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Mobile Payment mit NFC: Deutsche Anbieter im Marktüberblick

Die Finanz- und Kreditbranche bringt momentan ein NFC-Produkt nach dem anderen auf den Markt. Die Technik findet sich in Kredit-, EC- und Kundenkarten wieder, aber auch in vielen Handys. Das Zahlungsverfahren, mit dem sich auch kleine Beträge bequem bargeldlos bezahlen lassen, ist weiter verbreitet als man denkt. Ein Marktüberblick.

Mobile Payment mit NFC: Deutsche Anbieter im Marktüberblick

Near Field Communication, kurz , ist ein Übertragungsstandard, der zur Kommunikation im Nahbereich bis zehn Zentimeter genutzt wird. Im Gegensatz zu Technologien wie Bluetooth soll NFC zum Datenaustausch keine Benutzereingabe erfordern. Die reine Annäherung an einen anderen NFC-Empfänger soll als Bestätigung des Nutzers ausreichen. In einer EC-Karte mit NFC-Funktion befindet sich ein RFID-Chip, der über eine kleine Antenne in der Karte im Frequenzbereich 13,56 MHz permanent aktiv kommuniziert. Sobald ein Empfänger in Reichweite ist, kann dieser auf die gesendeten Informationen zugreifen.

Funktionsweise der NFC-Zahlung

Der Zahlungsvorgang via NFC läuft unkompliziert: Die EC-Karte oder das Handy wird in einem Abstand von weniger als vier Zentimetern an das Terminal gehalten, der Verkäufer gibt einen Betrag ein und initiiert die Zahlung, am Ende signalisiert ein optisches und akustisches Signal, dass Geld abgebucht wird. Kleinere Beträge werden ohne PIN-Eingabe abgebucht, in der Regel liegt die Obergrenze der Zahlungsanbieter hier zwischen 20 und 25 Euro.

Die Abrechnungsweise ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Entweder wird im Prepaid-Verfahren Geld auf eine elektronische Geldbörse aufgeladen, auch eWallet genannt, oder der Betrag wird über das Bank- bzw. Kreditkartenkonto abgebucht. Für die Aufladung des eWallet stehen meist Vorabüberweisung, Aufladung am Bankautomaten oder die Zahlung per Kreditkarte zur Verfügung.

Der Einzelhandel benötigt zur Akzeptanz der neuen Zahlungsmethoden ein neues Terminal sowie die dazu passenden Verträge. Dabei fallen zum Beispiel bei Girogo monatliche Kosten von rund 25 Euro für die Terminal-Miete sowie zwischen 0,01 Euro und 0,3 Prozent pro Transaktion an.

Risiken der NFC-Technologie

Die Risiken erscheinen auf den ersten Blick überschaubar. Die Zahlungsinformationen werden ja scheinbar nur beim Kaufvorgang übermittelt. Und auch nur, wenn das Gerät dicht an das Terminal gehalten wird. Die Redaktion der ARD-Sendung „Report München“ hat jedoch in der Sendung vom 22.06.2012 demonstriert, dass sich Kreditkarten mit NFC-Funktion anscheinend ausspionieren lassen. In einem gestellten Versuch wurden bei Passanten Kreditkarteninformationen ausgelesen und im Anschluss dazu genutzt, um im Internet Waren zu bestellen.

Mastercard und Maestro paypass

Die größte Marktdurchdringung besitzt in Deutschland das paypass Verfahren von Mastercard, das auch von mpass genutzt wird. Das Verfahren existiert in zwei Varianten. Mastercard paypass und Maestro paypass. Nach eigenen Angaben sind ca. 1,2 Millionen Kundenkarten im Umlauf. Die Karten sind nicht direkt bei Mastercard erhältlich, sondern bei den ausgebenden Unternehmen bzw. Banken. Momentan sind das Payback Plus, Lufthansa Miles & More, Deutsche Kreditbank, BW Bank, Targobank, verschiedene Sparda Banken und MLP sowie seit kurzem die netbank.

  • Zahlung ohne Pin bis 25 Euro
  • Abrechnung bei Maestro über aufgeladenes Guthaben
  • Abrechnung bei MasterCard über das Kreditkartenkonto
Mastercard paypass: Ablauf des NFC-Zahlungsvorgang

Visa paywave

Beschränkt auf die Nutzung als Kreditkarte, bietet Visa mit paywave in Deutschland nach eigenen Angaben die zweitgrößte Marktdurchdringung mit 500.000 ausgegebenen Karten. Bis Ende 2013 rechnet Visa Europe mit rund zwei Millionen Kreditkarten. Auch hier werden die Karten nicht von Visa, sondern von den Partnern BW-Bank, comdirect, DKB, Landesbank Berlin, TARGOBANK und Volkswagen Bank ausgegeben.

  • Zahlung ohne Pin bis 25 Euro
  • Abrechnung über das Kreditkartenkonto
Visa paywave im mobilen Einsatz wird in Deutschland noch nicht unterstützt

Girogo – Die Initiative des Sparkassenverbands

Nach einem Pilotprojekt namens ,,Geldkarte kontaktlos" möchte der Sparkassenverband nun Girogo, ein Projekt der Deutschen Kreditwirtschaft am Markt etablieren. Ab sofort wird jede Sparkassencard mit Girogo ausgestattet. Bis 2015 möchte der Sparkassenverband alle Girokarten mit der neuen Funktionalität ausgestattet haben. Girogo ist momentan der einzige Anbieter, der eine Aufladung des eWallets auch direkt im Handel ermöglicht.

  • Zahlung ohne Pin bis 20 Euro
  • Abrechnung über aufgeladenes Guthaben
  • Aufladung vom Girokonto am Automaten oder automatische Aufladung an der Kasse im Einzelhandel
Der Girogo Slogan

Mpass - Der Payment Dienst der Mobilfunkprovider

Seit Dezember 2012 können die Kunden der drei großen deutschen Netzbetreiber o2, Telekom und Vodafone lokal im Einzelhandel mit ihrem Handy bezahlen. Zur Nutzung des Dienstes wird ein kostenlos erhältlicher NFC-Sticker am Handy angebracht. Damit sollen Kunden laut mpass in den Filialen der Ketten Douglas, Christ, Hussel und Thalia, Edeka, Famila sowie bei BP, Aral und den Star-Tankstellen bereits jetzt bundesweit bezahlen können. Ein kurzer Praxistest von t3n in Karlsruhe ergab, dass noch nicht alle Anbieter das neue Zahlungsverfahren anbieten (siehe Abbildung). Der Service wird von Telefonica o2 in Kooperation mit der Wirecard AG realisiert und baut auf dem Maestro paypass Verfahren auf. Für die Zukunft plant o2 sowohl das Senden als auch den Empfang einer Zahlung direkt über das Handy zu ermöglichen.

  • Zahlung ohne Pin bis 20 Euro
  • Abrechnung über aufgeladenes Guthaben
  • Abrechnung auf Wunsch über ein vorab hinterlegtes Bankkonto
t3n Praxistest in Karlsruhe
Der kleine t3n Praxistest in Karlsruhe: Ist mpass schon in allen Filalen verfügbar?

Deutsche Telekom setzt zusätzlich auf MyWallet

Der Dienst der Deutschen Telekom ist in Deutschland noch nicht gestartet. Der Marktstart ist für das zweite Quartal dieses Jahres geplant. Realisiert wird MyWallet in Zusammenarbeit mit der Telekom-Tochter ClickandBuy und Mastercard paypass. Das Zahlungsverfahren wird laut der Ankündigung der Telekom einen ähnlichen Weg wie mpass gehen. Zuerst wird ein NFC-Aufkleber erhältlich sein, später soll die Zahlung direkt mit einem NFC-fähigen Handy ausgeführt werden können.

Auch MyWallet soll früher oder später NFC-fähige Handys unterstützen

 Nutzt ihr NFC bereits zur Zahlung? Und wie steht ihr zu der Technologie?

NEU: Lass dir diesen Artikel vorlesen
Ein Service von t3n, in Kooperation mit Narando.
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12 Antworten
  1. von passsy am 24.01.2013 (11:41 Uhr)

    jetzt kommen gleich wieder die Datenschützer mit: "Da kann man ja jede Transaktion loggen und Nutzerprofile erstellen. Ich bleibe bei Bargeld, da wird nichts gespeichert".

    Stimmt, aber ich dagegen freue mich schon drauf endlich mal via NFC zahlen zu können. Endlich quillt der Geldbeutel nicht mehr mit Cent stücken über. Und man kann sehr genau auch für sich selbst nachvollziehen wo das Geld hinfließt. Ein Haushaltsbuch wird damit fast überflüssig, weil man sich das generieren lassen kann.

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  2. von passsy am 24.01.2013 (12:48 Uhr)

    @Alexander Vogt man kann einfach einstellen, dass NFC disabled ist, wenn das Display aus ist, oder das Gerät nicht entsperrt ist.

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  3. von Jan-Philippe Schilt am 24.01.2013 (13:41 Uhr)

    NFC funktioniert PER DEFAULT (Nexus 4) nur, wenn das Display aktiviert ist. Oder anders ausgedrückt: Wer per Handy zahlen will, muss das Gerät normalerweise in die Hand nehmen. Und eventuell beim Aktivieren ihrems Bildschirms mit PIN/ Wischgesten o.ä. weitere Sicherheitsbarrieren überwinden. Mal angenommen dass da nichts gehackt wird natürlich.

    Übrigens befasse ich mich im Rahmen meiner Bachelorarbeit mit NFC im Tourismus. Mehr dazu unter https://plus.google.com/communities/103514200619292091809 - ihr seid eingeladen :)

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  4. von Jochen G. Fuchs am 24.01.2013 (14:27 Uhr)

    @Jan-Philippe Schilt
    Vielen Dank für den interessanten Hinweis. Handys verfügen zumindest über die Möglichkeit, die NFC-Funktion auch komplett zu deaktivieren. Auf eine nähere Auseinandersetzung mit dem Thema NFC im Handy habe ich noch verzichtet, mangels Unterstützung auf dem deutschen Markt.

    Bei einer Kredit- oder EC-Karte fehlt leider die Möglichkeit, NFC zu deaktivieren. Gut, man könnte die Karte in abschirmende Alufolie einwickeln. Wie die Kollegen der ARD in dem verlinkten Beitrag ja demonstrierten. Man geht dann allerdings die Gefahr ein, leicht paranoid zu wirken. ;-)

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  5. von Jan-Philippe Schilt am 25.01.2013 (02:17 Uhr)

    @Jochen G. Weber: Oder einen Schuber oder Alufolie ins Geldscheinfach oder direkt nen neuen mit integrierter Abschirmung. Jetzt wo Ausweise und Führerscheine im Format kleiner und einige Karten virtualisiert werden alles ein guter Anlass, das alte verranzte und zerschlissene Ding zu entsorgen und sich was schickes anzuschaffen :)

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  6. von NFC gibts viel am 25.01.2013 (11:42 Uhr)

    Woher soll der NFC-Aufkleber wissen ob das Display an ist ?
    NFC gibts auch zum Aufkleben. Diese Aufkleber werden dann natürlich nur per Funkwellen aufgeladen und betrieben aber ob man sie unter die Armbanduhr oder das Handy klebt oder auf die (auch nicht grade schlaue) EC-Karte ist denen recht egal.

    Früher wurde einem immer eingeredet, das man ein 1000-Euro-Smartphone braucht um NFC machen zu können. Das seit 2 oder mehr Jahren auch Aufkleber bei EC-Karten angekündigt wurden, hat kaum jemanden interessiert. NFC geht also auch ohne Smartphone-CPU und sogar mit uralten Nokia-Knochen oder auf nem Geo-Dreieck oder Payback-karte aufgeklebt.

    Wenn Banken besser wären, könnte man Azubis einn NFC-Chip mitgeben und ihn so programmieren das man ihn nur beim Großhändler im Gerät abbuchen darf und alle anderen Geräte ihn ablehnen. Die IDs der Geräte (Geldkarte hat wohl dasselbe Protokoll aber halt über Draht statt Funk) sind bekannt und man kann bei Geldkarte die letzten 5-10 Buchungen auslesen. Die Crowd erledigt dann das, wofür die Dienstleister nicht interessiert scheinen.

    Ein Sicherheits-Problem ist wohl, das die das Protokoll der Geldkarte genommen haben (schlau weil man dann vorhandenes Equipment und Software weiternutzen kann) es aber nicht verschlüsseln so das man es mithören kann.
    Davon abgesehen müsste es für EC-Karten passende Hüllen geben um die Auslesbarkeit zu mindern.
    Das man einen billige und einen teuren NFC-Chip an verschiedenen Stellen am Körper hat, für Starbucks-Coffee an der Uhr oder am Handy und besser versteckt für Firmen-Einkäufe oder Schuhe oder teures Zeugs sollte klar sein. Alles kein Aufwand. Wenn man will.
    Das man seine Brieftasche mit einem NFC-Aufkleber versieht womit man in der Kantine oder Starbucks bezahlt, sollte auch klar sein.
    Und das man die Karte programmieren kann, indem man sie nur für bestimmte Kantinen und nur bis 10 Euro pro Tag freischaltet und überall sonst die PIN eingeben muss, sollte auch klar sein. Damit kann man Mitarbeiter-Ausgaben und seine Familien-Budgets kontrollieren.
    Das man täglich Emails kriegt wenn die Karte eingesetzt wurde, sollte Menschenrecht für Kunden und Konten-Inhaber werden. Gleiches für Kreditkarten.

    Ich würde ja eine online bzw. Handy-Offline-Map-App (map+app=mapp) von Annahmestellen machen damit es mehr genutzt wird, aber wenn man für Ubahn-Pläne abgemahnt wird und für Wischgesten Patente bezahlen soll lässt man sowas vielleicht lieber. Tolles startupfreundliches Deutschland.

    Geldkarte fand ich übrigens immer ganz bequem. Leider interessiert den CCC und alle anderen das Thema bequemer Bezahlung möglicherweise nicht besonders.
    Die NFC- oder Geldkarten-Chips auf den EC-Karten könnte man ausstanzen und woanders einbauen wenn man will. Auch das bietet der CCC oder foebud leider nicht an.

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  7. von Marco am 25.01.2013 (12:23 Uhr)

    Super... Vielleicht kommen ja noch zwei duzend weitere Anbieter dazu macht die Unübersichtlichkeit dann perfekt und an der Kasse stehen dann dröfzig Geräte.

    Warum in Deutschland immer alles so kompliziert sein muss. Und da wundert man sich wieso die Anwender überfordert reagieren.

    Wer solche Systeme als unpraktikabel erachtet sollte mal einige Zeit in Hong Kong wohnen, dort wird NFC bezahlen seit Jahren!!! problemlos verwendet. EIN einziges einheitliches System mit dem man im ÖPNV und in 70% aller läden zahlen kann. Das wichtige ist hier, es ist nur EIN System an das sich jeder anschließen kann und nicht 500 verschiedene.

    @Alexander Vogt: Solche vor Unwissenheit strozende Aussagen braucht das Land. Deutschland hinkt seit Jahren hinterher und die Verquere Denkweise vieler Einwohner hat uns längst vom Technologie Entwickler zum Technologie Entwicklungsland absteigen lassen. Aber zu dem geschilderten Problem: Eine Transaktion kann nur durchgeführt werden wenn das Handy AN und Entsperrt ist. IPC NFC Systeme sehen sogar vor dem Nutzer noch durch eine On Screen Bestätigung aufzufordern die Transaktion mit einem Click zu besättigen. Ich sehe da wirklich kein Problem oder Bedenken.

    @Jan-Philippe Schilt: Interessante Gruppe, werde ich mal beitreten.

    @passsy: Korrekt, ich war 2012 eine Zeit lang in Hong Kong und hatte mich so daran gewöhnt, einfach meine Flasche Wasser (Cent Betrag) per NFC zu bezahlen, kein Kleingeld. Wunderbar ist auch das du an den Kassen selbst wenn du BAR mit scheinen zahlst direkt gefragt wirst ob sie dir das Restgeld wirklich in münzen (Cents) geben sollen oder als guthaben auf dein NFC Konto.

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  8. von Thomas Koch am 25.01.2013 (13:54 Uhr)

    Solche Artikel, die auf wenig Wissen in der Zahlungsverkehrsindustrie schliessen lassen sind immer schwierig zu kommentieren weil die wesentlichen Informationen einfach fehlen. Es gibt Aussagen über international Standards vs. Deutsche Standards, noch darüber was MasterCard und/oder Visa wirklich sind. Das ist schade.

    In Deutschland werden mehr als 95% aller bargeldlosen Zahlungen per ec, neudeutsch Girocard, durchgeführt. Folglich unterhält man sich heir über weniger als 5% aller bargeldlosen Zahlungen in Deutschland.

    Girogo ist m. E. noch lange nicht ausgereift weil Girogo auf der Geldkarte basiert und nicht auf der Girocard als solche, also nur prepaid. Das Projekt Geldkarte hat einen dreistelligen Millionen Betrag gekostet und wird nicht genutzt weil der Verbrauchen von seiner Bank nicht informiert wird was "Geldkarte" und kann und wo selbige genutzt werden kann.

    NFC wird auch in Deutschland Einzug halten weil die Banken-Industrie das längst beschlossen hat. Der Verbraucher bleibt wieder auf der Strecke weil die Strategen vergessen, dass "Banking" immer noch ein persönliches Geschäft ist, dass auf dem Aufbau von Vertrauen zueinander basiert und nicht über "Scoring/Vetting Parameter" allgemeingültig gelöst werden kann. Die meisten Kunden nutzen bereits Online Banking und "belästigen" den eigenen Betreuer nur noch mit qualifizierten Problemen oder Fragestellungen.

    Ich könnte hier endlos, freundlich, meinen Frust als kenner des bargeldlosen Zahlungsverkehrs niederschreiben, muss aber leider wie viele andere Geld verdienen.....

    Mehr von mir und leicht unterqualifizierten Artikeln wie diesem hier bei Gelegenheit....

    Macht euch mit NFC vertraut weil es kein wirklichen Entkommen mehr geben wird ;-).

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  9. von Thomas Koch am 25.01.2013 (14:08 Uhr)

    Schnell schreiben ist wirklich unqualifiziert was die Rechtschreibfehler anbetrifft. Ich gelobe viel Besserung........und Kontrolle meines "Geschreibsels". Sorry for that.

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  10. von René Jobst am 25.01.2013 (14:13 Uhr)

    Hallo in die Runde, so leicht geht das "Abbuchen" von einer girogo-Karte (Sparkassen-/ec-Karte) auch nicht. Man benötigt ein Sicherheitsmodul eines deutschen Kreditinstitutes, über das die Zahlung autorisiert wird. Dabei wird das Geld immer an das deutsche Bankkonto übertragen. Dies kann auch der vermeintlich Bestohlene über seine Karte in Erfahrung bringen und "schon " weiß man, wer das Geld hat... und das für 20€?!? Glaube auch (erfolgreiche) Kriminelle denken wirtschaftlich ;-) .
    @ Hr. Weber: die Anzahl der ausgegebenen girogo-Karten übertrifft schon die anderen Systeme. Es sind heute mehr als 10 Mio, ab Ende April ca. 15 Mio und zum Jahresende 20 Mio Karten. Bis Ende 2015 werden es dann 46 Mio Karten sein, da ist 1 Mio von Paypass schon recht wenig.
    Auch wird es an den Terminals nicht kompliziert, weil es fast immer Multifunktionsgeräte sind, der Händler entscheidet, was er akzeptieren möchte und was nicht... .
    Details auch hier: http://www.girogo.de und http://www.geldkarte.de
    VG René (bin bei einer Sparkasse)

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  11. von Jan-Philippe Schilt am 25.01.2013 (15:51 Uhr)

    @Thomas Koch Könnte ich deine Kontaktdaten haben? Würde mich dann zum Thema mPayment bei dir melden, sobald ich in meiner BA weiter bin. Momentan gehts ja drunter und drüber, da kann ich alle drei Tagen über den Haufen werfen was ich schreibe

    @ Marco Danke, freut mich!

    @NFC gibts viel Ich kann dir "nur in Teilen" zustimmen, um das mal vorsichtig auszudrücken - einlesen!

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  12. von Jochen G. Fuchs am 29.01.2013 (09:37 Uhr)

    @Herr Jobst
    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Die zuletzt von der Deutschen Kreditwirtschaft veröffentlichten Zahlen sprachen von rund einer Million Karten. Stand November 2012. Andere bestätigte Zahlen liegen mir leider nicht vor.
    -> http://www.girogo.de/files/121115_3002eks_servicetext_weihnachten.pdf

    Da Girogo bisher nur in der Pilotregion im Großraum Hannover verfügbar war, ist die Marktdurchdringung schwierig zu bewerten. Die Douglas Gruppe hat zwar alle Verkaufsstellen, wie z.B. Thalia, Christ, Douglas mit NFC-fähigen Zahlungsterminals ausgestattet, bisher fehlte jedoch die Zulassung für girogo. Im kleinen t3n Praxistest war girogo in den genannten Filialen in Karlsruhe noch nicht verfügbar. Das Thema bleibt spannend.

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