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Online-Vergleichsportale sollen transparenter werden: EU einigt sich auf Zehn-Punkte-Programm

Online-Vergleichsportale sollen transparenter werden: EU einigt sich auf Zehn-Punkte-Programm

Die EU-Kommission will Online-Vergleichsportale zu mehr Transparenz verpflichten. Dazu hat sie sich gemeinsam mit Verbraucherschützern, Regulierungsbehörden und Betreibern auf ein Zehn-Punkte-Programm geeinigt.

Online-Vergleichsportale sollen transparenter werden: EU einigt sich auf Zehn-Punkte-Programm

Europa. (Foto: Shutterstock)

EU-Kommission: Online-Vergleichsportale sollen transparenter werden

Ein Zehn-Punkte-Plan soll für mehr Transparenz im Bereich der Online-Vergleichsportale führen. Nach mehrjährigen Verhandlungen haben sich die Europäische Kommission, die zuständigen Regulierungsbehörden, Verbraucherschützer und Portalanbieter auf die neuen Regelungen geeinigt. Sie sollen unlautere Geschäftspraktiken eindämmen und die Nutzerfreundlichkeit erhöhen.

Online-Vergleichsportale: Europäische Kommission und Portalanbieter haben sich auf einen Zehn-Punkte-Plan geeinigt. (Screenshot: verivox.de)
Online-Vergleichsportale: Europäische Kommission und Portalanbieter haben sich auf einen Zehn-Punkte-Plan geeinigt. (Screenshot: verivox.de)

Der Zehn-Punkte-Plan sieht vor, dass Vergleichsportale ihr Geschäftsmodell transparent darlegen und Verbindungen zu Händlern offen kommuniziert werden. Preisvergleiche sollen demnach objektiv durchgeführt und Werbung klar gekennzeichnet werden. Auch müssen nicht nur die Preise stimmen, sondern auch die Angaben zu den verfügbaren Mengen müssen der Wahrheit entsprechen. Künstlich eine Knappheit zu suggerieren ist den Anbietern demnach nicht mehr gestattet. Darüber hinaus soll auch offengelegt werden, wie sich das Ranking der jeweiligen Anbieter zusammensetzt. Außerdem müssen bezahlte Kommentare deutlich von Bewertungen echter Nutzer unterschieden werden können.

Online-Vergleichsportale: Verbraucherschützer stellen Glaubwürdigkeit der Portale in Frage

Eine vom Bund geförderte Verbraucherschutz-Studie zum Thema Online-Vergleichsportale kam jüngst zu dem Ergebnis, dass die Portale zu Identifikation des günstigsten Preises zumeist nicht geeignet seien. Vor allem im Fall von Handytarifen und Flugpreisen sollen Nutzer häufig sogar mehr bezahlen als direkt beim Anbieter. Sofern sich die Marktteilnehmer an den Zehn-Punkte-Katalog halten, sollten sich Verbraucher zukünftig besser davor schützen können.

Ebenfalls interessant in diesem Zusammenhang ist unser Artikel „Schlechte Bewertungen im Netz? So kann man auch damit umgehen“.

via www.tagesspiegel.de

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3 Antworten
  1. von David am 08.03.2016 (07:16 Uhr)

    Natürlich sind die Portale weder neutral noch transparent, dafür steckt in der Vermittlung einfach zuviel Geld. Trotzdem steht es dem Verbraucher völlig frei diese Portale zu nutzen oder selbst zu recherchieren. Da braucht es sicherlich keine Vorschriften aus Brüssel...

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    • von Sarah am 08.03.2016 (08:37 Uhr)

      Doch, braucht es, wenn es sich um Täuschung handelt und das tut es. Sonst bräuchte man ja gar keinen Verbraucherschutz mehr.

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      • von Dennis am 09.03.2016 (10:45 Uhr)

        So ein Unsinn. Der Verbraucherschutz hat ganz andere Aufgaben, bei denen es um Produkte geht, die man ganz offensichtlich nicht vergleichen kann. Vergleichsportale und deren Angeboten kann man mit wenigen Klicks zum Anbieter vergleichen. Es ist wie immer. Es sollen Regeln her, die scheinbar alles vereinfachen und transparenter machen sollen, am Ende aber eher Verwirrung stiften und niemanden einen Vorteil bieten. Die Aussage, dass es dann keinen Verbraucherschutz mehr braucht, ist viel zu pauschal und polemisch.

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