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Lumma-Kolumne: Warum Kinder programmieren lernen sollten

„Die Zukunft ist digital“ – diese und andere Binsenweisheiten kann man überall nachlesen. Wirft man allerdings einen Blick auf den Job-Markt, dann sieht man einen deutlichen Fachkräftemangel vor allem bei Anwendungsentwicklern, die wir neudeutsch gerne als Coder bezeichnen. Wir sehen aber auch, dass es vielen Leuten immer noch an einem grundsätzlichen Verständnis für die Funktionsweisen der digitalen Welt fehlt. Darin muss sich etwas ändern und dafür müssen wir schon bei den Kindern ansetzen.

Lumma-Kolumne: Warum Kinder programmieren lernen sollten

Schüler brauchen künftig eine Programmiersprache als zweite Fremdsprache

Wenn man verstehen will, wie die digitale Welt funktioniert und darin etwas verändern will, muss man ihre Sprache sprechen. Es reicht nicht aus, einfach nur Anwender zu sein. (Foto: ME-Arbeitgeber / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Seit ich vor fast zwei Jahren Douglas Rushkoffs Vortrag „Program or be Programmed“ auf dem Trendtag gehört habe, lässt mich das Thema nicht mehr los. Ich freue ich mich sehr darüber, dass die Internet-Nutzung mittlerweile ganz ohne Computerkenntnisse möglich ist und dadurch die Nutzerschaft extrem verbreitert wurde. Aber gleichzeitig ist es für mich teilweise erschreckend zu sehen, wie wenig konzeptionelles Verständnis vom Internet bei vielen Nutzern existiert und wie wenig digitales Verstehen vorhanden ist.

Ich vergleiche das einmal mit Sprachen: Ich habe das Kleine Latinum. Ich würde nicht behaupten, dass ich Latein flüssig lesen oder schreiben kann, aber ich bin in der Lage, mir ganz viele Wörter in anderen Sprachen herzuleiten, weil ich eine gewisse Grundlage habe. Ich kann außerdem ein wenig C. Das hilft mir ungemein, denn dadurch bin ich in der Lage, Codestrukturen zu erfassen und sie eventuell sogar für meine Bedürfnisse anzupassen. C ist jetzt nur ein Beispiel, das Gleiche gilt für Python, Ruby, JavaScript, PHP und so weiter: Wenn man einmal das grundlegende Konzept verstanden hat, ist man in der Lage zu erkennen, wie etwas funktioniert.

Das Erlernen einer modernen Programmiersprache ist die Grundlage für die Zukunft

Wir sollten uns ganz dringend überlegen, wie wir das Programmieren bereits Kindern und Jugendlichen vermitteln, da es immer essentieller wird für ihre Zukunft. Wenn man verstehen will, wie die digitale Welt funktioniert und darin etwas verändern will, muss man ihre Sprache sprechen. Es reicht nicht aus, einfach nur Anwender zu sein.

Auslöser für diese Gedanken ist das Codeyear der Codecademy, bei dem u.a. auch der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg teilnimmt und die Überlegungen der US-Regierung, ein spezielles Sommerprogramm zu entwickeln, um junge Menschen an das Thema Programmierung heranzuführen. Hinzu kommt die leidige Frage dieser Branche, die seit Jahren jeder stellt: „Kennst Du noch Coder, die einen Job suchen?“

Wir müssen zukünftig früher ansetzen und bei der Schulbildung anfangen. Eine Programmiersprache als zweite Fremdsprache sollte zum Pflichtprogramm an jeder weiterführenden Schule in Deutschland werden.

Über den Autor

nico lumma 75pxNico Lumma ist Chief Operating Officer (COO) der Digital Pioneers N.V. in Hamburg, stolzer Vater zweier Kinder, glücklich verheiratet, bloggt seit etlichen Jahren auf lumma.de und hat den Verein D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt mitgegründet. Er ist Ständiger Sachverständiger der Enquete Kommission „Verantwortung in der medialen Welt“ am Landtag Rheinland-Pfalz und wurde 2007 von der Zeitschrift Tomorrow zu den Top 20 Web 2.0 Pionieren in Deutschland gewählt.

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17 Antworten
  1. von cephei am 26.01.2012 (14:22Uhr)

    Klar wäre ein solches Konzept in einigen Fällen hilfreich. Aber was soll ein Buchhalter oder ein Biologe mit Programmierkenntnissen anfangen? Anwender zu sein, reicht meiner Meinung nach für die miesten Berufe. Ein Verstäntnis für den sicheren Umgang mit Computerprogrammen braucht keine Programmierkenntnisse. In welchen Berufen wäre es den Sinnvoll, wenn man ein Grundwissen im Programmieren hat?

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  2. von Pascal Kienast am 26.01.2012 (14:48Uhr)

    Ich bin erst 12 Jahre und kann auch schon relativ gut PHP und ein bisschen C++.
    Und seid fast einen Jahr bin ich auch ein Begeisteter Leser von diesen Blog und natürlich auch Abonnement vom t3n Magazin. Desweiteren besitze ich auch ein eignende Seite namens camimbo.com. Die ist aufgebaut wie ein Blog bloß hier kann jeder Bloggen.

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  3. von Mela am 26.01.2012 (15:00Uhr)

    Gna. Wie ich diese eingeschränkte Weltsicht liebe.

    Liebe cephei. Wir leben nicht mehr im 18. Jahrhundert, als jeder nur den Beruf der Eltern erlernte und schon gar keine Fähigkeiten ausserhalb seines Berufs haben sollte. Ein Biologe braucht deswegen Programmierkenntnisse, damit er sich mit Bioinformatikern unterhalten kann und weil verdammt in der Biologie verdammt viel programmiert wird um biologische Vorgänge zu verstehen und zu erforschen. Minimale Kenntnisse helfen bei der Verständigung. Auch dem Buchhalter hilft es, die grundlegende Funktionsweise der Buchhaltungssoftware zu verstehen die er nutzt.

    Davon abgesehen steht der Lebensplan keines Kindes fest. Wir sagen auch nicht "Warum muß der Rechnen können, der wird Schauspieler" oder "Warum sollte der Faust lernen müssen, der wird doch Koch."

    Es geht nicht darum auf einen speziellen Beruf vorbereitet zu werden und nur auf diesen. Es geht darum in der Schule einen breiten Horizont zu erwerben, auf dem später aufgebaut werden kann. Egal welchen Beruf ein Kind anstrebt, es muß zumindest den Grundstock erworben haben, logisch zu denken, eine komplexe Welt zu verstehen und sich alles nötige Wissen über lebenslanges Lernen aneignen zu können.

    In einer Welt, in der Informationstechnologie eine tragende Rolle einnimmt, ist es nur zu logisch Kindern auch mit den Grundregeln dieser Technologie in Kontakt zu bringen.

    Und wie Steve Jobs absolut zutreffend festgestellt hat: Es ist wichtig im eigenen Leben die Punkte zu verknüpfen, statt nur nur das zu tun was für das offensichtliche Ziel notwendig ist.

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  4. von Nicole Simon am 26.01.2012 (15:29Uhr)

    Programmieren ja, Programmiersprache nein. Jedenfalls nicht für den Anfang.

    In meinem LK Mathe war Algorythmen Thema. Während mein Gymnasium Comal lernte (eine Mischung aus Basic und Logo, per Steckmodul im C64) und wir schon innerhalb der ersten zwei Stunden Erfolge hatten, hatte das Nachbargymnasium Pascal auf dem Lehrplan.

    Die waren nach mehreren Wochen soweit, ein bisschen was zu lernen und anzuwenden und mußten erst die Sprache lernen, um was erzeugen zu können. Jede der aktuellen Programmiersprachen ist viel zu mächtig und hat zuviel Overhead, um sinnvoll vermittelt zu werden.

    Als Vertiefungskurse im Angebot? Auf jeden Fall. Als Pflicht für jedermann in einer Schulgesellschaft, wo wir darüber reden, daß noch nicht einmal Basis-Medienkompetenz vorhanden ist? Nope. Das ist zu eng gedacht.

    Worüber man aber nachdenken könnte ist das Umwandeln von rein sprachlich / künstlerisch / musisch orientierten weiterführenden Schulen auf welche mit technologischem Fokus.

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  5. von Nicole Simon am 26.01.2012 (15:31Uhr)

    Algorithmen. Sorum. *gnak* ein intensiveres Lernen von Deutsch != Literaturinterpretation wäre auch hilfreich, gerne unter Einbindung von Latein - nirgendwo habe ich mehr über Gramatik gelernt als da. ;)

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  6. von Michael am 26.01.2012 (15:34Uhr)

    Mal überspitzt gesagt: Was sollen Kinder denn noch alles lernen? Am besten in der Grundschule die ersten zwei Fremdsprachen, bis zur 6. Klasse dann Programmieren und in der 8. wird jeder zum Ingenieur.

    Ich bin selbst als Ingenieur in der Softwareentwicklung tätig und würde es begrüßen wenn der Eifer vieler Eltern mal eher wieder in die Richtung "Lasst die Kinder Kinder sein" gehen würde.

    Programmieren zu können ist kein Hexenwerk - es ist nicht einmal besonders schwer. Wer im Laufe seiner Schullaufbahn oder im Studium merkt, dass ihn der Bereich reizt, kann jederzeit damit starten sich das erforderliche Wissen anzueignen.

    Bitte nicht falsch verstehen - ich bin nicht gegen Programmierunterricht an Schulen, allerdings sollte anderen Bereichen deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

    85% der Internetnutzer dürften auch prima ohne Programmierkenntnisse auskommen, eine gute Medienkompetenz vorausgesetzt natürlich. Diese ist aber, betrachtet man einige Kollegen, keinesfalls automatisch gegeben sobald man programmieren kann ;)

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  7. von Nicole Simon am 26.01.2012 (15:53Uhr)

    Übrigens: Die Projektgruppe "Bildung und Forschung" der Enquete-Kommission des Bundestages geht diese Tage in die abschließende Phase. Pack es in ein einfaches Statement, sammel Stimmen und komm auf den Tisch in der Projektgruppe. Bei der momentanen Beteiligung reichen für den Ausdruck auf dem Tisch vermutlich 5 Stimmen - das ist im Zweifel Familie lumma alleine ;)

    Hier eintragen: https://bildung.enquetebeteiligung.de/instance/bildung

    Beispiele wie sowas zum Schluß aussehen kann / soll finden sich im Bericht Medienkompetenz ab Seite 31:
    http://www.bundestag.de/internetenquete/dokumentation/Medienkompetenz/Zwischenbericht_Medienkompetenz_1707286.pdf

    (die anderen Zwischenberichte sind etwas *hust* trockener zu lesen).

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  8. von nachtgold am 26.01.2012 (18:33Uhr)

    Ich denke als AG oder Kurs mit einem fähigen Dozenten sollte das angeboten werden, wobei ich die Einstellung Algorithmen > Programmiersprache bevorzuge

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  9. von Bernd Sommerfeld am 26.01.2012 (19:01Uhr)

    Wir bei Lehmanns haben das vor einem Jahr erfolgreich in Berlin begonnen. Kinder (10-13 Jahre) lernen in der Buchhandlung Python :-)

    Unser Motto ist: Die einen programmieren - die anderen werden programmiert
    Nicholas Negroponte sagte sehr richtig: "Computer zu programmieren ist ein sehr wirkungsvoller Weg für Kinder, um das Lernen zu lernen … Kinder, die sich mit Programmieren beschäftigen, übertragen diese Art zu lernen auch auf andere Dinge."

    Seit einiger Zeit beobachte ich in der Buchhandlung, wie Kinder von ihren Eltern an Computer & Internet herangeführt werden. Schon 9-Jährige benutzen ganz souverän ihr Ubuntu und beginnen spielerisch mit dem Programmieren. Es gibt auch einige Bücher (MITP-Verlag) speziell für diese Zielgruppe. Das hat mich zu unserem neuen Projekt gebracht. Unter unseren Kunden gibt es einige, die bereit sind, einer Gruppe von Kindern über 10 Jahren das Programmieren beizubringen. Einmal in der Woche werden in der Buchhandlung junge Menschen an die Programmiersprachen herangeführt, lernen Schleifen, Verzweigungen, Datentypen, Funktionen kennen - und später...

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  10. von Yannick am 26.01.2012 (22:19Uhr)

    Das sollte auf keinen Fall zum Pflichtfach ein weiteren Schulen werden. Erstens ist es keine Sprache, mit der man mit anderen kommunizieren kann, wie es bei Englisch und Co der Fall ist. Des Weiteren kann man ein bestimmtes Fach nur zur Pflicht machen, wenn es auch überhaupt an den meisten Schulen existiert und entsprechende Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Es sollte jedem Menschen selbst überlassen bleiben, ob er eine Programmiersprache lernen will, denn viele vergessen, dass wir nicht nur Programmierer brauchen, sondern auch Maurer, Straßenreiniger und so weiter, was auch wichtige Berufe sind, sicherlich wichtiger als Programmierer, und diese besagten Fächer gibt es auch nicht als Pflichtfach...

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  11. von MiuSuCo am 26.01.2012 (22:21Uhr)

    Guter Ansatz - nur: in der heutigen Zeit ist die NUTZUNG eines Computers so selbstverstädnlich geworden, dass es eben auch Kinder schon tun, es gehört zum Alltag wie das Handy.
    Sicher, ein bewussterer Umgang damit und ein Erkennen der Strukturen dahinter warum etwas so funktioniert, wie es funktioniert, wäre gut - doch im Zug der allgemeinen Überhäufung mit Anwendungen mit anderen medialen Anforderungen schwindet die allgemeine Faszination des Mediums.
    Computer ist so normal geworden, wie fernsehen oder mobil telefonieren. Es bedarf also schon spezieller Anreize für Kinder und Jugendliche, sich mit dem "Hintergrund" zu beschäftigen, wenn man sie erreichen und begeistern will.
    Ob die Schule hier der irchitige ort dafür ist, wage ich - angesichts der Zustände bspw. in Bayern - wage ich zu bezweifeln. Solange Unterricht immer mehr zum Pauken verkommt, haben innovative und kreative Ansätze kaum eine Chance. selbst, wenn Unterrichtsmaterialien digitalisiert werden (ibook-offensive z.B.)
    Und wenn es dann auch noch zu einer Beurteilung des Lernfortschritts (=Benotung) kommt, wie im Informatik-Unterricht, wird es wieder nur ein "muss-ich-auch-machen-mag-ich-aber-gar-nicht"Fach. AG, Freizeit-Angebot etc, könnte Abhilfe schaffen - so, wie auch die Schulhompage oftmals freiwillig von Schülern gepflegt wird...solchen, die Interesse daran haben.
    Pflicht? Nein danke. Davon haben unsere Kinder genug. Freiraum dafür? Ja bitte.

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  12. von Excel-Kredite am 27.01.2012 (15:52Uhr)

    Dank Trivialpatenten haben viele umsonst Informatik studiert. Ab 30 ist man zu alt für Festanstellung und wenn das Projekt durch Regierungswechsel gedroppt wird (Galileo, Gesundheitskarte, Elena,...) ist man plötzlich Zwangs-Freiberufler. Wer hier kann die 13(?) Posten aufzählen für die Vorsteuerabsetzbarkeit von Rechnungen ? Wer kennt die Verordnungen für Software die mit Umsätzen zu tun hat (also jeder Onlineshop, Warenwirtschaft, Kassen-System, ... so ziemlich alles was Preise enthält) und vom Finanzamt überprüft wird ? Na also.

    Wenn ich Informatik-Professor wäre, würde ich nur noch Informatikern ihr Diplom geben, die 100 Trivialpatente kurz benennen können. Z.b. auf Ladebalken! Oder Amazons Single-Button-Click-Patent das man bequem für Eisenbahn-Fahrkarten-Automaten oder Handy-Apps oder für Restaurant-Karten benutzen könnte wenn es nicht von Amazon patentiert wäre.

    Jura oder BWL ist aussichtsreicher und oft profitabler.
    Die guten Sachen wie SAP lernt man kaum und wohl nur wenn man jemand kennt der jemand kennt. Oracle ist da viel offener, wird aber in Europa nicht so viel genutzt weil hier SAP bzw. IBM/AIX/DB2 bzw. MCSE "ruled". COBOL für IBM-Banksysteme kann man wohl günstig lernen und mit Host-Computing Geld verdienen. Spaß macht das aber nicht.

    Ausserdem: Write once, run many.
    Eine Branche die nicht mal ein paar Studenten reserviert bekommt, sollte man vielleicht nicht ernst nehmen. Denn die Studienzulassung ist "nur" ein Reservierungs-System. Das ist soo trivial, das kann doch gar nicht schief gehen. Die paritätische Absprache der Preise beim Deutschen Fernsehpreis von ARD+ZDF+RTL ist komplizierter.
    Oder wieso kann Elena nicht funktionieren ? Jeder der mal gearbeitet hat, weiss, das die Lohnsteuerkarte nur 20-50 (oft leere) Felder enthält.

    Wer ct liest, weiss ja aus den jährlichen Berichten, das der amerikanische Professor die Greencard nur für ein System hält, um die Löhne unten zu halten.
    Im TV meinte ein Inder mal, er würde für seine Callcenter lieber Amerikaner in USA einstellen, aber Ingeneure (darunter fällt Informatik dort) gelten wenig also studiert es kaum jemand. Das würde ich auch nicht um dann für Juristen und Boni-Macaroni-Wagen-BWLern für den Mindestlohn zu arbeiten.

    Die Diskussion redet immer von "Informatik"-Unterricht aber gemeint ist "Windows, Word, Standard- und Branchensoftware für Arzthelferinnen, Krankenschwestern und Einzelhandels-Kaufleute und alle anderen Ausbildungs-Berufe".

    Sinnvoll finde ich allerdings schon, das man auch in der Hauptschule z.b. Getriebe und Flaschenzüge berechnet und dann zusammensetzt oder wechselwirkende Systeme (Heizung, Licht, Wärme, Kälte,...) oder auch immer kompliziertere/anspruchsvollere Excel-Formeln oder Google-Suchanfragen in steigendem Schwierigkeitsgrad lernt. Dann kann man seine Heizung vielleicht auch energiesparender programmieren oder in Excel sich das Leben einfacher machen und z.b. seine Finanzen besser regulieren oder Urlaubspreise oder Autokredite vergleichen.

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  13. von Britta Behrens am 27.01.2012 (16:25Uhr)

    Programmieren lernen ist wirklich wichtig und vernünftig in der heutigen Zeit. Dies sollte in den Schulen angeboten werden.

    Ich kann die openbooks von Galileo empfehlen. Hier gibt es einige Programmier-Bücher kostenlos zum Lesen. Die haben natürlich nicht den Anspruch "kindertauglich" zu sein. Aber sie stehen im Web komplett zur Verfügung und vermitteln das coden und man kann es ausprobieren.

    http://www.galileocomputing.de/openbook

    C, Java, Visual Basic...

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  14. von Philipp Gressly Freimann am 29.01.2012 (21:45Uhr)

    Natürlich bin ich auch dafür, dass jeder programmieren sollte, dann kann ich mein Buch "http://www.programmieren-lernen.ch" auch besser verkaufen ;-)

    Doch bin ich nicht der Meinung, dass dies unbedingt mit einer modernen Programmiersprache geschehen sollte (meinen Lehrlingen bringe ich PL/1 und Java bei). Wichtiger finde ich die Grundkonzepte von Programmiersprachen:

    Variablen, Datentypen und Ausdrücke, Sequenzen, Selektionen und Schleifen, Unterprogramme und Felder (Arrays), grundlegende Algorithmen und Simulationen.

    Ich fordere: "Lernt, ein programmierbares Problem einer Maschine (und nicht einem Menschen) beizubringen und ihr werdet lernen präzise zu formulieren!" Gerade Junge Leute profitieren für viele Berufe, wenn ihr Abstaktionsvermögen ausgebaut wird. Auch wenn nicht jeder zum Programmierer werden soll, so kann ein Verständnis der Konzepte wohl kaum Schaden anrichten.

    In diesem Sinne: Besten Dank für diesen Artikel.

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  15. von Cem Basman am 30.01.2012 (09:44Uhr)

    Schülerpraktika mit 14 Jahren beispielsweise in Programmierabteilungen sind ein guter Einstieg. Bewährt haben sich in zwei Wochen SELFHTML durchzunehmen oder aber auch diverse Ruby Kurse wie KidsRuby, die alle im Web zum Download bereitstehen. Mit einem/einer Betreuer/in, der/die programmieren kann sollte das alles kein Problem sein.

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  16. von Nico Lumma am 30.01.2012 (21:39Uhr)

    danke @Nicole Simon für den Hinweis - wer meine Idee unterstützenswert findet, kann mal eben hier voten:
    https://bildung.enquetebeteiligung.de/proposal/1149-Eine_Programiersprache_als_zweite_Fremds.html

    einfach mal anmelden, die spammen bestimmt nicht. :)

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  17. von Stef am 04.03.2012 (01:23Uhr)

    Gleich vorweg: Ich habe Informatik/Mathematik an einer Uni studiert. Ich schreibe Web-Anwendungen. Und ich liebe, was ich tue. Aber:

    Mit Verlaub. Diese Forderung ist hahnebüchen.

    Auch im Jahr 2012 hat nur ein sehr kleiner Teil von Menschen einen beruflichen Bezug zu Software-Entwicklung. Das mag auch daran liegen, dass viele Menschen keine Kompetenz in diesem Feld besitzen. Es liegt aber vor allen Dinge daran, dass IT allgemein und Softwareentwicklung speziell eine Dienstleistungsfunktion hat.

    Die Anzahl der Menschen, die Software zur Bewältigung ihres Arbeitsalltages einsetzen oder benötigen werden, wird über die Zeit sicher zunehmen.

    Dass aber die Mehrheit aller Arbeitnehmer Softwareentwicklung betreiben werden, ist keinesfalls zu erwarten. Wer sich in der Wirtschaft auskennt, dem ist bekannt, dass die Möglichkeiten zur Entwicklung von Spezialanwendungen für Funktionsgruppen - ABNIMMT. Denn es stellt ein beträchtliches Risiko dar, wenn irgendwo irgendwelche Anwendungen von irgendwelchen Personen geschrieben werden.

    Insofern ist Softwareentwicklung sicher keine Grundfertigkeit in einer zukünftigen Gesellschaft.

    Entschieden viel wichtiger wäre es, wenn alle Schüler über Renten, Versicherungen und Finanzgeschäfte informiert werden. Dieses Wissen würde dazu beitragen, dass sie gegenüber Banken und Versicherungen mündiger auftreten könnten - und sich nicht jeden Quatsch andrehen lassen würden.

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