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Memoto: Schwedisches Startup entwickelt Lifelogging-Kamera zum Anklippen

Die „Memoto Lifelogging Camera“ ist nur 3,5 cm groß. Sie wird am Kragen befestigt und schießt vollautomatisch zwei Fotos pro Minute. Fans des Lifelogging haben die Chance, die Entwicklung der beeindruckenden über zu unterstützen.

Memoto: Schwedisches Startup entwickelt Lifelogging-Kamera zum Anklippen

Lifelogging bezeichnet das vollautomatische Fotografieren des Alltags. Spezielle Kameras machen dafür in regelmäßigen Abständen Fotos um erlebte Situationen und Momente für die Ewigkeit festzuhalten. Die Entstehung des Lifelogging lässt sich auf das Jahr 2009 datieren, doch erst in letzter Zeit drängen vermehrt entsprechende Kameras auf den Markt. Vor wenigen Wochen berichteten wir beispielsweise über die „Autographer Cam“. Mit Memoto buhlt nun weiteres Unternehmen um die Gunst der Lifelogger. Ein Kickstarter-Projekt soll für die Finanzierung der Kamera sorgen.

Memoto: Prototyp der Lifelogging-Kamera ist im Einsatz

Die ersten Hürden hat das Team bereits gemeistert, heißt es in der Projekt-Beschreibung. Das Produktdesign der Memoto ist weitgehend produktionsbereit. Die Hardware-Komponenten finden in dem kleinen Gehäuse Platz, mehrere Prototypen sind schon im Einsatz.

Solange die Memoto im Einsatz ist, schießt sie vollautomatisch zwei Bilder pro Minute. Bei einer Laufzeit von 24 Stunden entstehen demnach 2.880 Fotos, die per USB übertragen und in der Cloud gespeichert werden sollen. Weil ein Großteil der geschossenen Fotos wertlos ist, soll die dazugehörige Software in der Lage sein, den Fotostream in Abschnitte zu unterteilen, die für den Nutzer leichter durchsuchbar sind. Hierbei werden auch die GPS-Daten der einzelnen Fotos genutzt, wie das oben stehende Video zeigt.

Memoto: Lifelogging-Kamera soll 279 US-Dollar kosten

Das Produktdesign der Memoto soll noch im Oktober fertiggestellt werden, Produkttests und Zertifikationen sind für den Dezember geplant. Die ersten Geräte sollen dann im Februar des kommenden Jahres verschickt werden, berichtet The Next Web. Die Lifelogging-Kamera soll letztlich in drei Farben erhältlich sein und 279 US-Dollar kosten. Unterstützer des Kickstarter-Projekts erhalten das Gerät jedoch bereits ab einer Beteiligung in Höhe von mindestens 199 US-Dollar.

Das Memoto-Team beantwortet auf Kickstarter auch kritische Fragen um etwaige Bedenken der Nutzer aufzulösen. So heißt es dort, alle Fotos würden verschlüsselt gespeichert. Auch eine automatische Veröffentlichung der Bilder über externe Kanäle sei ausgeschlossen. Nutzer müssen demnach selbst aktiv werden, um die Fotos der Memoto über soziale Netzwerke zu teilen. Das diese Äußerungen Kritiker der Lifelogging-Bewegung zufriedenstellen ist unwahrscheinlich. Vorerst bleiben Geräte wie die Memoto aber ohnehin das Spielzeug einer sehr kleinen Zielgruppe, die sich durch derartige Bedenken nicht von ihrem Hobby abhalten lässt.

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5 Antworten
  1. von D am 23.10.2012 (13:43 Uhr)

    Ich komme bei 2880 Fotos in 24 Stunden auf 2 Fotos die MINUTE und nicht inder SEKUNDE.
    - Berichterstattung 4+ :-(

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  2. von Mario am 23.10.2012 (14:12 Uhr)

    Vollautomatisch - wow? Alle 30 Sekunden trifft es besser.
    Mit so einem Ding braucht mir keiner in die Nähe kommen!

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  3. von Lars Budde am 23.10.2012 (16:12 Uhr)

    @D Da hast du natürlich recht, ich habe mich verschrieben und jetzt wieder korrigiert. Wegen eines vertauschten Wortes gleich eine 4+ zu geben ist aber schon ein bisschen drastisch, findest du nicht? :)

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  4. von Realist am 24.10.2012 (14:24 Uhr)

    Wer mich damit ungefragt aufnimmt, bekommt eins auf die Mütze.

    Spätestens mit Googles (oder wer auch immer schneller mit einem fertigen Gerät ist) Augmented Reality Brille, wird JEDER in der Öffentlichkeit dauerhaft von irgendwo (im Zweifelsfall aus mehreren Perspektiven!) gefilmt, biometrisch erfasst und erkannt, mit öffentlich zugänglichen personenbezogenen Daten abgeglichen, so dass ein lückenloses Bewegungsprofil nicht nur vom Träger der Brille erfasst wird, sondern auch von jedem, der innerhalb des Aufnahmewinkels der Kamera ist und identifiziert werden kann.

    Die Daten werden von Google, Facebook und Co. gespeichert und auf Anfrage von Strafverfolgungsbehörden preisgegeben.

    Wir sollten uns nicht vor dem Staat fürchten, der ein paar Kameras aufhängen will - die Gefahr besteht aktuell eher durch hippe(?!) Nerds(?! - wie viele von denen können eigentlich noch eine Zeile Code selber tippen? Heute ist man ja schon Digital Native, wenn man "like" drücken kann), die durch solche beknackten Erfindungen Hemmschwellen senken und die Gesellschaft von innen heraus dazu umpolen, dass dauerhafte Überwachung was "Normales" ist, was den mündigen(!), technikaffinen, aber offensichtlich im Wertesystem gestörten Bürder erst vollständig macht .

    Wie gesagt: Von mir gibt's direkt eins auf die Mütze...

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  5. von ralf am 24.10.2012 (15:30 Uhr)

    Klasse Idee :) Die Kamera will ich haben!... natürlich mit Mütze

    Aber was war 2009? Warum lässt sich die "Entstehung des Lifelogging" ..."auf das Jahr 2009 datieren"?

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