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E-Commerce

Marktüberblick E-Commerce in Europa: Vorreitermärkte

    Marktüberblick E-Commerce in Europa: Vorreitermärkte
(Foto: © Gina Sanders - Fotolia.com Montage: t3n)

Ins Ausland zu expandieren kann sich für Onlinehändler lohnen. Aber wohin? Netzaktiv.de stellt euch in dieser Serie die interessantesten E-Commerce-Märkte in Europa vor. Teil 1: Die Vorreiter. Ihr tragt euch damit, mit eurem Shop auch ins europäische Ausland zu verkaufen? Dann solltet ihr euch im ersten Schritt entscheiden, welche Märkte ihr angehen möchtet. Wir geben euch einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Fakten zu den interessantesten E-Commerce-Märkten in Europa. E-Commerce in Europa: Vorreitermärkte. (Foto: pixabay.com) E-Commerce in Europa im Überblick Im Jahr 2013 lag der B2C-Umsatz des E-Commerce im gesamteuropäischen Raum, einer Statistik des Verbandes „Ecommerce Europe“ zufolge, bei 363,1 Milliarden Euro. Das waren 16,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Beinahe die Hälfte dieses Umsatzes wird in Westeuropa erwirtschaftet (darunter fasst „Ecommerce Europe“ Großbritannien und Irland, Frankreich und die Benelux-Staaten zusammen): Hier wurden 177,7 Milliarden Euro online umgesetzt. Das schnellste Wachstum ist allerdings in Zentraleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn) zu verzeichnen: Mit einer Steigerungsrate von 22,7 Prozent lag der Online-Umsatz hier deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Übrigens, zum Thema "Internationale Vermarktung" gibt es für potentielle Shop-Betreiber im Shop-Kompendium ein paar Gedankenanstöße. Kommen wir aber nun zum größten Stück der Torte: The Big Three Die wichtigsten E-Commerce-Märkte in Europa sind Großbritannien, Deutschland und Frankreich. Diese drei Länder zusammen machen alleine 61 Prozent des europäischen Gesamtumsatzes im E-Commerce aus. An der Spitze dieses starken Trios stehen nach wie vor unangefochten die Briten, die mit 116 Milliarden Euro bereits über 30 Prozent des europäischen Umsatzes erwirtschaften. E-Commerce in Großbritannien Im führenden europäischen E-Commerce-Markt sind Internet und Online-Shopping beinahe selbstverständlich geworden: 84,1 Prozent der Briten verfügen einer Studie der Cross-Border-E-Commerce-Community CBEC zufolge über einen Internetzugang, 72 Prozent aller Erwachsenen haben 2013 mindestens einmal online eingekauft, das sind 46,8 Millionen Online-Shopper. Die Mobile-Nutzung nimmt immer mehr zu: 65,2 Prozent aller Briten haben ein Smartphone – größtenteils mit Android-Betriebssystem. In zwei Jahren, so schätzt man, wird mindestens jeder zweite Brite über ein Tablet verfügen. Der Mobile-Commerce-Umsatz lag 2013 bei 6,2 Milliarden Euro. Die Briten sind Kartenzahler – 88,5 Prozent aller Online-Zahlungen werden, so die Zahlen von Payvision, über Kredit- oder Debitkarten abgewickelt. PayPal belegt unter den Zahlungsarten Rang zwei, mit allerdings vergleichsweise schwachen 7,7 Prozent. Die meistverkauften Produktkategorien in Großbritannien waren 2013 Kleidung und Schuhe (circa neun Milliarden Euro Umsatz), gefolgt von Lebensmitteln, Medien und Unterhaltungselektronik. Ein zentraler Wettbewerbsvorteil der britischen Online-Händler im grenzüberschreitenden E-Commerce ist die englische Sprache, die Großbritannien auch im internationalen Online-Handel zu einem zentralen Knotenpunkt werden lässt. E-Commerce in Deutschland Als Händler mit Sitz in Deutschland habt ihr das dickste Stück des Kuchens schon genau vor der Nase: Mit 63,9 Millionen Online-Shoppern sitz rein mengenmäßig in Deutschland das europaweit größte Potenzial. Und auch die Internet-Versorgungsrate ist die höchste der Big Three: 86,8 Prozent aller Deutschen haben einen Internetzugang. Dennoch schafft der E-Commerce insgesamt weniger als die Hälfte des britischen Online-Umsatzes: In Sachen Pro-Kopf-Umsatz sind die Briten also ungeschlagen. Was Mobile-Nutzung und –Umsatz angeht, platziert sich Deutschland genau zwischen Großbritannien und Frankreich: mit einer Smartphone-Dichte von 62 Prozent kam der M-Commerce-Umsatz 2013 auf fünf Milliarden Euro. Glaubt man der Payvision-Studie, wäre die außergewöhnliche Beliebtheit der Rechnungszahlung in Deutschland übrigens ein Märchen: Sie kommt in der Studie auf gerade mal 11 Prozent, nach PayPal, Sofortüberweisung und Kreditkarte. Frei nach dem Motto „Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast“, sollte man da hellhörig werden, denn das passt so gar nicht zu den gängigen Studienergebnissen zum deutschen Zahlungsverhalten und wäre sicherlich nochmal einen genaueren Blick wert. In der Studie Erfolgsfaktor Payment kommt ibi research zu ganz anderen Ergebnissen: Durch alle Altersgruppen hindurch ist die Zahlung per Rechnung mit 45 Prozent die mit Abstand beliebteste Zahlungsmethode der deutschen Online-Shopper. Und was kaufen wir Deutschen am liebsten im Netz? Kleidung, Consumer Electronics sowie Bücher und Medien, darin sind sich die diversen Studien einig. E-Commerce in Frankreich Nach Deutschland die Nummer drei in Europa, mit einer Internet-Versorgungsrate von 86 Prozent. Knapp 90 Prozent aller Internetnutzer kaufen auch online ein, das macht 33,8 Millionen Online-Shopper. Auch in Frankreich nimmt die Mobile-Nutzung zu, liegt aber noch weit unter der Akzeptanz in Großbritannien: Bei einer Smartphone-Dichte von 53 Prozent (62,8 Prozent davon mit Android-Betriebssystem) wurden im Mobile-Commerce 2013 circa 1,4 Milliarden Euro umgesetzt. Auch die Franzosen zahlen gerne mit Karte: Etwa 51 Prozent aller Online-Zahlungen werden mit Kredit- oder Debitkarten durchgeführt. Dabei geht nichts ohne die „Carte Bleue“, die mit einem Marktanteil von 64 Prozent den Kreditkartenmarkt dominiert. PayPal kommt immerhin auf einen Anteil von 16 Prozent und belegt im Payment-Ranking Platz zwei. Führende Branche im französischen E-Commerce ist der Reise- und Touristiksektor, gefolgt von Dienstleistungen und Tickets/Veranstaltungen. Etwa die Hälfte aller französischen Online-Shopper kauft Kleidung und Mode online ein, knapp 40 Prozent bestellen technische Geräte im Netz. E-Commerce in Skandinavien Und wohin geht’s nach den größten Drei? In den Norden. Die zahlenmäßig kleineren skandinavischen Märkte sind als Early-Adopter schon lange ganz vorne mit dabei im Online-Shopping: Satte 95 Prozent aller Schweden und Dänen beispielsweise haben einen Internetzugang, 77 Prozent aller schwedischen Internetnutzer kaufen im Netz auch ein. Am liebsten kaufen die Schweden Bücher und Zeitschriften, Elektrogeräte oder Kleidung und Schuhe via Internet. Auch der Lebensmittel-Onlinehandel wächst derzeit: von 2012 auf 2013 um 38 Prozent. Der Mobile-Commerce legte in Schweden von 2010 bis 2013 um mehr als 700 Prozent zu und erreicht 2014 vermutlich einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro. Die Dänen kümmern sich online besonders gerne um ihre Finanzen: Bank- und Finanzprodukte und –dienstleistungen führen die Branchenrangliste im E-Commerce an, gefolgt von Reise- und Veranstaltungsangeboten, Medien und Spielzeug, IT und Telekommunikation. Auch die dänischen Online-Shopper greifen im Check-Out am liebsten zur Karte, am häufigsten zur „Dankort Debitkarte“. Norwegen und Finnland gehören zu den gesättigsten E-Commerce-Märkten Europas: gemeinsam mit den Niederlanden bewegen sich ihre Wachstumsraten als einzige in Europa unter der Zehn-Prozent-Marke. E-Commerce in Europa: Geht noch mehr? Auch wenn die Wachstumszahlen in den letzten Jahren immer wieder gerne die moderater gewordenen Erwartungen gesprengt haben und ein Ende noch lange nicht abzusehen ist: Das Wachstum in den großen europäischen E-Commerce-Nationen wird naturgemäß derzeit etwas langsamer. Mit imposanteren Steigerungszahlen können die Märkte aufwarten, die in Sachen Online-Handel noch Nachholbedarf haben – mit denen beschäftigen wir uns in Teil zwei unseres Marktüberblicks… Noch mehr Zahlen und Fakten zu den europäischen E-Commerce-Märkten findet ihr übrigens bei Ecommerce EuropePayvision und The Paypers. Anmerkung der Redaktion: Die Zahlen des Verbandes „E-Commerce Europe“ beinhalten sämtliche digitalen Umsätze, also Handelswaren ebenso wie Services (Downloads, Ticketing und ähnliches). Mehr E-Commerce-News auf netzaktiv.de Von Dr. Katja Flinzner Ursprünglich publiziert bei netzaktiv.de.

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2 Reaktionen
Alta Badia

So gesehen macht eine Expansion in südliche Länder wie Spanien und Italien sehr viel Sinn. Dort steckt sehr viel Potential, und es ist wohl einfacher eine neue Marke zu etablieren.

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Evelyne
Evelyne

Dieser Artikel ist höchst interessant und informativ. Er gibt uns eine nutzbar Überblick für unsere Betrieb in Frankreich, Deutschland und Österreich !
Wie haben auch Fakten über das Internet ausgefunden: https://www.1min30.com/de/infografiken/internet-in-2015-fakten-und-zahlen-20021

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