßig und dauert seine Zeit. Insofern kommt es leider oft vor, dass ich auf diesen zweiten Akt verzichte – schlecht für mich, weil ich vielleicht einen tollen Twitterer verpasse, aber genauso schlecht für die Person, die sich selbst und einem nachhaltigen Follower-Aufbau im Wege steht.

Kurzbiografien sind keine einfache Sache: Tipps wie sie trotzdem gelingen

Kurzbiografien auf Twitter, Facebook und Co. schreiben. ( / CC-BY-2.0)
Kurzbiografien auf Twitter, Facebook und Co. schreiben, ist nicht immer einfach. (Flickr-starmanseries / CC-BY-2.0)

Mit der Social-Network-Biografie ist es sicherlich wie sonst auch im Leben, es ist schwer, sich selbst zu beschreiben. Dennoch gibt es einige Punkte, die helfen, einen guten Ich-Text zu verfassen – auch wenn einem nur wenige Zeichen zur Verfügung stehen. Es lohnt sich beispielsweise, einen Blick auf Leserforschungen zu werfen: Gerade im Bezug auf Überschriften, Bildunterschriften oder Anreißertexte gibt es aussagekräftige Erhebungen, die beschreiben, worauf Leser eingehen, was sie neugierig macht oder sie langweilt. Auch in der Psychologie sind einige Tipps zu finden, die einen Eindruck vermitteln, wann ein Mensch sich von einem Text angesprochen fühlt. Humor spielt beispielsweise eine große Rolle. Wer mit Witz und Charme auftritt, hinterlässt oft den besseren Eindruck.

Was gilt es noch zu beachten? Der meines Erachtens wichtigste Punkt ist ein klassischer Tipp aus dem Journalismus: „Show, don’t tell!“, fordert den Autor auf, szenisch zu schreiben. Anstatt zu sagen, dass man ein Guru, Experte oder Enthusiast ist, sollte der Verfasser eher erklären, was ihn dazu macht: Er könnte über Ideen oder Projekt reden, die ihn momentan beschäftigen. Ein Beispiel wäre: „[...] lebt und arbeitet im Silicon Valley. Schreibt Startup-Porträts für das t3n-Magazin.“ Hier wird deutlich, für was der Profil-Eigner steht. Natürlich müssen auch bestimmte Wörter in der Beschreibung vorkommen, die für Aufmerksamkeit sorgen. Bin ich an Inhalte zur Internetwirtschaft interessiert, ist das Schlüsselwort „Startup“ für mich der Blickfang schlechthin. Es darf halt nur nicht in einem Buzzword-Bingo enden!

Kurzbiografie auf Twitter: Sage wer du bist und was du kuratierst. (Screenshot: @lojanna-Twitter)
Kurzbiografie auf Twitter: Sage wer du bist und was du kuratierst. (Screenshot: @lojanna-Twitter)

Positiv werden auch persönliche Einblicke wahrgenommen. In unserem oberen Beispiel ergibt sich das: „[...] lebt und arbeitet im Silicon Valley.“ Der Autor teilt eine private Information, die er nicht unbedingt herausgeben muss, die dem potentiellen Follower aber hilft, seinen Gegenüber besser einzuschätzen – und: Die Information macht ihn menschlicher. Vielleicht ist der Interessierte sogar selber eine Zeit lang in den USA gewesen – in diesem Fall identifiziert er sich womöglich sogar mit dem Profil-Eigner.

Weniger ist manchmal mehr: Konzentriere dich auf das Wesentliche

Aktivierender sind außerdem immer Verben: „lebt“, „arbeitet“ und „schreibt“ liest sich flüssiger als so manch ein Substantiv wie „Schriftsteller“ oder „Buchautor“. Natürlich hängt die Wortwahl oft mit der zur Verfügung stehenden Zeichenzahl zusammen. Auch meine Twitter-Biografie (siehe unten) ist nicht perfekt. Aufgrund meiner vielen Interessen musste ich die Informationen etwas komprimierter zusammenfassen und greife beispielsweise im ersten Satz auf Substantive zurück. Alternativ hilft es, weniger wichtige Auskünfte wegzulassen.

Kurzbiografie auf Twitter: Erkläre deinen Follower, was sie auf deinem Account dir erwartet. (Screenshot: @AndreasWeck-Twitter)
Kurzbiografie auf Twitter: Erkläre deinen Followern, was sie auf deinem Account erwartet. (Screenshot: @AndreasWeck-Twitter)

Die eigene Kurzbiografie in sozialen Netzwerken sollte schlussendlich immer wieder geprüft werden. Du arbeitest an einem neuen Projekt? Erzähl es! Du hast einen neuen Job? Informiere uns! Hier noch ein Pro-Tipp am Rande: Ein Link auf ein ausführlicheres Profil – beispielsweise auf die Webseite, dem Blog oder einer About.me-Page – hilft dem Interessierten weitere Infos über dich einzuholen und nicht zuletzt dir, dich in der Kurzbiografie auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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