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Den ersten Online-Kurs erstellen: „Es beginnt mit einem Whiteboard auf einem Stuhl“

    Den ersten Online-Kurs erstellen: „Es beginnt mit einem Whiteboard auf einem Stuhl“

Das Anbieten von Online-Kursen ist eine Möglichkeit, seine Reputation in einem Gebiet zu steigern und zudem eine zusätzliche Einnahmequelle. Der Einstieg ist jedoch gar nicht so einfach. Worauf ihr am Anfang achten solltet, erfahrt ihr hier.

Auf seinem Blog Socialtriggers gibt der Marketing-Experte Derek Halpern Tipps für den Einstieg in das Online-Kurs-Geschäft. Fünf davon führen wir hier aus:

1. Orientiere dich an der Konkurrenz

Es mag zunächst abschreckend wirken, wenn es in dem Bereich, den du dir ausgesucht hast, schon einige Kurse gibt. Aber genau das heißt auch, dass ein Markt für das Thema vorhanden ist. Online-Kurse sind nichts neues – wenn es noch keine Kurse in deinem Themenfeld gibt, dann ist das eher ein Hinweis darauf, dass hier nichts zu holen ist. Such dir lieber ein anderes Herausstellungsmerkmal als ein exotisches Thema. Das kann zum Beispiel deine Vortragsweise sein, ein gutes Kontaktangebot oder die Konzentration auf ein spezielles Detail in deinem Kurs. Wenn du ein entsprechendes Budget hast, kann auch ein besonders ansprechendes Design deinen Kurs herausstechen lassen.

2. „Es beginnt mit einem Whiteboard auf einem Stuhl“

Mach dir nicht zu großen Druck am Anfang. Das perfekte Hochglanzvideo muss es zu Beginn gar nicht sein. Du solltest zwar technisch gewisse Mindeststandards einhalten bezüglich der Bild- und Tonqualität, aber auch viele der heute sehr erfolgreichen Kurs-Anbieter haben „mit einem Whiteboard auf einem Stuhl“ gestartet. Wichtig ist der fundierte Inhalt deines Kurses mit verständlichen und nachvollziehbaren Erklärungen.

Online Kurs start
Bilder von David Halperns ersten Kursen. (Screenshot: http://socialtriggers.com/)

3. Löse ein Problem

Du hast Schwierigkeiten, dein Thema zu definieren oder bist noch ganz am Anfang der Suche? Laut Halpern ist die Themenfindung eines der kleineren Probleme. Hör einfach zu, was die Menschen in deiner Branche umtreibt: Wo liegen ihre Probleme, wofür brauchen sie eine Lösung? Dann kannst du dich fragen, wie du dieses Problem reproduzierbar lösen kannst und das dann so in deinem Online-Kurs kommunizieren.

4. Mach dir keine Sorgen, dass du nicht Profi genug bist

Bei der Vorbereitung für deinen Online-Kurs mag dir der Gedanke kommen, ob du wirklich genug Know-How hast, andere zu unterrichten. Halpern macht an einem Beispiel deutlich, dass das Wissen auch erst mit der Erstellung des Online-Kurses wachsen kann:

Joseph Michael Nicoletti bietet einen Online-Kurs für Autoren an, wie sie mit der Software Scrivener ihren Roman schreiben können. Damit verdient er monatlich zwischen 20.000 und 30.000 US-Dollar. Dabei war er kein Experte für das Tool und hatte noch nie einen Roman damit geschrieben. Er hat es schlicht und einfach selbst erforscht und seinen Lernprozess festgehalten. Er hat sich Bücher über Scrivener gekauft und angefangen zu lernen. Nach und nach hat er sich in die verschiedenen Features reingefuchst und drei- bis fünfminütige Tutorials darüber aufgenommen. Fazit des Experten: Mit dieser Methode kann man Online-Kurse zu so ziemlich jedem Thema erstellen.

Online-Kurs 2
Dokumentiere deinen Lernprozess. (Foto: Shutterstock)

5. Starte klein

Fang nicht gleich mit einem zweistündigen Talking-Head-Video an, in den du alles quetscht, was du zum Thema zu sagen hast. Für den Anfang solltest du dich auf kürzere Clips konzentrieren. Es ist sogar empfehlenswert mit einem kleinen Kurs zu starten, den du kostenlos anbietest, um deine ersten Teilnehmer von dir zu überzeugen. Halpern selbst ist mit drei kleinen Videos und einem Arbeitsblatt gestartet. Und wie die Videos ausgesehen haben, konntet ihr ja unter Punkt zwei sehen. Ein anderer Tipp dazu kommt von Lili Balfour, die erfolgreich Online-Kurse über Crowdfunding auf Udemy publiziert: Technisch solltest du dich für den Anfang lieber an einem Screencast versuchen, da der technische und damit auch finanzielle Aufwand wesentlich geringer ist.

Fazit: Den ersten Online-Kurs zu erstellen ist kein Hexenwerk und im Prinzip für jeden möglich. Es bedarf jedoch einiger Einarbeitung und ist kein leicht generiertes passives Einkommen – besonders bei deutschsprachigen Kursen ist zwar die Konkurrenz nicht so groß, wie bei englischsprachigen, dasselbe gilt jedoch auch für die Erträge.

Plattformen, auf denen du deutschsprachige Online-Kurse anbieten kannst, sind zum Beispiel Lecturio, Udemy, StartIQ.

Du hast selbst schon einen Online-Kurs erstellt? Teile uns deine Erfahrungen in den Kommentaren mit.

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2 Reaktionen
Sonja
Sonja

Ich habe einen Online-Kurs erstellt für kleine Unternehmen und Einzelunternehmer, die mehr Bekanntheit und mehr Kunden gewinnen wollen und den bereits ganz erfolgreich am Markt platziert. Und ich kenne Derek Halpern und auch einen seiner Kurse, die mittlerweile zu den hochwertigen Angeboten auf dem Markt gehören. Die Amerikaner sind uns in der Branche definitiv voraus. Meine Erfahrung dazu ist, dass klein anfangen durchaus sinnvoll sein kann, aber dennoch die Qualität wichtig ist, um sich von Anfang an entsprechend zu positionieren. Der deutsche Markt tickt doch etwas anders als der amerikanische...

Wichtig ist es meiner Meinung nach, die entsprechende Technik zu besorgen - die tatsächlich auch nicht teuer sein muss. Ein Screenflow der Präsentationen reicht für den Start, dazu ein gutes Mikrofon, das ebenfalls nicht die Welt kostet. Und dann natürlich das Beachten einiger Grundlagen. Ich will hier nicht von Didaktik sprechen, denn ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass Spezialisten auf diesem Gebiet sich mit Online-Kursen schwer tun, weil sie zu viel Lerntheorie einbringen. Gesunder Menschenverstand hilft hier mehr. Der führt dann auch dazu, dass man die einzelnen Videos nicht zu sehr in die Länge zieht, bzw. in sinnvolle Häppchen zerteilt und für die Umsetzung auch entsprechende Arbeitsmaterialien dazu packt.

Welches Problem man mit dem Online-Kurs löst, ist gerade zum Start jedoch nicht immer so einfach zu definieren, wie es Halpern hier vermuten lässt. Halpern selbst hat - soweit ich weiß - einen Verteiler von über 50.000 Zielkunden und steht somit im regelmäßigen Austausch mit ihnen. Er hat also auch ein gutes Ohr dafür, was benötigt wird. Wenn man gerade erst einsteigt, ist es sicherlich sinnvoll sehr konkret zu bleiben. Bspw. die Anwendung einer Software (wie der Autorentrainer mit Scrivener) für eine ganz bestimmte Zielgruppe.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass es - genau wie beschrieben - nicht ganz so einfach ist, gute Online-Kurse zu erstellen und erfolgreich zu vermarkten.

Ich gehe den etwas anderen Weg und bin nicht mit einem kleinen Einsteigerangebot gestartet, sondern mit einem umfangreichen strategischen Gesamtprogramm, das in Kürze durch sinnvolle kleinere Einstiegsangebote ergänzt wird. So günstig wie die Kurse auf Udemy etc. werden meine Trainings jedoch nie werden. Meiner Ansicht nach verramschen sich einige Anbieter am Markt leider, denn die Leistung, die sie erbringen, ist weit mehr Wert als sie sich trauen dafür zu verlangen.

Auch im Online-Trainings-Markt ist die Frage des Preises nämlich auch eine der Positionierung.

Dennoch: Ich kann jedem Trainer, Berater, IT-Spezialisten, Web-Experten, aber auch Coaches, Heilpraktikern etc. dazu raten, ihr Wissen in einen Kurs zu verpacken. Das ist auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung - und natürlich auch ein passives Einkommen.

Für die Vermarktung braucht es jedoch genügend Ausdauer und auch den Einsatz von Zeit und Geld. Wie bei allen Angeboten.

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Leuten helfen
Leuten helfen

Erinnert an Fun-With-Flags mit Sheldon Cooper...
Oder an Tim Taylor @ Tool Time.
Im Prinzip gibts aber Nachfrage nach sowas.

Bevor man was teures kauft, guckt man natürlich per Unboxing-Video was da überhaupt dabei ist oder (weil Amazons Beschreibungen unvollständig sind) ob Batterien, Akkus, welche Anschlüsse,... das Gerät hat.
Video-Self-Service-Information ist also ganz gängig. Auch bei Ipad-Rentnern.
Wie man an Eurem profitable-Spezial-Seiten-Nischen-Themen-bericht sehen kann, sollte man vielleicht auch alles als ausdruckbares HTML anbieten und sehen wo (Youtube oder HTML-Blog) mehr Geld reinkommt bzw. damit antriggern, sich das Video anzusehen.
Aber wenn man im Baumarkt steht und entscheiden will, ist statisch wohl besser als Video.

http://t3n.de/news/lukrative-nischenseiten-634417/
aber auch
google: site:t3n.de Nischen

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